Pflegepädagogik im Diskurs - PiD: Informationen


 


Die 5. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung in Planung:
Düsseldorf,
6. März 2015 

 

 

Nachlese zur 4. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung 
in Düsseldorf am 7. März 2014


Die 4. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung "Pflegepädagogik im Diskurs" fand am 07.03.2014 im Universitätsklinikum Düsseldorf statt. Die Fachtagung wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflegebildung im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) gemeinsam mit dem Bildungszentrum des UKD veranstaltet.

Lehreridentitäten ausbilden

Nachdem die Fachtagung in 2013 der Frage „Wie ticken Schülerinnen und Schüler heute?“ nachging, waren in 2014 die Lehrerinnen und Lehrern im Mittelpunkt des Programms. Die Identitäten von Lehrerinnen und Lehrern an Ausbildungseinrichtungen der Pflegeberufe sind heute vielerorts durch die Verschiedenheit der Qualifikationswege beeinflusst. Welche Auswirkungen hat diese Diversität im Lehrerzimmer auf die Kulturen der Kollegien? Wie münden heute Pflegepädagoginnen und –pädagogen in den Beruf ein? Wie wirken sich die strukturellen und organisatorischen Besonderheiten der Ausbildungsstätten auf die Lehreridentitäten aus? Und was hält Lehrende in diesen Feldern gesund?

Die Vorträge am Vormittag der Fachtagung gingen diesen Fragestellungen nach. Ergänzt wurden sie durch Workshops zu aktuellen Themen der pflegeberuflichen Bildung, die von Expertinnen und Experten geleitet werden. Am Nachmittag wurde in einer Podiumsdiskussion die Frage „Neuordnung der Pflegeberufe – wohin führt der Weg?“ diskutiert. Die Referentinnen und Referenten haben freundlicherweise einige der Präsentationen zur Verfügung gestellt. 

Download: Programmflyer mit allen Informationen

Aus dem Programm 07.03.2014

Berufseinmündungen von Pflegelehrenden   
Dr. Roland Brühe, Katholische Hochschule Nordrhein Westfalen, Köln

Die ersten Jahre als Lehrerin und Lehrer nach Abschluss des Studiums stellen eine bedeutsame Phase in der Entwicklung von Lehrerprofessionalität dar. Studien haben dies für Lehrende im allgemeinbildenden Schulsystem festgestellt. Zur Situation von Pflegelehrenden liegen hierzu erstmalig systematische Befunde vor. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Gepräge der Berufseinmündungsphase Pflegelehrender und skizziert Möglichkeiten einer unterstützenden Ausgestaltung.

Dr. Brühe stellt seinen Vortrag, um Literaturangaben ergänzt, hier zum Download:
Berufseinmündungen von Pflegelehrenden    

Schulen besonderer Art - Wie wirken sich die Besonderheiten der Schulorganisation von Pflegeschulen auf die Identität von Lehrerinnen aus?   
Prof. Dr. Ortfried Schäffter, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Schäffter hat seine Ausführungen in einem 80-seitigen Working Paper vertieft, das hier als Download zur Verfügung steht:
Zielgruppenorientierung als relationales Planungsprinzip  - Perspektiven auf Erwachsenenbildung im Strukturwandel (März 2014)
 
Lehrer-Schüler-Beziehungen und Lehrergesundheit   
Bärbel Wesselborg, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Frau Wesselborg stellt ihren Vortrag hier zum Download:
Lehrer-Schüler-Beziehungen und Lehrergesundheit


Workshop 1 - 
Lehrer dritter Klasse?
mit Waltraud Imm

Wie erleben weitergebildete Pflegelehrer ihre berufliche Situation? Wie geht diese Lehrergruppe mit der zunehmenden Akademisierung des Berufs und weiteren berufsrelevanten Veränderungen um? Ergebnisse einer qualitativen Studie sollen die Diskussion der Teilnehmer anregen. Der Workshop richtet sich vor allem an weitergebildete Pflegelehrer und Schulleitungen.

Workshop 2 - Schulstation
mit Stephanie Janke, Berlin

Während des Projektes Schulstation übernehmen Auszubildende im 6. Semester eine Station in allen pflegerischen und administrativen Bereichen. In diesem Workshop werden die Planung und Durchführung eines solchen Projektes thematisiert und mit Erfahrungen der Dozentin, welche die Schulstation als Schülerin, Praxisanleiterin und Lehrerin begleitet hat, ergänzt.

Workshop 3 -
Leiten und Führen an Schulen im Gesundheitswesen – ein Spagat zwischen „Management und Pädagogik“?
mit Ilona Holtschmidt M.A. (Berufspädagogin, Erwachsenenbildnerin, Arbeits- und Organisationspsychologin) und Business-Coach 
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Workshop 4 - 
Selbstständig als Pflegepädagogin - Möglichkeiten der freiberuflichen Ausübung der Pädagogik
mit Frieder Lückhoff und Guido Giesen

Sie denken über eine freiberufliche Tätigkeit als Pflegelehrer/Pflegepädagoge/Berufspädagoge nach? Wir geben Ihnen in diesem Workshop eine umfangreiche Hilfestellung für die Theorie und Praxis. Dabei werden Aspekte wie Kundenakquise, Netzwerk und Marketing genauso berücksichtigt wie Fragen zur Buchhaltung, Rechnungswesen, Steuern und Versicherungen.

Workshop 5 - 
Abgesprungen... Absagen von Bewerbern nach Einstellungszusage – eine Studie
mit Alexander Daniel, Gießen

Bewerber, die eine zugesagte Ausbildungsstelle absagen oder nicht antreten sind für viele Ausbildungsstätten ein Problem. Dieser Workshop stellt eine Untersuchung vor, bei denen die Bewerber, die nach einer Einstellungszusage die Ausbildung abgesagt oder nicht angetreten haben, befragt wurden, um daraus Empfehlungen für Pflegeschulen zur Verringerung der Absprungrate abzuleiten.

Workshop 6 - 
Onlineevaluation von Praxiseinsätzen durch Lernende
mit Frank Hertel, Berlin
Download Handout zum Workshop

Mit der clinical learning environment and supervision and nurse teacher scale (CLES+T) wird ein Befragungskonzept vorgestellt, das eine differenzierte Aussage zur Qualität der Praxisanleitung, zur pädagogischen Atmosphäre, zum Führungsstil der Stationsleitung, zum Pflegeverständnis und zur Qualität der Praxisbegleitung durch Lehrkräfte.

Workshop 7 -  Emotionale Kompetenz in der Pflege und Pflegebildung
mit Geske Dallmann, Lehrerin Pflege und Gesundheit (M.A.), Düsseldorf 
Download Handout zum Workshop

Wie kann emotionale Kompetenz mit ihren verschiedenen Dimensionen durch Lehr-Lern-Arrangements gefördert werden? In diesem Workshop werden konkrete Anregungen für die Förderung emotionaler Kompetenz in Unterrichtssequenzen am Theorieort, aber auch für Lernsituationen in der Pflegepraxis aufgezeigt und diskutiert. 

Workshop 8 -
Innovation der Pflegeausbildung durch Lernportfolios
mit Mechthild Löwenstein, Aschaffenburg
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Gezielte Reflexionen über das eigene Lernen sind das Herzstück der Portfolioarbeit. Zur Förderung der Lernkompetenz werden Lernstrategien thematisiert und mit Kriterien geleiteten Lernportfolios angeleitet und individuell geübt. Die Implementierung von Lernportfolios geben wichtige Hinweise zur Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung der Pflegeausbildung.

Workshop 9 - 
Deeskalationsstrategien – zur Arbeit mit Gewalterfahrungen von Schülern
mit Iris Unser, Kleinmachnow
Download Handout zum Workshop

44 mal getreten, 55 mal gekratzt, 34 mal geschlagen. Nur ein Auszug aus der Bilanz einer Gefährdungsanalyse, in deren Rahmen 273 Auszubildende befragt wurden, wie oft sie in den letzten sechs Monaten brachialen Aggressionen ausgesetzt waren. Fazit: Die große Mehrheit der Befragten fühlte sich nicht ausreichend auf eskalierende Situationen vorbereitet.
Grund genug zu handeln und ein Deeskalationstraining schon in der Ausbildung zu etablieren. Die Auszubildenden haben täglich mit Menschen in angespannten Situationen zu tun. Patienten und auch deren Angehörige geraten häufig durch das Auftreten einer Krankheit in eine innere Not, in der vermeintliche Kleinigkeiten herausfordernde Verhaltensweisen auslösen können.
Um den bestmöglichen Umgang mit Menschen mit aggressiven Verhaltensweisen zu erlernen, trainieren die Auszubildenden situativ, wie sie sich Grenzsituationen deeskalierend verhalten können.

Workshop 11 - Identität von Praxisanleitern
mit Ursula Lauf, Herten

Workshop 12 - 
PflegeWiki – ein Fundus für Pflegeschulen?
mit Christina Zink und Burkhard Zieger, Hannover

Impulsvortrag - Europa als Schrittmacher? - Europäische Einflüsse auf die Pflegeausbildungen
Barbara Weiler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Brüssel

anschließend Podiumsdiskussion mit
Barbara Weiler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Brüssel
Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V.  (DBfK)
Bernd Schramm, BAG Pflegebildung