Pflegepädagogik im Diskurs - PiD: Informationen


 


Die 5. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung in Planung:
Düsseldorf,
6. März 2015 

 

 


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie herzlich zu unserer 5. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung “Pflegepädagogik im Diskurs” am 06.03.2015 im Universitätsklinikum Düsseldorf ein. Die Fachtagung wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflegebildung im DBfK gemeinsam mit dem Bildungszentrum des UKD veranstaltet.

Pflegeschule 2020: was kommt da auf uns zu?

Die politische Entscheidungen über die Reform der Pflegeausbildung lassen auf sich warten. Was wir aber wissen: die Herausforderungen für uns werden enorm sein.
 
Wie gestalten wir eine generalistische Ausbildung, neue Curricula, eine Neufinanzierung oder Neuverortung der Schulen? Und wie gehen wir mit neuen Qualifiktionsanforderungen der Lehrenden um?
 
Die Fachtagung thematisiert Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Ausbildungsreform. Die Vorträge am Vormittag werden verschiedenen Facetten der Fragestellungen nachgehen. Ergänzt werden sie durch Workshops zu aktuellen Themen der pflegeberuflichen Bildung, die von Expertinnen und Experten geleitet werden. Abschließend laden wir Sie zur Diskussion mit Sachverständigen aus Politik, Praxis und Wissenschaft im Podium über die kommenden Ausbildungsreform ein.
 
Die Beiträge der Fachtagung rücken den Nutzen für die Praktiker in den Vordergrund, ohne die wissenschaftliche Fundierung dabei aus dem Blick zu verlieren. Eine Vielzahl von Workshops rund um die Pflegebildung und eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion runden das Programm ab.
 
Wer sollte teilnehmen?
  • Lehrerinnen und Lehrer in den Pflegeausbildungen
  • Studentinnen und Studenten
  • Praxisanleiterinnen und –anleiter
  • weitere, an den Pflegeausbildungen Beteiligte 
Wir freuen uns, Sie am 06. März 2015 in Düsseldorf zur 5. Fachtagung “Pflegepädagogik im Diskurs” begrüßen zu dürfen und freuen und auf einen erkenntnisreichen Dialog.
 

In Vorbereitung: Programmübersicht und Anmeldung (Stand 14.10.2015)


Nachlese zur 4. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung 
in Düsseldorf am 7. März 2014

Die 4. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung "Pflegepädagogik im Diskurs" fand am 07.03.2014 im Universitätsklinikum Düsseldorf statt. Die Fachtagung wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflegebildung im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) gemeinsam mit dem Bildungszentrum des UKD veranstaltet.

Lehreridentitäten ausbilden

Nachdem die Fachtagung in 2013 der Frage „Wie ticken Schülerinnen und Schüler heute?“ nachging, waren in 2014 die Lehrerinnen und Lehrern im Mittelpunkt des Programms. Die Identitäten von Lehrerinnen und Lehrern an Ausbildungseinrichtungen der Pflegeberufe sind heute vielerorts durch die Verschiedenheit der Qualifikationswege beeinflusst. Welche Auswirkungen hat diese Diversität im Lehrerzimmer auf die Kulturen der Kollegien? Wie münden heute Pflegepädagoginnen und –pädagogen in den Beruf ein? Wie wirken sich die strukturellen und organisatorischen Besonderheiten der Ausbildungsstätten auf die Lehreridentitäten aus? Und was hält Lehrende in diesen Feldern gesund?

Die Vorträge am Vormittag der Fachtagung gingen diesen Fragestellungen nach. Ergänzt wurden sie durch Workshops zu aktuellen Themen der pflegeberuflichen Bildung, die von Expertinnen und Experten geleitet werden. Am Nachmittag wurde in einer Podiumsdiskussion die Frage „Neuordnung der Pflegeberufe – wohin führt der Weg?“ diskutiert. Die Referentinnen und Referenten haben freundlicherweise einige der Präsentationen zur Verfügung gestellt. 

Download: Programmflyer mit allen Informationen

Aus dem Programm 07.03.2014

Berufseinmündungen von Pflegelehrenden    
Dr. Roland Brühe, Katholische Hochschule Nordrhein Westfalen, Köln

Die ersten Jahre als Lehrerin und Lehrer nach Abschluss des Studiums stellen eine bedeutsame Phase in der Entwicklung von Lehrerprofessionalität dar. Studien haben dies für Lehrende im allgemeinbildenden Schulsystem festgestellt. Zur Situation von Pflegelehrenden liegen hierzu erstmalig systematische Befunde vor. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Gepräge der Berufseinmündungsphase Pflegelehrender und skizziert Möglichkeiten einer unterstützenden Ausgestaltung.

Dr. Brühe stellt seinen Vortrag, um Literaturangaben ergänzt, hier zum Download:
Berufseinmündungen von Pflegelehrenden    

Schulen besonderer Art - Wie wirken sich die Besonderheiten der Schulorganisation von Pflegeschulen auf die Identität von Lehrerinnen aus?    
Prof. Dr. Ortfried Schäffter, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Schäffter hat seine Ausführungen in einem 80-seitigen Working Paper vertieft, das hier als Download zur Verfügung steht:
Zielgruppenorientierung als relationales Planungsprinzip  - Perspektiven auf Erwachsenenbildung im Strukturwandel (März 2014)
 
Lehrer-Schüler-Beziehungen und Lehrergesundheit    
Bärbel Wesselborg, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Frau Wesselborg stellt ihren Vortrag hier zum Download:
Lehrer-Schüler-Beziehungen und Lehrergesundheit


Workshop 6 - 
Onlineevaluation von Praxiseinsätzen durch Lernende 
mit Frank Hertel, Berlin
Download Handout zum Workshop

Mit der clinical learning environment and supervision and nurse teacher scale (CLES+T) wird ein Befragungskonzept vorgestellt, das eine differenzierte Aussage zur Qualität der Praxisanleitung, zur pädagogischen Atmosphäre, zum Führungsstil der Stationsleitung, zum Pflegeverständnis und zur Qualität der Praxisbegleitung durch Lehrkräfte.

Workshop 7 -  Emotionale Kompetenz in der Pflege und Pflegebildung
mit Geske Dallmann, Lehrerin Pflege und Gesundheit (M.A.), Düsseldorf 
Download Handout zum Workshop

Wie kann emotionale Kompetenz mit ihren verschiedenen Dimensionen durch Lehr-Lern-Arrangements gefördert werden? In diesem Workshop werden konkrete Anregungen für die Förderung emotionaler Kompetenz in Unterrichtssequenzen am Theorieort, aber auch für Lernsituationen in der Pflegepraxis aufgezeigt und diskutiert. 

Workshop 8 - 
Innovation der Pflegeausbildung durch Lernportfolios
mit Mechthild Löwenstein, Aschaffenburg
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Gezielte Reflexionen über das eigene Lernen sind das Herzstück der Portfolioarbeit. Zur Förderung der Lernkompetenz werden Lernstrategien thematisiert und mit Kriterien geleiteten Lernportfolios angeleitet und individuell geübt. Die Implementierung von Lernportfolios geben wichtige Hinweise zur Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung der Pflegeausbildung.

Workshop 9 - 
Deeskalationsstrategien – zur Arbeit mit Gewalterfahrungen von Schülern 
mit Iris Unser, Kleinmachnow
Download Handout zum Workshop

44 mal getreten, 55 mal gekratzt, 34 mal geschlagen. Nur ein Auszug aus der Bilanz einer Gefährdungsanalyse, in deren Rahmen 273 Auszubildende befragt wurden, wie oft sie in den letzten sechs Monaten brachialen Aggressionen ausgesetzt waren. Fazit: Die große Mehrheit der Befragten fühlte sich nicht ausreichend auf eskalierende Situationen vorbereitet.
Grund genug zu handeln und ein Deeskalationstraining schon in der Ausbildung zu etablieren. Die Auszubildenden haben täglich mit Menschen in angespannten Situationen zu tun. Patienten und auch deren Angehörige geraten häufig durch das Auftreten einer Krankheit in eine innere Not, in der vermeintliche Kleinigkeiten herausfordernde Verhaltensweisen auslösen können.
Um den bestmöglichen Umgang mit Menschen mit aggressiven Verhaltensweisen zu erlernen, trainieren die Auszubildenden situativ, wie sie sich Grenzsituationen deeskalierend verhalten können.