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Notizen:


Die britischen Psychologieprofessoren Reicher und Hasslam haben mit Hilfe des britischen Fernsehsenders BBC ein ähnliches experimentelles setting aufgebaut. Den 15 Teilnehmern war erklärt worden, daß es um soziale Ungleichheit gehe. Aufgeteilt in 5 Wärter und 10 Gefangene sollten sie zwei Wochen lang die Rolle von Aufsehern und Häftlingen spielen.

Dieses Experiment verlief ganz anders. Ein fünfköpfiges Ethikkomitee hatte sich vorher monatelang mit der Frage beschäftigt, ob solh ein Experiment überhaupt heute noch zu verantworten sei. Die potentiellen Teilnehmer wurden instensiv auf ihre psychische Eignung hin überprüft. Während des gesamten Experiments wurden sie sowohl vom Ethikkomitee als auch von den Psychogen beobachte. Alles Räume waren videoüberwacht. Die Aufgabe der Wärter war es das Gefängnis effizient und sicher zu leiten, keine Gewalt anzuwenden und Respekt zu zeigen. Der Statusunterschied zwischen Wärtern und Häftlingen wurde, außer in der Anstaltsüblichen Kleidung nur subtil deutlich. Die Wärter bekamen besseres Essen. Als Strafmöglichkeiten standen den Wärtern Einzelhaft oder eine Brot- und –Wasser Diät zur Verfügung.

Unerwartet zeigten als erstes sich die Wärter besorgt über ihre Privilegien. Die Situation wurde als „Big brother-Spiel“ interpretiert und die Wärter sagten: Wenn wir das hier durchstehen gehen wir erst mal alle zusammen ein Bier trinken. Diese unerwartete Geste gab den Gefangenen Auftrieb. Sie nahmen den „weichsten“ Wärter aufs Korn und versuchten eine Strategie des „Auseinanderdividierens und Eroberns“. Die Aufseher spalteten sich in zwei Gruppen: in Autoritäre nd Antiautoritäre. Den Gefangenen gelang es eine Gruppenidentität aufzubauen.