DBfK im Gespräch mit den Landtagsabgeordneten Brigitte Meyer und Dr. Otto Bertermann
Der Personalmangel in der Pflege stand im Mittelpunkt eines Gesprächs mit der Vorsitzenden des Bayerischen Sozialausschusses im Landtag, Brigitte Meyer (FDP), dem gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Dr. Otto Bertermann und DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck. „In vielen Bereichen werden Fachkräfte händeringend gesucht. In den nächsten 20 Jahren wird sich zudem die Zahl pflegebedürftiger Menschen um mehr als 50 Prozent erhöhen und bis zum Jahr 2050 sogar verdoppeln“, berichtete Dr. Biederbeck. Dringend müssen daher Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität des Pflegeberufs eingeleitet werden. Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Pflegenden sind den Anforderungen des Pflegealltags unbedingt anzupassen, um Pflegende langfristig im Beruf zu halten.
Die gesetzliche Etablierung einer Berufsordnung und die Registrierung beruflich Pflegender sind zwei Maßnahmen, die bei den Vertretern der FDP-Fraktion positive Resonanz fanden. Auch unterstützen die beiden Abgeordneten den weiteren Ausbau dualer Studiengänge in der Pflege, um so ein attraktives Angebot für den Pflegenachwuchs zu schaffen. Auf Bundesebene wollen sie sich für eine entsprechende Änderung der Berufsgesetze einsetzen.
Die geplante Legalisierung der Ausübung einfacher pflegerischer Tätigkeiten durch osteuropäische Haushaltshilfen wird von den Vertretern der FDP-Fraktion im Landtag sehr kritisch betrachtet. Sie befürchten Wettbewerbsverzerrungen und eine weitere Preisreduzierung im ambulanten Bereich, mit dem die Betreiber ambulanter Pflegedienste nicht mehr mithalten können. Die beiden Landtagsabgeordneten versprachen, sich gegen die geplante Legalisierung auszusprechen.