Ambulante Pflegedienste bluten aus

Protestaktion vor dem Sozialministerium

Deutlich mehr Geld für ambulante Pflegedienste gefordert: Zu einer Protestaktion vor dem Bayerischen Sozialministerium haben sich Betreiber ambulanter Pflegedienste versammelt. „Die letzten Reserven sind aufgebraucht, wir sind mit unserer Geduld am Ende“, sagte Silvia Grauvogl, Ressortleiterin Ambulante Pflege im DBfK Landesverband Bayern e.V. Seit vier Jahren kämpfen die ambulanten Pflegedienste in Bayern um eine Vergütungserhöhung, bisher ohne Erfolg. Die jüngsten Gebührenverhandlungen mit dem Arbeitskreis der Spitzenverbände der Krankenkassen sind vorerst gescheitert. Auf das Angebot, die Grundlohnsumme auf 1,1 Prozent anzuheben, gekoppelt mit einer Wirtschaftlichkeitsprüfung in den Pflegediensten, wollten sich die Vertreter der privaten Leistungserbringerverbände, dem der DBfK angehört, nicht einlassen. „Alleine die Benzinkosten sind um 50 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Personal- und Sachkosten um mehr als 10 Prozent erhöht“, hieß es.

Ambulante Pflegedienste schlagen weiter Alarm und fordern einen Stopp des Preisdumpings , einen Ausgleich für steigende Kosten und die Gegenfinanzierung der Lohnsteigerungen. Sozialministerin Christa Stewens zeigte sich solidarisch: „Das Anliegen der Pflegekräfte ist voll und ganz nachvollziehbar. Die steigenden Energie- und Personalkosten schlagen sich auch bei den Pflegediensten nieder. Insoweit ist die Forderung nach einer angemessenen Erhöhung der Vergütungen durch die Kranken- und Pflegekassen in jeder Beziehungberechtigt."