"Zahl der professionellen Pflegekräfte muss sich mehr als verdoppeln"
Sozialbericht veröffentlicht
Der zweite Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern, der soeben erschienen ist, legt es offen: Die Älteren sind die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe. Mitte des 21. Jahrhunderts ist gut jeder dritte Einwohner Bayerns 60 Jahre oder älter. Auch die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den kommenden Jahren an: Insgesamt lebten Ende des Jahres 2005 302 706 Pflegebedürftige in Bayern, die Leistungen nach dem SGB XI erhalten haben. Das sind 2,4 Prozent der Bayerischen Bevölkerung. Bis 2020 erhöht sich die Zahl der Pflegebedürftigen um 37,8 Prozent. Auch die Zahl der Demenzkranken nimmt weiter zu: Bayernweit sind derzeit mehr als 160 000 Menschen erkrankt, in den nächsten 15 Jahren ist mit einem Anstieg von rund 40 Prozent zu rechnen. Daher muss sich Zahl der professionellen Pflegekräfte nach Einschätzung des Bayerischen Sozialministeriums in den nächsten Jahrzehnten möglicherweise mehr als verdoppeln. Zudem steigen die Anforderungen, da die Anzahl der schwerstpflegebedürftigen, multimorbid und Demenz erkrankten zunimmt, heißt es weiter.
Mehr Menschen möchten künftig in ihren eigenen vier Wänden alt werden: Mit dem Ausbau der ambulant betreuten Wohngemeinschaften beispielsweise bietet das Sozialministerium eine Lösung für die Betreuung Älterer. Pflegebedürftige wohnortnah zu beraten und zu begleiten möchte man auch mit der Errichtung von Pflegestützpunkten fördern. Der DBfK bietet an der Bayerischen Pflegeakademie in Gauting eine entsprechende Weiterbildung für PflegeberaterInnen an.