KREISPFLEGEAUSSCHUSS – FACHBEIRAT PFLEGE
Das Gremium (der Fachbeirat Pflege des Kreispflegeausschusses) tagt nicht regelmäßig. Vor der o.g. Sitzung hatte das Gremium fast 1 ½ Jahre nicht getagt. Die Gegenstände der Diskussion waren folgende:
- Sachstandsbericht zur Belegungssituation im Bereich der vollstationären Pflege sowie zu den Planungen im Bereich der voll- und teilstationären Pflege:
- Die Auslastung der Plätze ist sehr hoch;
- Die Verweildauer liegt noch deutlich über den Landeswerten von 1999,
bewegt sich aber darauf zu - Es sind eine Reihe von Baumaßnahmen geplant, um weitere Pflegeplätze im
Landkreis Lörrach zur Verfügung zu stellen. Die Nachfragesituation nach
Pflegeheimplätzen im Landkreis Lörrach ist angespannt
(um das mindeste zu sagen). - Fortschreibung der Bedarfseckwerte; die Ursachen für die angespannte Lage
im Landkreis Lörrach wird unter anderem darin gesehen, dass- das Land Baden-Württemberg einen sehr restriktiven Ansatz im Bezug auf
Pflegeheimplätze ansetzt; im Landkreis Lörrach ist bis auf 25 Plätze bereits
die obere Bedarfsgrenze für das Jahr 2010 erreicht! - die im Landesdurchschnitt überdurchschnittlichen Verweilzeiten
im Landkreis Lörrach; - die zunehmende Verkürzung der Liegezeiten in den Akutkrankenhäusern;
- der Förderungsstau beim Land, der Neubauten verhindert bzw. verzögert;
- der Mangel an Fachpflegekräften, der sich auf den Betrieb der Einrichtungen
negativ auswirkte; - es wird vermutet, dass die Einführung der Fallpauschalen (DRGs) in der
Krankenhausversorgung zu einer zusätzlichen Nachfrage nach
Pflegeheimplätzen führen wird.
- das Land Baden-Württemberg einen sehr restriktiven Ansatz im Bezug auf
Da von verschiedenen Einrichtungen im Landkreis Lörrach Förderanträge für Pflegeheimplätze vorliegen, diese aber ohne Anhebung der Bedarfseckwerte auf die obere Bedarfsgrenze 2010 des Landespflegeplans nicht gefördert werden können, wird dem Kreispflegeausschuss genau diese Maßnahme empfohlen. In den umliegenden Landkreisen ist die obere Bedarfsgrenze bereits zugrunde gelegt (WT, KN, EM, OG, FR Stadt und Land). Der Kreispflegeausschuss fasst diesen Entschluss einstimmig.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wird berichtet von einem Qualifikationskurs für erfahrene Pflegehilfskräfte, die binnen eines Jahres auf die Prüfung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin /Altenpfleger vorbereitet wurden und die Prüfung als Schulexterne absolvierten. Von diesen Kursen hat es zwei gegeben.
Der Kreispflegeausschuss vertagt sich auf unbestimmte Zeit. Sobald die Notwendigkeit besteht, wird die Verwaltung eine neue Sitzung einberufen.