Pflegebildung

     

2. PiD „Pflegepädagogik im Diskurs“ Fachtagung am 16.03.2012

Am 16. März 2012 fand am Universitätsklinikum Düsseldorf die 2. Fachtagung für pflegeberufliche Bildung – Pflegepädagogik im Diskurs (PiD) statt. Mit 220 Teilnehmern war die von der BAG Pflegebildung im DBfK organisierte Veranstaltung wieder sehr gut besucht. DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner versicherte in seinem Grußwort, dass der DBfK in Brüssel und Berlin präsent ist, um moderne Konzepte der Pflegebildung durchzusetzen. Alexander Daniel (BAG Pflegebildung) sprach von einer aktuellen Pflegefachkräftekatastrophe, die mit den aktuellen Interessenten an Pflegeberufen nicht zu beheben sei. In diesem Zusammenhang belegte Annette Heuwinkel-Otter nachdrücklich, dass die von der Bundesregierung und den Ländern ausgehobenen Imagekampagnen keinen Erfolg gebracht hätten.

Prof. Dr. Reuschenbach bescheinigte der Politik in seinem Vortrag ebenfalls Kurzsichtigkeit. Auch wenn die Akademisierung allein nicht imageförderlich sei, so sei das deutsche Beharren auf einer zehnjährigen Schulbildung kein Beitrag zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit. Um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, forderte er von den für Ausbildung Verantwortlichen ein offensives Vordringen in die Öffentlichkeit.
Peter Marbet, Direktor des Berner Bildungszentrums Pflege, setzt derzeit auf eine ungewöhnliche Plakatkampagne. Mit dem Slogan “tough enough?” werden alltägliche Pflegesituationen medienwirksam ins Bild gesetzt. In der Podiumsdiskussion ermunterte er die Anwesenden, den Marktwert der Pflegeberufe offensiv zu nutzen. Diesen Aspekt unterstrich auch Michael Huneke vom DBfK-Regionalverband Nordwest, als er forderte, mit einer Stimme zu sprechen. Alle Redner betonten, dass eine negative Selbstdarstellung der Berufsgruppe für den erfüllenden und abwechslungsreichen Beruf Pflege kontraproduktiv sei.
Helmut Watzlawick, Leiter des Referates Pflege und Gesundheit am Ministerium GEPA NRW, schätzte mit Blick auf das Eckpunkte-Papier der Bund-Länder-AG, dass mit ersten Absolventen einer generalistischen Pflegeausbildung auf der Grundlage eines neuen Pflegeberufegesetzes ab 2019 zu rechnen sei, wenn man sich auf politischer Ebene über die Finanzierung einigen könne.

Wir freuen uns, Sie am 15. März 2013 in Düsseldorf zur 3. Fachtagung „Pflegepädagogik im Diskurs“ begrüßen zu dürfen.
   
Das Programm mit Kurzbeschreibung der Workshops hier

Download:
Programmflyer mit allen Informationen
 



BAG Pflegebildung für die zweite Amtsperiode konstituiert

Im Januar 2012 kamen die Mitglieder der BAG Pflegebildung zu ihrem ersten Treffen der Arbeitsperiode 2012-2015 in Berlin zusammen. Die BAG setzt sich aus zehn gewählten Mitgliedern der BFG Pflegebildung im DBfK zusammen und stellt drei Delegierte in der Delegiertenversammlung des DBfK. Sprecher der BAG ist Matthias Grünewald.

Pflegebildung bewegt sich im Kreislauf von aktivem Einfluss und Rezeption neuer gesetzlicher und pädagogischer Entwicklungen. Die BAG will diese Prozesse aktiv mitgestalten. Deshalb setzen wir uns mit aktuellen pflege- und bildungspolitischen Themen auseinander. Die Ergebnisse unserer Arbeit stellen wir den DBfK-Mitgliedern und der Fachöffentlichkeit als Stellungnahmen, Fachartikel und in Form der Fachtagung Pflegepädagogik im Diskurs (PiD) vor.

Die BAG trifft sich zwei Mal jährlich zum direkten Austausch. Durch eine webbasierte Plattform und via E-Mail bleiben wir zwischen den Terminen im Austausch. Für die Zeit von 2012 bis 2015 setzen wir uns mit folgenden Themen auseinander:

  • Ablösung des Kranken- und Altenpflegegesetztes durch ein Pflegeberufegesetz
  • Auswirkungen des Deutschen Qualifikationsrahmen auf die Pflegebildung
  • Qualifikation, Berufspraxis und Erleben der Lehrenden
  • Formen einer zeitgemäßen und hochwertigen praktischen Ausbildung
  • Vorbereitung der Fachtagung PiD im März 2013
Neben der erfolgreichen Realisation der Fachtagungen PiD 2011 und 2012 veröffentlichte die BAG bis 2011 einen Kurzbericht zur Online-Befragung von Pflegeschülern zum Erleben von Praxisbegleitung und eine Stellungnahme zur akademischen Nachqualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern mit Weiterbildungsabschluss.

 

Mitglieder der BAG Pflegebildung

 

   Alexander Daniel, Gießen

Krankenpfleger, Dipl.-Pflegepädagoge (FH)
    
    Guido Giesen, München

Krankenpfleger, freiberufliche Tätigkeit als Dozent im Gesundheitswesen
   
    Ulrich Grotz, München

Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Studium zum Hauptschullehrer, Dozent für Altenpflegehilfe und Betriebliche Erste Hilfe
   
    Matthias Grünewald, Köln

(RbP), Dipl.-Pflegepädagoge (FH),
Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie
 
     Heike Jacobi-Wanke, Berlin

Krankenschwester, RN, Dipl.-Pflegepädagogin,
EM in Intercultural Education, Spielleiterin szenisches Spiel
   
    Ursula Lauf, Herten

Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Praxisbegleitung für Basale Stimulation in der Pflege, Diplom Pflegewirtin (FH), Doktorandin an der Universität Witten-Herdecke (Fachbereich Philosophie)
   
   

Frieder Lückhoff, Weimar

Krankenpfleger, Freiberuflicher Dozent, Lehrer für Pflegeberufe, Leiter und Inhaber des Lückhoff-Instituts,
Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen, Weimar

   
    Wolfgang Pasch, Krefeld

Krankenpfleger, Dipl.-Berufspädagoge
   
    Bernd Schramm, Gummersbach

Krankenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe,
Dipl.-Berufspädagoge
   

 
 

Kontakt und Informationen zur BAG Pflegebildung über

Sprecher der BAG Pflegebildung ist Matthias Grünewald. Die hauptamtliche Koordination seitens des DBfKs obliegt Michael Huneke. Gerne können Sie mit uns in Kontakt treten:

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V.,
Bundesverband
-BAG Pflegebildung-
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Email: dbfk@dbfk.de
Telefon: +49 30 2 19 15 7-0

 

Veröffentlichungen der BAG Pflegebildung

  • Die Onlinebefragung 2011 "Praxisbegleitung" endete am 23. September 2011. Die Ergebnisse werden veröffentlicht. Ein Kurzbericht ist in Die Schwester Der Pfleger in Ausgabe 12/2011 bei DBfK aktuell erschienen: hier
  • Zur akademischen Nachqualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern in der Gesundheits- und Krankenpflege mit Weiterbildungsabschluss,pdf, 99 KB


Aus dem Geschäftsbericht 2011

BAG Pflegebildung
Befragung von Schüler/innen zur Praxisbegleitung
Ziel der Befragung ist die Erfassung des quantitativen und qualitativen IST-Standes "Praxisbegleitung" im Verhältnis zu normativen respektive nicht normativen, aber publizierten SOLL-Vorgaben. In Bezug auf die Methode ist ein standardisierter Fragebogen entworfen worden, der noch bzgl. der Ergebnisse eines zweiten Pre-Tests modifiziert werden muss und (...) 
vollständigen Bericht lesen