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ZAG Altenpflege

Aktuell

"Folge 3: Psycho-soziale Veränderungen und Schmerzen beeinflussen die Nahrungsaufnahme" - Ernährung im Alter oder Essen – Lust und Frust im Pflegealltag

"Folge 4: Klient, Angehörige, Pflegende - Die Situation im ambulanten Bereich" - die neuen Folgen jetzt im April 2008 zum Download erschienen

"Leitfaden Ernährungsstatus - Umgang mit Mangelernährung." - Die DBfK Arbeitsgruppe Pflegemanagement in der stationären Altenpflege Rhein-Main-Neckar (DBfK Südwest e.V.) hat eine Handreichung für Pflegefachkräfte in der stationären Altenpflege erarbeitet, die Empfehlungen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Mangelernährung im Alter gibt.

"Schwerstarbeit beim Essen" - Beitrag in HEILBERUFE spezial Ernährung (Dezember 2006) als pdf-Datei zum Download. Der Artikel erschien in der Reihe Heilberufe spezial zum Thema Ernährung (Dezember 2006), Seite 56 bis 57.
Die themenbezogenen Heilberufe-Sonderhefte erscheinen 1-2 mal jährlich. Der DBfK bedankt sich beim Verlag Urban & Vogel (www.heilberufe-online.de) für die freundliche Erlaubnis zur Bereitstellung des Beitrages als Download.

Ernährung im Alter oder Essen – Lust und Frust im Pflegealltag
Ernährung im Alter Diese Überschrift wirft ein Schlaglicht auf Situationen rund um Mahlzeiten, um Essen und Trinken, wie sie Pflegenden hinreichend bekannt sind.
Essen ist eigentlich ein lustbetontes, ein lustvolles Ereignis, ja sogar ein sinnliches Vergnügen. Es ist „die Erotik des Alters“, wie der Volksmund sagt. Im  Alltag mit pflegebedürftigen Menschen wird daraus nicht selten ein als mehr oder weniger stark frustrierend erlebtes Ereignis. Frustrierend für Pflegende, die sich mühen, etwas besonders Schmackhaftes anzubieten, die mit Engelszungen reden, um jemanden zu motivieren, doch wenigstens ein paar Löffelchen „abzunehmen“.

Frustrierend für die pflegebedürftige Person, die keinen Appetit hat und sich bedrängt und genötigt fühlt und letztlich nur etwas zu sich nimmt, um „Ruhe zu haben“. Frustrierend auch für Angehörige, wenn die mitgebrachte Lieblingsspeise abgelehnt wird.
Fragen zur Mahlzeitengestaltung oder zu Essen und Trinken bewegen Pflegende gerade in der Betreuung und Pflege alter Menschen tagtäglich. Die Mitglieder der Zentralen Arbeitsgruppe Altenpflege im DBfK haben sich intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Daraus ist die Reihe „Ernährung im Alter; Essen – Lust und Frust im Pflegealltag“ entstanden. Die beiden ersten Folgen der mit ‚Alltagshilfen/Werkstatthefte’ überschriebenen Reihe sind bereits erschienen, weitere fünf werden folgen.

Die Reihe ist in der Praxis angesiedelt, jede Folge greift eine typische Alltagssituation rund um die Mahlzeit auf und gibt Anregungen für das Praxishandeln, ergänzt mit Hintergrundinformationen. Das Ziel ist, allen, die mit Mahlzeiten, Essen und Trinken für ältere Menschen befasst sind, Anregungen, Denkanstöße, praktische Tipps und konkrete Hinweise zu geben, wie mit der einen oder anderen als „schwierig“ erlebten Situation umgegangen werden kann.

Die Autorinnen vertreten die These: Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme, Essen ist z.B. auch Genuss und Kommunikation, gliedert den Tag, ist ein Zeichen der Zuneigung und vieles andere mehr. Um dieses „Mehr“ zu erreichen, bedarf es eines umfassenden Blickes, um zu erkennen wo Unterstützung erforderlich ist, sowie zugleich Wissen und Kreativität, um hilfreiche Unterstützung anbieten zu können. Für die Umsetzung ist u.U. Organisatorisches unerlässlich, der Austausch im Team und mit den benachbarten Berufsgruppen ist erforderlich.

 „Tischgemeinschaft – Organisation und Umfeldgestaltung von Mahlzeiten“ ist Folge 1 überschrieben.  Es geht neben der Frage, wie man „passende“ Tischgemeinschaften zusammenstellt, auch um das Thema, wie mit wenig Aufwand Alternativen zu Tischgemeinschaften geschaffen werden können, wenn das Essen in Gemeinschaft nicht möglich oder sinnvoll erscheint. Und wie kann ein Speiseraum gestaltet werden, um bei Bedarf Abgeschiedenheit, etwas mehr Privatheit und gegebenenfalls optische Trennung zu ermöglichen.

Wie körperliche Veränderungen, psycho-soziales Erleben und Schmerzen Essen und Trinken erschweren, ist unter der Überschrift „Der ganze Mensch - Was Essen und Trinken beeinflusst“ Inhalt der Folgen 2 und 3. Dabei befasst sich Folge 2 mit den körperlichen Veränderungen im Alter. Die ganz normalen, physiologischen Altersveränderungen werden beschrieben und eine Fülle leicht anzuwendender, praktischer Alltagshilfen aufgezeigt, mit denen durch die Veränderungen bedingte Einschränkungen ausgeglichen werden können -  angefangen von der Optimierung der Sitzhaltung bis zur Beschaffung besonderer Hilfsmittel.

Bei der in Kürze erscheinenden Folge 3 stehen durch psycho-soziale Veränderungen und Schmerzen verursachter Appetitmangel und dadurch gestörtes Essen und Trinken im Vordergrund. Schmerzen erkennen können, auch wenn nicht über Schmerzen geklagt wird, psychische Belastung und soziale Defizite als „Störfaktor“ der Nahrungsaufnahme wahrnehmen, sind wichtige Bestandteile pflegerischer Beobachtung. Hilfen, wie eine effektive Schmerztherapie, für die betreute Person zu organisieren und mit pflegerischen Mitteln Schmerzen zu lindern, kann die Bereitschaft zum Essen und Trinken erheblich fördern. Die Ernährungshandreichung Folge 3 liefert hier Hintergrundwissen und Anregungen für praktisches Handeln.

Folge 4 hat die Situation im ambulanten Bereich im Blick. Wie kann Essen und Trinken bei alleine lebenden Senioren gesichert und begleitet werden? Wie beeinflusst das Beziehungsdreieck Klient, Angehörige, Pflege Mahlzeitensituation und Nahrungsaufnahme?

Der Ernährung in der Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung widmet sich Folge 5. Sie vermittelt Hintergrundwissen dazu, was demenziell erkrankten Menschen die Nahrungsaufnahme erschwert und gibt Hilfen und Anregungen zur Unterstützung beim Essen und der Gestaltung von Mahlzeiten,  wenn Essen und Trinken zum Problem werden.

Essen und Trinken wird abgelehnt, trotz aller Bemühungen. Pflegende kennen diese Situation und empfinden sie oft als besonders belastend. Folge 6 der Werkstatthefte zur Ernährung im Alter widmet sich der Pflege von Menschen, die nicht genügend zu sich nehmen.

In der letzten, der 7. Folge werden die Situationsbeispiele mit exemplarischen Pflegeplanungen  nochmals aufgegriffen. Die Autorinnen orientieren sich bei der Bearbeitung der Beispiele am Pflegeprozess. Ausgehend von der jeweiligen Situationsbeschreibung „spielen“ sie das Beispiel durch, machen Vorschläge und geben Anregungen, wie mit der geschilderten Situation umgegangen werden kann, welche Lösungen sich denken lassen, welche Wege eingeschlagen werden, welche Hilfen ausprobiert werden könnten. Hintergrundwissen ergänzt den Text. So ist die Reihe der Alltagshilfen/Werkstatthefte „Ernährung im Alter“ gleichermaßen geeignet für die Unterstützung im Pflegealltag, für Lehrende, aber auch für Angehörige und sonstige am Thema Interessierte. Dazu hier eine kleine Leseprobe aus Folge 2:

Essen ist Schwerarbeit. -  Situationsbeschreibung:
Herr Oskar lebt in einem Seniorenheim. Das Mittagessen wird gemeinsam im Speisesaal eingenommen, Frühstück und Abendessen auf den Zimmern serviert. Herr Oskar hat Besuch von seiner Tochter, die ihm beim Abendbrot Gesellschaft leistet. Herr Oskar nimmt das belegte Brot wie gewohnt mit Messer und Gabel zu sich. Er kaut langsam, macht immer wieder Pausen, in denen er tief Luft holt, nimmt zwischendurch einen Schluck Bier. Nach einigen Bissen legt er mit einem tiefen Seufzer das Besteck zur Seite und sagt: „Nie hätt’ i denkt, dass Esse’ so a G’schäft sei kennt!“ (Hochdeutsch: Nie hätte ich geglaubt, dass Essen so anstrengend sein kann.)

Was fällt auf? – Pflegerische Beobachtung
              Welche Annahmen entstehen?
              Für Herrn Oskar bedeutet das Essen keinen Genuss. Es ist zu anstrengend. Er gibt auf, obwohl.......
              Klärendes Gespräch
             
Im Gespräch mit Herrn Oskar werden Veränderungen in der letzten Zeit deutlich.......

Welche Probleme ergeben sich aus pflegerischer Sicht aus der geschilderten Situation? Gibt es weitere Bereiche, die beobachtet werden sollten?

Was soll erreicht werden? – Pflegerische Ziele

Was kann getan werden, um die Situation positiv zu verändern? Mögliche Maßnahmen

Grundlagenwissen

  1. Richtige Möbel unterstützen hilfreich:
  2. Essen erfordert Bewegung - Kauen und Schlucken
  3. Allgemeines zur Gestaltung der Mahlzeiten
      1. Kleine Hilfsmittel
      2. Besteck
      3. Teller
      4. Trinkgefäße
      5. Kleiderschutz und Servietten
      6. Beschaffung und Finanzierung von Hilfsmitteln
  4. Essen im Bett

Die Werkstatthefte sind zu bestellen unter www.dbfk.de/publikationen oder bei
DBfK Verlag
Hauptstraße 90
65812 Bad Soden
Tel: 06196/766 340

 

 

 


 

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