DBfK Nordwest: Für Umsetzung von Expertenstandard werden Fördermittel vergeben

  Expertenstandards nachhaltig umsetzen - aber wie?
Mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen DNQP-Exertenstandards nachhaltig implementieren.
 
  "Expertenstandards nachhaltig umsetzen
- aber wie?"
In Kooperation mit rhein-ruhr competence consulting
   




















       
  Prozessbegleitendes Projekt zur Umsetzung des Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ unterstützt durch Fördermittel des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.
   
  Hintergrund
Jede Einrichtung der professionellen Pflege hat sich bereits in irgendeiner Form mit den nationalen Expertenstandards (DNQP) in der Pflege auseinandergesetzt. Hierbei entstehen häufig problematische Fragen:
  • Wie sollen wir mit den wissenschaftlichen Texten umgehen?
  • Welche Anforderungen erfüllen wir bereits?
  • Was müssen wir noch verändern?
In Bezug auf die Aufgabe, die DNQP-Expertenstandards nachhaltig zu implementieren, fühlen sich nicht selten Pflegeeinrichtungen überfordert. Große Unterschiede der fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie der zunehmende Fachkraftmangel verschärfen die Problematik.

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hat einen Unterstützungsbedarf der Pflegeeinrichtungen erkannt. Fördermittel zur Umsetzung des Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ werden für die Bemühungen der ambulanten Pflegedienste zur Verfügung gestellt, deren Leistungen damit honoriert und politisch unterstützt werden.

Warum Dekubitusprophylaxestandard?

Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe ist ein in den Pflegediensten bereits häufig etablierter Standard. Seit der Veröffentlichung des ersten entwickelten Standards der DNQP gibt es viele Erfahrungen in der Umsetzung. Für eine Auseinandersetzung und Implementierung eines Standards steht der Erfolg der Umsetzung im engen Zusammenhang mit einer geplanten und systematischen Vorgehensweise.
Für externe unterstützende Maßnahmen bildet das Erfahrungswissen der Pflegedienste eine hervorragende Grundlage für die Weiterentwicklung eines Standards, für die Art der Gestaltung von Bildungsarbeit, für die Planung der Umsetzungsmaßnahmen sowie für die Erfolgskontrolle in enger Abstimmung mit Experten der Pflege und Beratung. Nützliche Methoden sollen somit auch für die Einführung anderer Standards nachhaltig genutzt werden können.

Vorgehensweisen und Methoden
Entsprechend dem Entwicklungsstand der Einrichtung, wird auf Grundlage des vom DBfK Nordwest e.V. und der rrc gemeinsam entwickelten Konzeptes zur Umsetzung der Dekubitusprophylaxe, ein individueller Unterstützungsbedarf für die Einrichtungen ermittelt.
Zu Beginn des Projektes wird in jeder Einrichtung eine umfassende Analyse der vorhandenen Strukturen und Prozesse zur Dekubitusprophylaxe durchgeführt. Je nach Einrichtungsgröße dauert die Analyse ein oder zwei Tage. Anschließend wird gemeinsam mit der Führungsebene entschieden, welche der nachfolgend aufgeführten Inhalte des Konzeptes für den Pflegedienst in Frage kommen:
  • Entwicklung eines Dekubitusprophylaxestandards auf der Grundlage des Expertenstandards
  • Schulung des einrichtungsinternen Dekubitusprophylaxestandards als Voraussetzung zur Überführung in die Arbeitsprozesse
  • Wissensvermittlung und Fortbildung zur Dekubitusprophylaxe
  • Qualifizierung von Multiplikatoren
  • Punktuelle Begleitung der Multiplikatoren bei der Umsetzung in die Praxis
  • Instrumentenanwendung  – gezielte Erfolgskontrolle der Bildungsarbeit
  • Durchführung und Schulung der Mitarbeiter zur Realisierung eines Audits
  • Durchführung und Schulungen zur Prävalenzerhebung als messbarer Qualitätsindikator
Was wird gefördert?
Es werden pro Einrichtung  /  Pflegedienst 6 individuelle Beratungstage in der eigenen Einrichtung gefördert. Der Eigenanteil pro Beratungstag beträgt 400 Euro.
Zusätzlich wird die Teilnahme der Mitarbeiter an Seminaren zur Vermittlung aktuellen Wissens bezüglich der Dekubitusprophylaxe gefördert, so dass pro Mitarbeiter die Teilnahmegebühr 40 Euro (anstelle von 120 Euro) beträgt.

Nutzen für Ihre Einrichtung
  • Die Pflegemitarbeiter sind bezüglich der Dekubitusprophylaxe auf dem Stand der Künste.
  • Der Pflegedienst hat Methoden erlernt, um einen Expertenstandard zu implementieren, die er selbständig für die Implementierung weiterer Expertenstandards nutzen kann.
  • Der Pflegedienst hat die Gewissheit, fachlich den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben in Bezug auf die Umsetzung  der DNQP Expertenstandards Dekubitusprophylaxe in der Pflege.
  • Mit den Ergebnissen eines Audits kann belegt werden, dass die aktualisierte Version des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe in der Pflege implementiert ist.
       
       Preisverleihung in Niedersachsen
       (HANNOVER) Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) zeichnete am 04. April 2011 in Hannover drei Institutionen aus, die sich erfolgreich an der Ausschreibung zur Förderung von Konzepten von Expertenstandards in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten beteiligt haben. Unter den ausgewählten Organisationen ist auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V. mit dem Konzept:„Zur Implementierung der Dekubitusprophylaxe auf der Grundlage der nationalen Expertenstandards". Für den DBfK Nordwest nahmen Geschäftsführer Michael J.Huneke und Beraterin Silvia Raffel die Auszeichnung von Ministerin Özkan entgegen.
       
  Informationen zur Förderung als PDF    
  Pressemitteilung zur Preisverleihung    
  Projektpräsentation als PDF    
  Unser Partner: Rhein-Ruhr Competence Consulting    
       
  Kontakt
Benötigen Sie weitere Informationen über das Projekt, wenden Sie sich bitte an:

DBfK
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest e.V.
Lister Kirchweg 45
30163 Hannover

Ansprechpartnerin:
Anja Kokenbrink
E-Mail: nordwest@dbfk.de
Telefon (0511) 696844 0
 
   
   Unser Partner:
  rhein-ruhr competence consulting GmbH
Netzwerk zur integrierten Beratung von Einrichtungen des Gesundheitswesens
Eigenheimstraße 1 |  47229 Duisburg
Telefon (0157) 7162 19 61  |  Fax (02065) 76 46 80

Ansprechpartnerinnen:     
Karola Jansen-Flügel
E-Mail: k.jansen-fluegel@rrc-consulting.de
Silvia Raffel
E-Mail: s.raffel@rrc-consulting.de