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Newsletter MÄRZ 2019

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

Deutscher Pflegerat: Pflegepersonalstärkung durch ein Instrument zur Pflegepersonalbemessung (PPBI-Modell)

Die Expertengruppe des DPR stellte ihr grundlegendes Modell für eine bedarfsgerechte Personalbemessung auf dem 6. Deutschen Pflegetag erstmalig der Fachöffentlichkeit vor.

Mit der Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) und dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) reagiert die Politik auf den Pflegenotstand in deutschen Krankenhäusern. Seit dem 01.01.2019 sind entsprechende Regelungen für Pflegepersonaluntergrenzen in ausgewählten Bereichen (lntensivmedizin, Geriatrie, Unfallchirurgie, Kardiologie) umzusetzen. Ab 2020 sollen weitere Bereiche hinzukommen und eine Differenzierung der PpUG nach Schweregraden erfolgen.

Zusätzlich sollen die Personalkosten für die Pflege am Bett ab 2020 unabhängig vergütet und somit aus den DRG ausgegliedert werden. Zukünftig werden die Pflegepersonalkosten über ein krankenhausindividuell zu vereinbarendes Pflegebudget finanziert.

Sowohl für die Festsetzung von am Patientenbedarf orientierten Pflegepersonaluntergrenzen sowie für die Bestimmung eines Pflegebudgets ist eine Pflegepersonalbemessung unumgänglich. Eine solche Bemessung muss auf Grundlage eines einfachen Scorings erfolgen, um eine verbindliche Umsetzung ohne überbordende Bürokratie zu erreichen. Mit dem Pflegepersonalbemessungsinstrument (PPBI) hat eine Expertengruppe des Deutschen Pflegerates nun ein grundlegendes Modell für eine bedarfsgerechte Pflegepersonalbemessung entwickelt.

Zum Download auf der Webseite des DPR

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ALTENPFLEGE ZUKUNFTSTAG 2019 –
Hingehen! Mitreden! Mitgestalten!

Vom 02. – 04. April 2019 findet in Nürnberg der ALTENPFLEGE ZUKUNFTSTAG im Rahmen der Leitmesse ALTENPFLEGE statt. 

Der DBfK als offizieller Partner des Kongresses hat ein Programm mitgestaltet, welches die  Herausforderungen der Altenpflege in den Fokus rückt, um zukunftsweisende  Lösungen zu erarbeiten. Wir freuen uns, Sie vor Ort anzutreffen, um mit Ihnen die Zukunft der Altenpflege zu gestalten!

Der DBfK ist in Halle 7, Stand B32 vertreten

Zu den tragenden Säulen der ALTENPFLEGE gehört zum nunmehr 5. Mal der ALTENPFLEGE Zukunftstag. Der dreitägige messebegleitende Kongress, Motto: „Gemeinsam stark!“, besticht durch ein facettenreiches Programm, welches die führenden Köpfe der Altenpflegebranche zusammenführt. Mehr als 80 Referenten halten rund 75 Vorträge und Workshops zu den wichtigsten Themen und Entwicklungen der Pflege.

Rund 700 Aussteller präsentieren neueste Entwicklungen, Trends, Dienstleistungen und Produkte für die stationäre und ambulante Pflegewirtschaft. Nachdem die ALTENPFLEGE 2018 in Hannover stattfand, kehrt sie 2019 turnusmäßig nach Süddeutschland zurück. Die ALTENPFLEGE ist für die Branche die führende Veranstaltung und umfasst die Bereiche Pflege & Therapie, Beruf & Bildung, IT & Management, Ernährung & Hauswirtschaft, Textil & Hygiene sowie Raum & Technik. In diesem Jahr lautet das Motto der Veranstaltung: Altenpflege in Bewegung.

Weitere Infos zur Veranstaltung 

Programm als PDF für den schnellen Überblick

Für DBfK-Mitglieder gelten vergünstigte Preise 

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Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes zur Finanzierung von Vergütungszuschlägen für zusätzliche Pflegestellen in vollstationären Pflegeeinrichtungen

Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz wurden verschiedene Maßnahmen zur Entlastung und Stärkung des Pflegepersonals in ambulanten und stationären Einrichtungen geschaffen. Vollstationäre Pflegeeinrichtungen sollen mit insgesamt rund 13.000 zusätzlichen Pflegestellen im Rahmen eines Sofortprogramms bei ihrer Leistungserbringung unterstützt werden, ohne dass dies mit einer finanziellen Belastung der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen verbunden ist. Die Vergütungszuschläge werden pauschal aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung und durch die private Pflege Pflichtversicherung finanziert; die Mittel werden dem Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung zur Verfügung gestellt.

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen erhalten auf Antrag einen Vergütungszuschlag zur Finanzierung zusätzlicher Pflegestellen nach § 8 Absatz 6 SGB XI. Der Anspruch auf einen Vergütungszuschlag ist je nach Einrichtungsgröße gestaffelt (von 0,5 bis 2,0 Pflegestellen). Voraussetzung für die Gewährung des Vergütungszuschlags ist, dass die Pflegeeinrichtung über neu eingestelltes oder über Stellenaufstockung erweitertes Pflegepersonal verfügt, das über das Personal hinausgeht, das die Pflegeeinrichtung nach der Pflegesatzvereinbarung gemäß § 84 Absatz 5 Satz 2 Nummer 2 SGB XI vorzuhalten hat. Das zusätzliche Pflegepersonal muss zur Erbringung aller vollstationären Pflegeleistungen vorgesehen sein, und es muss sich bei dem Personal um Pflegefachkräfte handeln. Nur für den Fall, dass die vollstationäre Pflegeeinrichtung nachweist, dass es ihr in einem Zeitraum von über vier Monaten nicht gelungen ist, geeignete Pflegefachkräfte einzustellen, kann sie ausnahmsweise auch für die Beschäftigung von zusätzlichen Pflegehilfskräften, die sich in der Ausbildung zur Pflegefachkraft befinden, einen Vergütungszuschlag erhalten. Die Auszahlung an die einzelne Pflegeeinrichtung erfolgt jeweils zum 15. des laufenden Monats einheitlich über eine Pflegekasse.

Auf der Webseite des GKV-Spitzenverbandes findet sich im Bereich Pflegeversicherung unter Richtlinien, Vereinbarungen, Formulare bei den Finanzierungs- und Fördermaßnahmen der Download der am 28.02.2019 in Kraft getretenen Vergütungszuschlags-Festlegungen vom 04.02.2019 und das Antragsmuster.

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DBfK-Fachtagung Advanced Nursing Practice 2019

Das Netzwerk Erweiterte Pflegepraxis im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe – DBfK lädt zur Fachtagung Advanced Nursing Practice am 10.05.2019 nach Berlin ein.  Die Tagung steht unter der Fragestellung: Erweiterte Pflegepraxis nach internationalem Vorbild etablieren: Was braucht es, damit es gelingt?

Am Vormittag sind Beiträge von internationalen und nationalen Referentinnen und Referenten geplant. Am Nachmittag werden Praxisbeispiele vorgestellt und es findet eine Podiumsdiskussion statt: Wie kann die Etablierung einer erweiterten Pflegepraxis gefördert werden? Strategien und Lösungsansätze“. Dafür konnten wir u.a. anderem den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege Staatssekretär Andreas Westerfellhaus gewinnen.

Empfehlungen zur stärkeren und verantwortlichen Einbeziehung von Pflegefachpersonen in die Gesundheitsversorgung gibt es schon lange. Inzwischen bieten einige Krankenhäuser – nach internationalem Vorbild – erweiterte patientennahe Einsatzmöglichkeiten und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen an. Lernen Sie Good-Practice-Beispiele kennen und nutzen Sie die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und auszutauschen.

Eingeladen sind Pflegemanager/innen, Vertreter/innen der Kostenträger, politisch Verantwortliche, Pflegewissenschaftler/innen, Studierende sowie alle, die sich für die Etablierung einer erweiterten Pflegepraxis interessieren.

Freitag, 10.05.2019 von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin-Mitte. 

Infos und Anmeldung
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Neue Schulungsmaterialien zur aktualisierten Pflege-Charta verfügbar

Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf haben selbstverständlich die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen auch – wie sich diese Rechte im Alltag hilfe- und pflegebedürftiger Menschen widerspiegeln sollen, das fasst die deutsche Pflege-Charta zusammen. Sie ist von Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen der Pflege und der Selbsthilfe er- und aktuell überarbeitet worden. Auch der DBfK hat daran mitgewirkt. 

Das neue Schulungsmaterial zur Pflege-Charta ist seit Ende Februar auf der Webseite des ZQP und über die BMFSFJ Webseite www.wege-zur-pflege.de frei verfügbar. Die acht Artikel der Pflege-Charta sind übersichtlich aufbereitet. Dazu gibt es u.a. Erklärfilme, Präsentationsfolien, Arbeitsblätter, Vorschläge für Methoden und Instrumente sowie Druckvorlagen für Plakate und Informationsblätter. Es kann z. B. an Pflegeschulen oder in Fortbildungen, Workshops sowie Qualitätszirkeln in Pflegeeinrichtungen und -diensten eingesetzt werden.

Die aktualisierte Version der Pflege-Charta ist als Broschüre zum Download verfügbar

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Nachlese Deutscher Pflegetag 2019

Save the date: Termin Deutscher Pflegetag 2020 vom 12.-14. März in Berlin

Der Deutsche Pflegetag 2019 bot in seinem Vortragsprogramm, in Podiumsdiskussionen sowie in Workshops erneut viele neue Konzepte, Ideen und Impulse, um die Pflege voranzutreiben. Digitalisierung in der Pflege, Bildung, Lehr- und Ausbildungsreformen sowie die Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegefachpersonen und Patienten waren nur einige der vielen Themen. Mit dabei war am 15. März auch wieder der Junge Pflege Kongress des DBfK Nordost mit speziellen Angeboten für Nachwuchskräfte. Mit rund 10.000 Besuchern ist der Deutsche Pflegetag die zentrale Branchenveranstaltung für die Pflege.

Auf der Webseite zum Deutschen Pflegetag sind einige Highlights festgehalten, so auf der Startseite zwei Videos zur Kongresseröffnung mit Bundesminister/innenrunde zur Konzertierten Aktion Pflege und zur berufspolitischen Grundsatzrede.

Webseite Deutscher Pflegetag

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ZQP-Charité-Studie: Gefährliche Erreger fordern Hygienemanagement in ambulanter Pflege heraus

Antibiotikaresistente Erreger wie MRSA-Bakterien stellen nicht nur Krankenhäuser, sondern auch ambulante Pflegedienste vor erhebliche Herausforderungen. Eine neue Studie zeigt, offenbar fehlt es in manchen Diensten am richtigen Umgang: ein Risiko für Pflegebedürftige – und das Gesundheitssystem.

Ältere pflegebedürftige Menschen sind oft besonders gefährdet, durch MRSA-Bakterien schwerwiegende gesundheitliche Schäden zu erleiden oder als deren Träger solche Problemkeime zum Beispiel im Krankenhaus weiterzugeben. In diesem Zusammenhang wird die Rolle zunehmend bedeutsamer, die ambulante Pflegedienste unter anderem bei der Besiedlungs- sowie Infektionsvorbeugung für Patienten und damit auch für das ganze Gesundheitssystem spielen. Derzeit sind ambulante Dienste an der Versorgung von 830.000 Pflegebedürftigen beteiligt – das entspricht knapp einem Viertel aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland. Von 2003 bis heute ist die Zahl der Menschen, die von Pflegediensten versorgt werden, um 84 Prozent gestiegen. 

Laut einer Analyse des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) war 2016 deutschlandweit in etwa jedem zweiten nicht spezialisierten Pflegedienst von mindestens einem Mitarbeiter bekannt, dass dieser in den zurückliegenden 12 Monaten mit Problemkeimen bei Pflegebedürftigen konfrontiert gewesen war. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. In 95 Prozent der benannten Fälle handelte es ich nach Auskunft des Dienstes um MRSA-Bakterien.

Eine aktuelle Studie des ZQP und der Charité – Universitätsmedizin Berlin liefert nun deutliche Hinweise, wie groß die Herausforderung MRSA für das Hygiene-Management von ambulanten Diensten offenbar teilweise ist. Insgesamt kommen die Autoren in ihrem Beitrag für die wissenschaftliche Fachzeitschrift ZEFQ zu dem Ergebnis, dass statistisch in nur etwa 50 Prozent von MRSA-Fällen – bei den in die Untersuchung eingeschlossenen ambulanten Diensten – eine fachgerechte MRSA-Versorgung erfolgen kann. Denn: In jeweils fast einem Drittel der teilnehmenden Dienste fehlte ein festes MRSA-Sanierungsschema (29,3 Prozent) bzw. gab es kein Protokoll für MRSA-Sanierung (28,7 Prozent). In den Diensten, in denen solche Strukturen etabliert waren, fehlte den Mitarbeitenden teilweise die Kenntnis darüber. So waren dort 25,6 Prozent der Befragten das vorhandene Sanierungsschema nicht bekannt – das Sanierungsprotokoll 26,8 Prozent.

Die Untersuchung legt darüber hinaus nahe, dass sich regelmäßig durchgeführte Hygieneschulungen positiv auf das Hygienemanagement auswirken. Bei denjenigen Pflegekräften, die an einer entsprechenden Schulung innerhalb der letzten 12 Monate teilnahmen, waren die Kenntnisse über das Vorhandensein von festen MRSA-Sanierungsschemata, Sanierungsprotokollierung und Verfahrensanweisungen zum Umgang mit speziellen Erregern besser als bei den anderen Befragten.

Methodik und Vorgehensweise bei der ZQP-Charité-Studie
Für die deutschlandweite Querschnittsstudie wurde bei Mitarbeitenden von ambulanten Pflegediensten eine anonyme schriftliche Befragung per Fragebogen durchgeführt. Dazu wurden die zurückgesendeten Fragebögen mit dem Statistikprogramm SPSS quantitativ ausgewertet.
Von insgesamt 480 zufällig ausgewählten Pflegediensten konnten 107 Pflegedienste aus dem gesamten Bundesgebiet für die Teilnahme gewonnen werden. Von insgesamt 656 Mitarbeitenden wurden ausgefüllte Fragebögen zurückgesandt.

Aus der Gesamtstudie sind die der Presseinformation zugrunde liegenden Ergebnisse in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ) 2018 veröffentlicht worden. 

Zur vollständigen PM des ZQP vom 11.03.2019

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Baustelle Deutschland. Solidarisch anpacken.
Der Armutskongress 2019

Am 10. und 11. April 2019 richtet der Paritätische Wohlfahrtsverband in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Arbeiterwohlfahrt und der Nationalen Armutskonferenz, unterstützt von 25 weiteren Organisationen, unter anderem dem DBfK, in Berlin den Armutskongress 2019 aus.

Ob Mindestlohn, Bildungs- und Teilhabepaket oder Mietpreisbremse – keine der Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte war bisher tatenlos, aber keine hat die Armut wirksam zurückgedrängt. Trotz boomender Wirtschaft steigt die Armut in diesem reichen Land Jahr für Jahr. Sozialpolitisch gleicht Deutschland einer Dauerbaustelle. Doch das Thema Armut werden wir nicht los. Beim Armutkongress 2019 werden die Veranstalter Lösungen diskutieren und klare Forderungen aufstellen! 

Video-Clip zum Armutskongress auf Youtube

Facebook-Veranstaltung zum Kongress 

Alle Informationen und Anmeldung unter www.armutskongress.de

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Praxisprojekt des DNQP: 2. Aktualisierung des Expertenstandards Entlassungsmanagement in der Pflege

Der Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege wurde von einer 15-köpfigen Expertenarbeitsgruppe unter der Leitung von Professorin Dr. Bärbel Dangel zum zweiten Mal aktualisiert. Seine Veröffentlichung ist für Mai 2019 geplant. Neben der Anpassung der Inhalte an den aktuellen Stand des Wissens widmeten sich Expertenarbeitsgruppe und wissenschaftliches Team des DNQP auch der Entwicklung von Indikatoren für die interne Qualitätssteuerung.

Zur Gewinnung von Erkenntnissen zur Arbeit mit dem Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege, immerhin 15 Jahre nach seiner ersten modellhaften Implementierung, plant das DNQP für das zweite Halbjahr 2019 ein Praxisprojekt. In dem Projekt geht es um die wissenschaftlich begleitete Erhebung des aktuellen Qualitätsniveaus zum pflegerischen Entlassungsmanagement sowie die Erprobung von internen Qualitätsindikatoren auf der Grundlage des Expertenstandards hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit und Akzeptanz. Die beteiligten Einrichtungen erhalten durch die Beteiligung wichtige Informationen für die Verstetigung ihrer Qualitätsarbeit.

Das wissenschaftliche Team des DNQP sucht für dieses Praxisprojekt Krankenhäuser jeder Versorgungsart, Einrichtungen der Kurzzeitpflege und Rehabilitationskliniken, die ihr aktuelles Qualitätsniveau zum Entlassungsmanagement auf den Prüfstand stellen und weiter entwickeln wollen. Interessierte Einrichtungen sollten folgende Merkmale erfüllen:

- Unterstützung des Projektes durch das leitende Management
- Motivation zur internen Qualitätsverbesserung auf Basis von Expertenstandards
- Ressourcen zur Datenerhebung (Audit und Indikatoren zum Entlassungsmanagement)
- Benennung einer projektverantwortlichen Person, die an drei Projektsitzungen in Osnabrück teilnehmen kann (1. Sitzung 28.06.2019).

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung eine kurze Darstellung Ihrer Einrichtung, der in Frage kommenden Modellpflegeeinheiten und der Erfahrungen mit dem pflegerischen Entlassungsmanagement bei. Für Rückfragen zum Projekt steht Heiko Stehling (h.stehling@hs-osnabrueck.de oder 0541-969 7003) zur Verfügung.

Bewerbungen – per E-Mail oder auf dem Postweg – werden bis zum 31. Mai 2019 an die folgende Anschrift erbeten:

Hochschule Osnabrück | Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege
Prof. Dr. Andreas Büscher | Postfach 19 40 | 49009 Osnabrück
E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de | Internet: http://www.dnqp.de

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Gutachten des IGES Instituts: Konzept für Patientenlotsen soll Versorgung chronisch Kranker verbessern

Ein Einsatz von Patientenlotsen für bestimmte Patientengruppen mit komplexem Versorgungsbedarf wäre aus Sicht von Experten in Deutschland geboten. Dabei geht es um die Unterstützung von chronisch und mehrfach erkrankten Menschen beim Management ihrer Erkrankung angesichts einer für Patienten oft unübersichtlichen Versorgungslandschaft und fehlender Vernetzung von Leistungserbringern. Diese Hilfe könnte als zusätzliche Leistung der gesetzlichen Krankenkassen etabliert werden.

Das geht aus einem Gutachten des IGES Instituts für den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten hervor. Es entstand gemeinsam mit dem Sozialrechtler Prof. Dr. Stefan Huster von der Ruhr-Universität Bochum. Darin analysieren IGES-Wissenschaftler bestehende nationale und internationale Erfahrungen mit Patientenlotsen, international Case-Manager genannt. Sie schlagen zudem vor, wie Patientenlotsen sozialrechtlich und organisatorisch bundesweit implementiert werden können. In Deutschland existieren zahlreiche Modellprojekte mit Patientenlosten. Nur wenige davon werden bisher dauerhaft fortgeführt. Sie laufen meist regional kleinräumig.

Danach deuten Studien darauf hin, dass rund fünf Prozent der chronisch Kranken auf Unterstützung beim Management ihrer medizinischen Versorgung angewiesen sind. Auf Deutschland hochgerechnet wären dies rund 720.000 Patienten, von denen Experten zufolge schätzungsweise rund zwei Drittel ein entsprechendes Hilfsangebot nutzen würden.

Kosten von schätzungsweise 600 Millionen Euro jährlich
Ausgehend von einem Beratungsbedarf von durchschnittlich 15 Stunden pro Jahr und Patient und auf Basis gängiger Vergütung vergleichbarer Berufsgruppen ist laut Gutachten mit Kosten von gut 600 Millionen Euro für den Einsatz von Patientenlotsen zu rechnen. Demgegenüber ständen Einsparungen durch verbesserte Compliance und Versorgungskontinuität, weil durch die fachkundige Betreuung und Anleitung etwa Krankenhausaufenthalte vermieden werden können.

Als Zielgruppe sehen die Gutachter schwer oder chronisch Kranke und multimorbide Patienten, die nicht adäquat am Behandlungsprozess mitwirken können. Dies gelingt ihnen nicht, weil sie eine geringe Gesundheitskompetenz haben oder körperlich oder geistig eingeschränkt sind. Auch können sie nicht auf Hilfe aus dem privaten Umfeld zurückgreifen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihnen wie vielen anderen Menschen auch die Strukturen des deutschen Gesundheitswesens und der Zugang zu Versorgungsangeboten unklar sind. Therapeutische Maßnahmen bleiben in Folge aus oder finden nur teilweise oder verspätet statt.

Genau an dieser Problemlage sollen Patientenlotsen ansetzen. Ihre Aufgabe ist es, Patienten über ihre Krankheit zu informieren, die Versorgung zu organisieren und als kontinuierlicher Ansprechpartner bereitzustehen. Medizinische Fachangestellte, Pflegefachkräfte oder auch Soziotherapeuten mit ausgewählten Zusatzausbildungen wären den Gutachtern zufolge dafür geeignet.

Patientenlotsen als Leistung der GKV
Leistungen von Patientenlotsen sollten im SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verankert sein. Diese würden auch die Kosten tragen, eventuell mitfinanziert aus Mitteln der Pflegeversicherung. Niedergelassene Ärzte oder Krankenhausärzte könnten dem vorgeschlagenen Konzept zufolge eine Betreuung durch Patientenlotsen verordnen. Im stationären Bereich würde dies im Rahmen eines erweiterten Entlassmanagements erfolgen, um so Versorgungsbrüche nach Klinikaufenthalten zu verhindern. Patientenlotsen würden somit auch dazu beitragen, die starke Segmentierung im Gesundheitswesen zu überwinden. Basis sollte ein individuell erstellter Versorgungsplan für jeden Patienten sein, der in der Regel einen Zeitraum zwischen sechs und 12 Monaten umfasst.

Zum Gutachten des IGES Instituts

Zur Kurzversion auf den Seiten des BMG

(Quelle: Nachricht des IGES Instituts vom 19.10.2018)

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Vorankündigung:
BGW-Fotowettbewerb "Mensch – Arbeit – Alter"

Nach ihrem erfolgreichen ersten Fotowettbewerb "Mensch – Arbeit – Handicap" startet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eine zweite Wettbewerbsrunde: In diesem Jahr sucht sie unter dem Motto "Mensch – Arbeit – Alter" fotografische Beiträge rund um die Pflege älterer Menschen. Zu gewinnen sind Preisgelder von insgesamt 22.000 Euro.

Das Thema: Immer mehr Menschen benötigen im Alter Unterstützung. Pflege geht alle an, sie kann jeden und jede betreffen. Altenpflegekräfte sind unverzichtbar und leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Der Berufsalltag ist herausfordernd und anspruchsvoll, aber auch vielseitig und erfüllend.

Die BGW setzt sich für gesunde Arbeitsbedingungen in der Pflege ein. Mit ihrem neuen Fotowettbewerb lädt sie zur Auseinandersetzung mit diesem Berufsfeld ein.

Die Fotos: Fotoschaffende ab 18 Jahren sind eingeladen, in Bildern zu zeigen, was Pflege ausmacht. Idealerweise werben die Werke in ihrer Grundaussage für gute Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf, unterstreichen seine Bedeutung oder zeigen seine attraktiven Seiten. Sie können aber auch unzureichende Zustände thematisieren.

Es besteht keine Beschränkung bei der Motivwahl. Alle Beiträge, die sich ernsthaft dem Wettbewerbsthema widmen, sind willkommen. Pro Person kann wahlweise ein Einzelfoto oder eine bis zu fünf Motive umfassende Fotostrecke eingereicht werden.

Der Ablauf: Einzureichen sind die Wettbewerbsbeiträge zwischen dem 1. April und dem 12. Juli 2019. Eine interdisziplinäre Fachjury wählt daraus die besten Werke aus. Die Preisverleihung erfolgt am 19. März 2020 beim Fachkongress "BGW forum" für die Altenpflege in Köln.

Weitere Informationen zu dem Fotowettbewerb gibt die BGW unter
www.bgw-online.de/fotowettbewerb

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BAR: Neue Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess veröffentlicht

Die Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess ist in einer neuen Fassung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)erschienen.

In einem intensiven Prozess auf Ebene der BAR haben die Reha-Träger Regelungen erarbeitet und miteinander vereinbart, wie sie die neuen Vorschriften des SGB IX auslegen und umsetzen. Dabei wurden Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes im Zusammenhang aufgegriffen und das Vorgehen bei einzelnen Elementen des Prozesses wie z.B. der Zuständigkeitsklärung, Bedarfsermittlung und -feststellung oder Teilhabeplanung konkretisiert.

Die zum 1.12.2018 in Kraft getretene Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess kann bei der BAR bestellt werden und steht auf der BAR-Homepage als Download zur Verfügung.

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Wissenschaftliche Weiterbildung für Gesundheitsberufe – Erprobung neuer berufsbegleitender Zertifikatsangebote an der Hochschule Osnabrück

Die Hochschule Osnabrück entwickelt und erprobt im Rahmen der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ in dem vom BMBF geförderten Forschungsverbundprojekt „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens“ (KeGL) verschiedene Zertifikatsmodule und Units. Angesprochen sind alle im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen, also auch Pflegende.  Eine Anmeldung ist für folgende Zertifikatsmodule oder einzelne Units ab sofort möglich:

Modul 1: Versorgungskontinuität, Patientenübergaben und Patientensicherheit
Start: 26.04.2019
Unit 1: Versorgungskontinuität und Patientensicherheit
Unit 2: Übergaben zwischen Institutionen, Abteilungen und Schichten

Modul 2: Rechtliche Aspekte der Patientensicherheit in Gesundheitseinrichtungen
Start: 10.05.2019
Unit 1: Haftungsrechtliche Aspekte in arbeitsteiligen Gesundheitseinrichtungen
Unit 2: Gewalt in arbeitsteiligen Gesundheitseinrichtungen

Modul 3: Tools und Techniken eines patientenzentrierten Sicherheitsmanagements
Start: 19.09.2019
Unit 1: Tools und Techniken des Risikomanagements
Unit 2: Patientenzentriertes Sicherheitsmanagement und Empowerment

Modul 4: Veränderungsmanagement für Einrichtungen im Gesundheitswesen
Start: 27.09.2019

In den Zertifikatsmodulen bzw. Units werden relevante Bedarfe aus der Berufspraxis wissenschaftlich fundiert aufbereitet, um für die Anwendung im Versorgungsumfeld einen größtmöglichen Nutzen zu entfalten. Eine Teilnahme ist auch ohne formale Hochschulzugangsberechtigung möglich und im Rahmen der Pilotierung kostenfrei.

Die Module sind berufsbegleitend konzipiert. Zwischen den Präsenzterminen finden in der Regel begleitete Selbstlernphasen im Blended Learning-Format statt. Die Teilnahme an nur einzelnen Units ist ebenfalls möglich.

Anmeldung
Pro Modul können max. 20 Personen teilnehmen.
Anmeldungen können ab sofort erfolgen unter
www.kompetenzentwicklung-gesundheitsberufe.de


Nähere Informationen können Sie dem Flyer sowie der Webseite entnehmen.

Ansprechpartnerin für Information und Beratung
Frau Anja Gieseking | Tel.: 0541 969-3273
E-Mail: kompetenzentwicklung-gesundheitsberufe@hs-osnabrueck.de

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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