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Newsletter JUNI 2019

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

Wunsch oder Zwang? Teilzeitarbeit in der direkten Pflege

Ihre Meinung ist uns wichtig:
Bietet die Teilzeitquote eine Chance, den Pflegefachpersonenmangel zu verringern?

Um den Fachpersonenmangel in der Pflege abzufangen, steht immer wieder ein Ansatz zur Diskussion: Wichtige und schnell verfügbare Ressource für Personalaufstockung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit

Auch bei der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) war das Thema in der Arbeitsgruppe 2; als wichtiges Handlungsfeld hat sie sich „Beruflich Pflegende (zurück-)gewinnen und halten“ vorgenommen. Dazu wollen sich „Pflegeeinrichtungen und die Krankenhäuser dafür einsetzen, dass ihre Führungskräfte die bei ihnen beschäftigten Teilzeitkräfte weiterhin gezielt motivieren, ihre Teilzeit aufzustocken oder in die Vollzeit zurückzukehren.“ (Maßnahmenkatalog der KAP, Seite 52)

Mehr als 50% der professionell Pflegenden arbeiten in Teilzeit – aus unterschiedlichen Gründen. Doch sie könnten bereit sein, mehr zu arbeiten – wenn sich die Bedingungen am Arbeitsplatz grundsätzlich und nachhaltig ändern. Wie groß ist das Interesse daran, dass Arbeitszeit aufgestockt wird – bei Teilzeitbeschäftigten bzw. bei den Arbeitgebern?

In unserer kurzen Online-Umfrage soll es um diese Aspekte gehen: Wir möchten wissen, warum Sie in Teilzeit arbeiten. Die Umfrage richtet sich an Pflegefachpersonen in der direkten Pflege, die in Teilzeit arbeiten oder einen speziellen Vertrag haben (z. B. Arbeit auf Abruf).

Zum Ausfüllen benötigen Sie etwa fünf bis zehn Minuten. Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt. Nach Auswertung der Umfrage bis Anfang September können Sie die Ergebnisse auf der Homepage des DBfK abrufen.

Der Link zum Fragebogen: www.surveymonkey.de/r/DBfK-Teilzeit-2019

Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen und den Hinweis auf die Umfrage auch weiter verbreiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Teilnahme an der Umfrage.

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Impulspapier der DBfK-Schmerzexperten zum Entlass-Management

„Wenn Schmerz-Patienten aus der Klinik kommen: Defizite beim Entlass-Management“

Mit dem 5-seitigen Papier lenkt die Fachgruppe Pflegeexperten Schmerz im DBfK den Blick auf eine Schnittstelle, die immer wieder Probleme bereitet: Die Entlassung aus dem Krankenhaus in die weitere Versorgung. Besonders brisant wird es, wenn Patienten mit Betäubungsmitteltherapie betroffen sind. Denn es ist verboten, diese Medikamente für einen Übergangszeitraum – z.B. das Wochenende – von der Station mitzugeben. Es werden Ziele des Rahmenvertrags Entlass-Management sowie Untersuchungen zur Umsetzung dargelegt. Zahlreiche Beispiele zeigen, welche Defizite in der Überleitung von Patienten mit BtM Therapie auftreten und wie sie zustande kommen.

Download auf der DBfK Webseite www.dbfk.de

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BGW-Präventionsratgeber veröffentlicht: Prävention von Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte

Viele Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflege- und Betreuungseinrichtungen erleben in ihrem Arbeitsalltag verbale oder körperliche Gewalt. Aber längst nicht alle wissen, dass bei solchen Vorfällen unter Umständen die gesetzliche Unfallversicherung greift. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt ihren Mitgliedsunternehmen Tipps, wann Extremerlebnisse gemeldet werden sollten. 

Wie Unternehmen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege Übergriffen auf Beschäftigte bestmöglich vorbeugen können, was nach einem Vorfall zu tun ist und welche Unterstützung die BGW ihren Mitgliedsbetrieben und Versicherten bietet, zeigt die neue Broschüre "Prävention von Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte". 

Zu finden ist sie – wie weitere Informationen zum Thema – unter www.bgw-online.de/gewalt.

Auch beim diesjährigen Fachkongress "BGW forum – Gesundheitsschutz in Krankenhaus und Klinik" vom 2.-4. September 2019 in Hamburg stehen die Themen der Prävention von Gewalt gegen Beschäftigte auf dem Programm. 

Weitere Informationen unter www.bgwforum.de

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rbb-Reportage: Dement - aber noch da!

Der Alptraum: am Ende unseres Lebens auf einer Pflegestation für Demenzkranke zu landen. Was wirklich in der Abgeschiedenheit solch einer Einrichtung geschieht, wissen wir oft nicht.

Für eine Woche im Herbst 2018 begibt sich Autorin Cosima Jagow-Duda in eine geschützte Demenzstation, um es herauszufinden. Sie will nicht nur mit der Kamera beobachten, sondern das Personal begleiten und den Menschen begegnen.

Schnell wird ihr klar: Menschen mit einer Demenz haben meist nur die Orientierung und ihr Gedächtnis verloren. Fühlen können sie nach wie vor. Je nach Tagesform sind sie offen oder verschlossen, gut oder schlecht gelaunt, sind aufmerksam oder schalten ab. Sie nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und verstellen sich nicht, denn sie erleben die Welt um sich herum ähnlich wie kleine Kinder.

Durch Zuwendung und Körperkontakt, durch alte Lieder und Melodien, durch eine klare Sprache, durch Bilder, Fotos und Farben kann man ihre Emotionen noch ansprechen, auch, wenn der Verstand schon lange müde ist.

Die Reportage zeigt überraschende Einblicke in die sonst gut abgeschirmte Black-Box Demenzstation.

Abruf in der ARD Mediathek

(Quelle: rbb-Ankündigung vom 2.4.2019, Erstausstrahlung 20.04.2019 in Himmel und Erde - rbb Fernsehen, verfügbar bis 20.4.2020)

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DNQP: Aktualisierung des Expertenstandards
„Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege“

Aufruf zur Bewerbung als Expertin/Experte für die Expertenarbeitsgruppe des DNQP

Das DNQP aktualisiert im Auftrag der Vertragsparteien nach § 113 SGB XI den Expertenstandard zum Thema „Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege“. Eine Expertenarbeitsgruppe unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Klaus Wingenfeld (Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld) und der Moderation von Prof. Dr. Andreas Büscher (DNQP) wird sich ab Herbst 2019 mit den neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis befassen und mögliche Änderungen an Expertenstandard und Kommentierungen diskutieren. Geplant sind eine bis zwei Expertenarbeitsgruppensitzungen sowie eine Konsultationsphase Anfang 2020, zur öffentlichen Diskussion des Expertenstandard-Entwurfs.

Qualifizierte Interessentinnen und Interessenten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden gebeten, sich bis zum 22. Juli 2019 schriftlich (gerne auch per E-Mail) mit den entsprechenden Informationen an die Geschäftsstelle des DNQP zu wenden. 

Informationen und Details auf der Webseite des DNQP
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Bericht aus der Schweiz zu Advanced Practice Nursing:
Tandembetreuung mit Vorteilen für alle Beteiligten

Neue Berufsbilder des Hausarztes und der Advanced Practice Nurse betreuen Patienten im Tandem und bieten veränderte Betreuungsformen an. Patientenkonferenzen zu diesen Themen unterstützen das gemeinsame Lernen und zeigen den Kompetenzenshift zwischen den Berufsbildern in der interprofessionellen Grundversorgung.

Monique Sailer Schramma et al (2019). Tandembetreuung mit Vorteilen für alle Beteiligten. Primary and Hospital Care - Allgemeine Innnere Medizin 2019;19(2):52–56

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Neue Webseite: Pflegekammerkonferenz

Nach der Ankündigung der Einberufung der Pflegekammerkonferenz auf dem Deutschen Pflegetag 2019 fand am 14. Juni 2019 in Berlin die konstituierende Sitzung statt.

Die drei bestehenden Landespflegekammern haben gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat e. V. (DPR) die Pflegekammerkonferenz gegründet. Die Pflegekammerkonferenz ist die Bundesvertretung der landesrechtlich geregelten Pflegekammern. Sie ist die berufspolitische Interessenvertretung der Pflegefachberufe auf Bundesebene, dient der länderübergreifenden Kommunikation sowie der Harmonisierung von Ordnungen. Sie vernetzt die Aktivitäten der bestehenden Landespflegekammern. Als Arbeitsgemeinschaft der Pflegekammern arbeitet sie aktiv an pflege- und gesundheitspolitischen Entscheidungen auf Bundesebene mit.

Informationen zu Akteuren, Themen und Zielen auf der Webseite der Pflegekammerkonferenz (Arbeitsgemeinschaft der Pflegekammern - Bundespflegekammer)

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Landesmodellprojekt Gemeindeschwesterplus:
Präventive Hausbesuche bei Senioren erfolgreich

Modellprojekt Gemeindeschwesterplus in Rheinland-Pfalz wird fortgesetzt und ausgeweitet

Wie lässt sich Pflegebedürftigkeit verhindern oder verzögern und zugleich Lebensqualität und Teilhabechancen bei älteren und hochbetagten Menschen verbessern? Ein Antwort darauf sind präventive Hausbesuche als Angebote von Kommunen für ihre älteren Bürger. Das hat das Landesmodellprojekt Gemeindeschwesterplus in Rheinland-Pfalz, das von 2015 bis Ende 2018 in sieben Modellregionen des Landes durchgeführt wurde, eindrucksvoll gezeigt. Land und Krankenkassen haben sich deshalb gemeinsam entschieden, das Projekt fortzusetzen und auszuweiten. In über 7.000 präventiven Hausbesuchen konnten mehr als 3.000 hochbetagte Menschen erreicht und zu ihrer Lebens- und Gesundheitssituation beraten und unterstützt werden. 

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat das Projekt wissenschaftlich begleitet, Land und Kommunen beraten und die Gemeindeschwesternplus qualifiziert. 

Abschlussbericht und Empfehlungen stehen auf den Seiten des Ministeriums kostenlos zum Download zur Verfügung.

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Aktion Demenz e.V. veröffentlicht
Memorandum „Technik, Sorge und Demenz“

Die bürgerschaftliche, deutschlandweite Initiative Aktion Demenz e.V. versteht Demenz als eine Seinsweise des Lebens und sieht die Gesellschaft in der Verantwortung, ein teilhabeorientiertes Leben von Menschen mit Demenz zu ermöglichen. Die drängende Dynamik des technologischen Fortschritts schürt auch die Hoffnung, die mit einem Leben mit Demenz verbundenen Beeinträchtigungen und Belastungen überwinden zu können. Diese Erwartungen werden von der Aktion Demenz aufmerksam und kritisch begleitet. 

Mit dem Memorandum „Technik, Sorge und Demenz“ sollen Impulse gesetzt und Fragestellungen verbreitet werden.

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Bendel, Oliver (Hrsg.). Pflegeroboter.
Springer Gabler, Wiesbaden 2018

Dieses Open-Access-Buch bündelt technische, wirtschaftliche, medizinische und ethische Reflexionen über Pflegeroboter. Pflegeroboter, im Moment noch mehrheitlich Prototypen, unterstützen oder ersetzen menschliche Pflegekräfte bzw. Betreuer. Sie bringen Kranken und Alten die benötigten Medikamente und Nahrungsmittel, helfen beim Hinlegen und Aufrichten oder alarmieren den Notdienst. Vorteile von Pflegerobotern sind durchgehende Verwendbarkeit und gleichbleibende Qualität der Dienstleistung. Nachteile sind Kostenintensität (bei möglicher Amortisation) und Komplexität der Anforderungen. 

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Bendel trafen sich im September 2017 Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen im Rahmen eines Ladenburger Diskurses der Daimler und Benz Stiftung, um über den aktuellen und künftigen Einsatz von Pflegerobotern zu sprechen und Forschungspotenziale zu identifizieren. Die Autoren gehen in ihren Beiträgen auch Fragen aus Wirtschafts-, Medizin- und Informationsethik nach: Wer trägt die Verantwortung bei einer fehlerhaften Betreuung und Versorgung durch die Maschine? Inwieweit kann diese die persönliche und informationelle Autonomie des Patienten unterstützen oder gefährden? Ist der Roboter eine Entlastung oder ein Konkurrent für Pflegekräfte? Antworten müssen von Wissenschaft und Gesellschaft gefunden werden.

Download Open Access des e-books oder Einzelkapitel

(Quelle Verlagsinformation)

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Delivered by Women, Led by Men: A Gender and Equity Analysis of the Global Health and Social Workforce

The report, produced by the WHO Global Health Workforce Network’s Gender Equity Hub, (co chaired by WHO, and Women in Global Health), is the latest gender and equity analysis on the health workforce— looking collectively for the first time at issues of leadership; decent work free from all forms of discrimination, harassment, including sexual harassment; gender pay gap; and occupational segregation—across the entire workforce. It calls for gender-transformative policies and measures to be put in place if global targets such as universal health coverage (UHC) are to be achieved. This report serves as an essential resource to all policy-makers, practitioners, researchers, educators and activists that must make it part of their core business to understand and effect change.

Download Executive Summary 
(statement German Nurses Association: remarkable and informative!)

Download Full Report

Delivered by women, led by men: A gender and equity analysis of the global health and social workforce. Geneva: World Health Organization; 2019 (Human Resources for Health Observer Series No. 24). Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO.

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Marianne und Margaritha für den Friedensnobelpreis!
„Eine Millionen Unterschriften“

Die Korean Nurses Association startet eine weltweite Unterschriftensammlung, um die österreichischen Krankenschwestern Marianne Stöger und Margaritha Pissarek für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen

Marianne Stöger pflegte auf der Insel Sorok für 43 Jahre Leprakranke (1962–2005), Margaritha Pissarek ab 1966 für 39 Jahre. Sie taten dies freiwillig und unentgeltlich. Marianne und Margaritha haben mit sämtlichen gesellschaftlichen Vorurteilen gegenüber den Leprakranken gebrochen, indem sie auch den nahen Kontakt zu ihnen nicht scheuten. Diese Tradition setzte sich weiter fort: Für die Krankenschwestern auf Sorok ist heutzutage die Behandlung ohne Handschuhe eine Selbstverständlichkeit. Zudem ist aus der Insel Sorok ein regelrechtes Mekka für freiwillige Mediziner und Mitarbeiter geworden. Die beiden Frauen leben heute wieder in Österreich.

Die Korean Nurses Association will das hingebungsvolle Leben der beiden Frauen als Beispiel für die gesamte Menschheit setzen und hat eine weltweite Unterschriftsammlungsaktion für den Vorschlag zum Friedensnobelpreis gestartet! Die Preisverleihung würde die Insel Sorok zum Symbol der Heilung und Hoffnung und das Opfer der Beiden zum gemeinsamen Wert der Menschheit machen.

Zur Unterschriftenliste auf der Webseite der Korean Nurses Association.
Informationen sind in verschiedene Sprachen übersetzt und auch in Deutsch vorgehalten (siehe den Button)

Auf Youtube ist ein Video zur Kampagne veröffentlicht

Auf der ICN Webseite ist ein Flyer mit Details zum Leben und Wrken und zur Aktion veröffentlicht.

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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