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Newsletter SEPTEMBER 2019

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

Neue DBfK-Online-Umfrage zu „Pflegepersonaluntergrenzen“

Am 1.10.2019 startet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine neue Online-Umfrage. Es geht um den Umgang mit den Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG), die seit Januar 2019 in vier sogenannten ‚pflege-sensitiven‘ Bereichen der Krankenhäuser gelten: der Intensivmedizin, Unfallchirurgie, Kardiologie und Geriatrie. Die PpUG sorgen für erhebliche Turbulenzen und Verwerfungen, heftige Widerstände und hohen zusätzlichen bürokratischen Aufwand in den Kliniken. Beobachtungen zeigen zahlreiche negative Folgen, z.B. die kurzfristige „Verschiebung“ von Patient/innen und Beschäftigten zwischen Stationen mit und ohne Untergrenzen, Personalreduktion in Krankenhäusern mit besserer Personalausstattung, Bettensperrungen, mehr kurzfristige Änderungen des Dienstplans, Zunahme des „Holens aus dem Frei“ bei Pflegefachpersonen usw. Und immer mehr Berichte zeigen, dass all dies professionell Pflegende mehr be- als entlastet und nichts für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten tut.

In der – natürlich vollständig anonymisierten - Online-Umfrage soll es um solche Aspekte gehen. Sie richtet sich ausdrücklich nur an Pflegefachpersonen im Krankenhaus, die in bettenführenden Bereichen tätig sind bzw. als Vorgesetzte deren Personalplanung zu verantworten haben. Gefragt wird nach konkreten Erfahrungen in der Umsetzung der PpUG und nach einer persönlichen Einschätzung der Effekte. Die Umfrage ist kurz und kann mit wenigen Klicks beantwortet werden. Machen Sie mit und leiten Sie die Information dazu samt Link zur Umfrage gern weiter. Wir hoffen auf rege Beteiligung und erwarten interessante Ergebnisse.

Die Umfrage läuft vom 1. Oktober bis 30. November 2019 –
Zugang über die DBfK Startseite

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Nicht ohne Nebenwirkungen:
DBfK-Papier zu Leiharbeit in der Pflege

Auch wenn sie nach wie vor mit einem Anteil von etwa 2% eine Nische geblieben ist, hat die Zeitarbeit in der Pflegebranche doch zunehmend Rückenwind bekommen und lockt mittlerweile auch Pflegefachpersonen mit hoher Qualifikation und stark nachgefragten Spezialisierungen an.

Was einerseits als Lückenfüller hochwillkommen ist, sorgt andererseits zunehmend für Probleme und innerbetriebliche Konflikte – und verschlingt viel Geld, das an anderer Stelle fehlt. Selbst die Konzertierte Aktion Pflege hat sich dem Thema gewidmet; das Bundesgesundheitsministerium sucht Wege, um Leiharbeit in der Pflege wieder einzudämmen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat nun ein 6-seitiges Impulspapier veröffentlicht: „Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege“. Es beschreibt die Entwicklung der Leiharbeit in den vergangenen Jahren, nennt aktuelle Zahlen, stellt die Ursachen der Zunahme von Arbeitnehmerüberlassung in Pflegeberufen dar und beleuchtet die Auswirkungen all dessen für
a) die zu pflegenden Menschen,
b) die Stammbelegschaften,
c) die Versorgungsqualität,
d) die entleihende Einrichtung und
e) die Leiharbeitnehmer/innen selbst.

Schließlich werden Lösungsansätze dargestellt und Forderungen formuliert, die sich an alle Verantwortlichen im und für das Gesundheitswesen richten. An der Verpflichtung, in den Unternehmen nachhaltig gute Arbeitsbedingungen für Pflegefachpersonen zu schaffen und sie so zu binden, führt kein Weg vorbei. Dafür muss nach Jahren der Minimalstandards bei Pflegekapazität ein grundsätzliches Umdenken in der Pflegepersonalstrategie und –bemessung erfolgen. Das Papier kann als Argumentationshilfe und zur strategischen Ausrichtung in der Politik und bei Unternehmensleitungen zum Einsatz kommen.

Das Impulspapier zum Download: Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege

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Aktualisierter Aufruf Health for Future:
Gesundheit braucht Klimaschutz!

Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und zugleich die größte Gefahr für die menschliche Gesundheit. Und: Es bleibt uns nur noch wenig Zeit zu handeln.

Als Ärzt*innen, Pflegekräfte, Therapeut*innen, Studierende und Auszubildende der Gesundheitsberufe und Beschäftigte im Gesundheitssektor haben wir eine besondere Verantwortung. Wir müssen deutlich machen, dass es sich hier um einen medizinischen Notfall handelt: Ein intaktes Klima und Ökosystem sind unabdingbare Voraussetzungen für menschliche Gesundheit und Wohl­ergehen. Wir müssen für Klimaschutz aktiv werden – persönlich, beruflich, gesellschaftlich, politisch.

Wir treten dafür ein, dass

  • die „Behandlung“ der Klimakrise und ihrer Folgen für die Gesundheit eine zentrale Aufgabe des Gesundheitssektors wird,
  • die Ziele des Pariser Abkommens und der 1,5°C‑Begrenzung eingehalten werden,
  • Deutschland bis 2035 klimaneutral wird,
  • die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels bei sämtlichen Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden,
  • das Thema Klimawandel und Gesundheit in den Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Gesundheitsberufe verpflichtend verankert wird.
  • Wir unterstützen Fridays for Future und beteiligen uns mit eigenen Aktionen und Projekten an der notwendigen Transformation des Gesundheitssektors und unserer Gesellschaft.
Wir rufen alle in Gesundheitsberufen Tätigen dazu auf mitzumachen. Beteiligen Sie sich oder initiieren Sie eigene Aktionen für unser gemeinsames Ziel:

Gesunde Menschen auf einem gesunden Planeten

Zur Unterzeichnung des Aufrufs und zur Webseite Health for Future

Der DBfK unterstützt die Initiative der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG)
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Unterstützung Forschungsprojekt Family Importance in Nursing Care, Nurses‘ Attitudes across Europe

In den letzten Jahren nimmt die Bedeutung der Familie im pflegerischen Kontext zu. Pflegende besitzen die Möglichkeit und die Entscheidungskompetenz, die Familie in den Pflegeprozess einzubeziehen. Bislang gibt es wenige Erkenntnisse, wie Pflegende in ihrer Arbeit Familien gegenüber eingestellt sind. Mit dem Ziel, mehr über die handlungsleitenden Einstellungen von Pflegenden gegenüber Familien zu erfahren, entwickelte eine schwedische Forschungsgruppe um Frau Dr. Benzein das Assessmentinstrument FINC-NA (Families‘ Importance in Nursing Care - Nurses Attitudes). Dieses Instrument wird aktuell im europäischen Forschungsprojekt „Family Importance in Nursing Care, Nurses‘ Attitudes across Europe“ angewandt.

Als Fragebogen dient die deutsche Übersetzung des FINC-NA in einer Online Version, welcher in der Zeit vom 14. August 2019 bis zum 14. Dezember 2019 ausgefüllt werden kann. Die Befragung dauert ca. 20 Minuten. Die Daten werden auf einem Server der Universität Witten/Herdecke sicher gespeichert und sind Fremden nicht zugänglich. Die anonymen Daten werden sowohl der europäischen Forschungsgruppe für einen Ländervergleich zur Verfügung gestellt als auch von uns für weitere Analysen genutzt. 

Zum  Fragebogen

Für Rückfragen steht die Forschungsgruppe an der Universität Witten/Herdecke gerne unter finc-na@uni-wh.de zur Verfügung.

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Neues Qualitätssystem in der stationären Altenpflege
startet zum 1.10.2019

Als wichtigen Meilenstein in der stationären Pflege bewertet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) das neue indikatorengestützte Qualitätssystem anlässlich seines morgigen Starts.

Das Verfahren zur Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege wurde grundsätzlich neu aufgelegt. Eigens zum Zweck der umfassenden Datenerhebung wurde eine sogenannte Datenauswertungsstelle eingerichtet, welche die von den Einrichtungen erfassten Daten sammelt, prüft und auswertet. Auf Grundlage dieser Daten erhalten die Einrichtungen einen Feedback-Bericht, den sie für das interne Qualitätsmanagement nutzen können.

Auf der Webseite der BAGFW steht eine umfangreiche Informationssammlung zum Thema „Qualitätsindikatoren in der stationären Pflege“ zur Verfügung.

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Pflege-Forum „Krankenhäuser im Reform-Marathon“

Das Programm des diesjährigen ‚Forum Pflege im Krankenhaus‘ am 19. November im Rahmen des Deutschen Krankenhaustags in Düsseldorf steht fest. Drei interessante Programmblöcke werden in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr im CCD-Ost, Raum R der Messe Düsseldorf angeboten:

I. Wer wird morgen pflegen?
   a. Pflegebudget
   b. PPBI – Personalbemessungsinstrument im Krankenhaus
   c. Dienstplan als Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit
II. Gesundheit im Krankenhaus fördern – eine Aufgabe der Pflege
   a. Gesundheitskompetenz stärken
   b. Patientenberatung
III. Führung – heute und morgen
   a. Pflege führen – Qualität sichern – Wirtschaftlichkeit stärken
   b. Kompetent führen
   c. Berufsnachwuchs sichern als Führungsaufgabe.

Im Anschluss an dieses Programm wird es bis ca. 17:00 Uhr noch einen „Marktplatz“ zum Thema Pflegepersonalstärkungsgesetz geben. Drei Praxisbeispiele der Umsetzung werden vorgestellt und es bleibt darüber hinaus Zeit für einen Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Die Teilnahme am Forum Pflege beim Deutschen Krankenhaustag ist kostenlos. 

Zum Programm im 42. Deutschen Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA 2019

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Das ist Pflege!
Hamburg startet umfangreiche Kampagne für den Pflegeberuf

Dass der Pflegeberuf besser ist als sein Ruf, dass er interessant, vielseitig und attraktiv sein kann, er vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet sowie einen wichtigen Beitrag in einer immer älter werdenden Gesellschaft leistet – das zeigen ab heute Hamburger Pflegefachkräfte und Auszubildende zusammen mit der Gesundheitsbehörde, der Schulbehörde sowie Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser in einer groß angelegten Kampagne. In den Hamburger Kinos, in Sozialen Medien, auf Plakaten und Veranstaltungen werben sie alle zusammen für den Pflegeberuf als einen Beruf der Zukunft und begleiten auf diese Weise die Einführung der neuen generalistischen Pflegeausbildung, die 2020 beginnt.

Zum Start der Kampagne unterstrichen Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und Bildungssenator Ties Rabe  im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), dass die Pflege von Menschen aller Altersstufen ein zukunftssicherer Beruf bleibt. Ein Ziel der Kampagne ist es, die Ausbildungszahlen um weitere zehn Prozent zu steigern und das Image der Pflege nachhaltig zu verbessern.

Zur Kampagnenwebseite „Das ist Pflege“ - auf www.das-ist-pflege.de

Zum Videoclip: Mit Herz, Humor und Handschuhen: Das ist Pflege. 

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Zwei neue Fernreisen für DBfK-Mitglieder in 2020

Haben Sie die Urlaubsplanung für 2020 bereits begonnen? Nach den guten Erfahrungen vergangener Jahre bieten wir in 2020 wieder zwei unterschiedliche Mitgliederreisen nach Fernost an, eine im Frühjahr und eine im Herbst. Enthalten sind neben touristischen Highlights auch jeweils Fachexkursionen; für jede der Reisen kann außerdem ein Anschlussprogramm gebucht werden.

Wo soll es hingehen?
a) Vom 09. bis 16. Februar 2020 in das „Reich der Mitte“ : Peking, Chinesische Mauer, Shaolin-Kloster …
b) Vom 06. bis 15. September 2020 nach Chengdu, Suzhou und Shanghai, u.a. mit einem Besuch des Panda-Forschungszentrums.

Reiseveranstalter ist wieder der bewährte Reisedienst Bartsch. Details zu beiden Fernreisen, den Ausflugsprogrammen, Fachexkursionen, Konditionen, Anmeldung usw. finden Sie unter der DBfK-Seite zu den Mitgliederreisen 2020.

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EUROSTAT: Vermeidbare Todesfälle im Jahr 2016

Im Jahr 2016 starben in der Europäischen Union (EU) rund 1,7 Mio. Menschen im Alter von unter 75 Jahren. Nach der kürzlich erarbeiteten Eurostat-OECD-Liste vermeidbarer Todesfälle können rund 1,2 Mio. dieser Todesfälle als vorzeitig betrachtet werden. Herz- und Lungenkrankheiten stehen bei den vermeidbaren Todesfällen an erster Stelle.
Davon hätten 741 000 Todesfälle durch wirksame öffentliche Gesundheitsmaßnahmen und 422.000 Todesfälle durch rechtzeitige und wirksame Gesundheitsfürsorge vermieden werden können.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier 

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CfA: Complex Interventions in Mental Health -
HORATIO Congress Berlin, 14-16 May 2020

Psychiatric and mental health Nursing employs a large variety of psychosocial interventions. The focus here is, for example, on health education, the promotion of mental health and well being, including psychotherapeutic interventions and measures to support the recovery process of patients and their relatives. Similar to other areas of the health system, many of these interventions in Psychiatric and Mental Health Nursing are complex interventions. “Complex Interventions” are activities that contain a number of component parts with the potential for interactions between them, which, when applied to the target population, produce a range of possible and variable outcomes.

​As practitioners and scientists, we ask ourselves how scientific findings can be implemented effectively and efficient and, above all, sustainable with long-term success. During the congress we would like to focus on this topic. Of course, you are also welcome to submit contributions on any other topic dealing with psychiatric care within and outside Europe.

Closing date for Abstract submission is November 30, 2019. Your submission will be reviewed by the festival scientific committee and you can expect to be notified of their decision in January 2020

For more information please visit Horatio Congress Website 

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Digital health systems, the role of nurses and health system financing

The latest issue of Eurohealth provides a valuable overview of the key issues surrounding the digitalization of health systems and how to leverage the benefits of digital health.
It includes a guest editorial by Hans Kluge, Director of the Division of Health Systems and Public Health in the WHO Regional Office for Europe, and a collection of stimulating articles on themes ranging from governance and leadership of digital health to building public trust to support the secondary use of personal health data. This issue also features case studies from United Kingdom (developing effective policy to support artificial intelligence in health and care), Israel (digital health driven prevention), Estonia (ePrescription), Denmark (eHealth portal) and Kazakhstan (the future development of digital health).

Download Digital health systems at European Observatory on Health Systems and Policies

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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