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Newsletter APRIL 2020

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen zur CoViD-Pandemie

Zur Unterstützung und zur Klärung mancher Unsicherheiten hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine umfangreiche Informationsseite bereitgestellt. Sie beantwortet häufig gestellte Fragen, vor allem zu Arbeitsrecht und Arbeitsschutz. In kompakter Form zusammengestellt wurden aber auch Webinare, Informationen, Tipps, hilfreiche Links und Arbeitshilfen für Unternehmer/innen, zu Hygiene, Auswirkungen der Krise auf die Ausbildung sowie weitere Themen.

Wir bitten zu beachten, dass wir nicht die tagesaktuelle Entwicklung bzw. die besondere Lage in jedem Bundesland abbilden können, sondern an dieser Stelle spezifische Informationen zum Umgang mit der Corona-Krise vor allem für Pflegefachpersonen aufbereiten. Auch aufgrund der föderalistischen Struktur Deutschlands gibt es Informationen und Regelungen zu einzelnen Fragestellungen, die in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt werden.

Die aktuelle Situation fordert uns als Gesellschaft insgesamt und unsere ganze Solidarität miteinander. Wir wollen als Berufsverband unseren Teil zu einer verantwortungsvollen Bewältigung der Krise beitragen. Den uns darüber hinaus übertragenen politischen Auftrag nehmen wir ernst: Es gilt, Lehren aus der Krise zu ziehen. Wir sammeln - auch auf der Grundlage der Rückmeldungen unserer Mitglieder - wo dringender Handlungsbedarf ist, mit dem Ziel, dies nach der CoViD-Pandemie in politische Entscheidungen zu überführen, um für die nächste Krise besser gewappnet zu sein. Und um die Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit außerhalb von Krisenzeiten zu verbessern. 

DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen zur CoViD-Pandemie

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Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK:
Informationen zur CoViD-Pandemie

Der DBfK stellt im Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK wichtige und interessante Links für Leistungserbringer im SGB XI-Bereich rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 (Informationen, Risikobewertungen, Risikogebiete, Hygienemaßnahmen, Kontaktdaten und Hotlines) sowie länderspezifische Sonderseiten zur Verfügung.

Die letzten Aktualisierungen werden immer in rot dargestellt!

Zur Internetseite auf dem Portal www.dbfk-unternehmer.de

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International Council of Nurses veröffentlicht Prioritätenliste zur Bekämpfung von COVID-19

Der International Council of Nurses (ICN) hat eine Liste der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie veröffentlicht und fordert deren Umsetzung von allen Regierungen weltweit ein. Grundlage dieser Prioritätenliste sind Informationen und Rückmeldungen, die ICN von den nationalen Pflegeberufsverbänden – darunter dem DBfK als deutsches ICN-Mitglied - und Pflegefachpersonen „an der Front“ erhalten hat.

Diese Haupt-Prioritäten sind ein Aufruf zum Handeln und fordern, dass alle Teile der Gesellschaft einschließlich Regierungen, Gesundheitsorganisationen und Wirtschaft an einem Strang ziehen müssen, um das Virus zu bekämpfen. Benannt sind praktische Schritte, die alle Länder umsetzen und in ihre Pandemiepläne aufnehmen sollten. Nach Auffassung der weltweiten Pflegeberufsverbände wird es nur durch konstruktive und enge Zusammenarbeit gelingen, die notwendigen Ziele zu erreichen, damit die Auswirkungen der Pandemie so gering wie irgend möglich bleiben und sie eines Tages besiegt werden kann. Bei all dem müssen die Interessen und das Wohlergehen der professionell Pflegenden bestmöglich aufrechterhalten werden.

Die 12 wichtigsten Prioritäten im Kampf gegen COVID-19 sind nach Einschätzung von ICN:

- Vor allem: ungehinderter Zugang zu einer ausreichenden Menge hochwertiger und tauglicher persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Pflegende und anderes Gesundheitspersonal.

- Sicherstellen, dass alle Pflegefachpersonen eine angemessene evidenzbasierte Ausbildung in Infektionsprävention und -kontrolle sowie die aktuellsten COVID-19-spezifischen Anleitungen und Schulungen erhalten.

- Gesundheit und Wohlbefinden von Pflegenden und anderem Gesundheitspersonal ist zu schützen.

- Rasche Implementierung/Verstärkung umfassender Überwachungssysteme zur Nachverfolgung und Identifizierung von Infektionen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen.

- Finanziellen Schutz und angemessene Vergütung von Pflegenden sicherstellen.

- Bereitstellung einer sicheren und effektiven Registrierung und Regulierung, wenn das Pflegepersonal schnell aufgebaut wird.

- Gewährleistung eines zeitnahen, sicheren und wirksamen Einsatzes des Pflegepersonals in Bereichen mit hohem Bedarf und hoher Komplexität.

- Neue Modelle zur Pflege und innovativen Versorgung anregen, entwickeln und fördern.
- Öffentliche Unterstützung zeigen und den Wert des Pflegepersonals für die Gesellschaft anerkennen.

- Auf Steuerungspotenzial der Pflege setzen.

- Eine verlässliche, koordinierte COVID-19-Strategie für die Gesundheit der Bevölkerung entwickeln und umsetzen – mit aktiver und maßgeblicher Beteiligung der Pflege.

- Von der COVID-19-Pandemie lernen, um für die Zukunft besser vorbereitet zu sein.

ICN Call to Action: COVID 19

Zur vollständigen PM vom 11.04.2020 auf der DBfK Homepage

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Internationaler Tag der Pflegenden 2020 im weltweiten Jahr der Pflegenden und Hebammen

Das Motto des Internationalen Tags der Pflegenden und Hebammen am 12. Mai 2020 lautet: Nursing the World to Health. Damit fokussiert der International Council of Nurses (ICN) die große Bedeutung der professionellen Pflege für alle Menschen dieser Welt. Die drei Pflegeberufsverbände DBfK, OEGKV (Österreich) und SBK (Schweiz) haben sich für den deutschsprachigen Raum auf diese Übersetzung geeinigt: Die Welt GESUND PFLEGEN. Der DBfK stellt Materialien bereit.

Auf der Themenseite Pflege international bekommt das Statement der ICN-Präsidentin Annette Kennedy zum Internationalen Tag der Pflegenden durch die CoViD-Pandemie und die derzeitige Situation der beruflich Pflegenden noch einmal besonderen Wert und Nachdruck.

Zudem sind zwei Texte aus dem ICN-Handbuch ausgewählt, die thematisch im Jahr der Pflegenden und nicht zuletzt durch die aktuellen Entwicklungen eine besondere Bedeutung haben.

Zum einen ein Beitrag zur Personalausstattung in der Pflege von Dr. Linda H. Aiken und Dr. Matthew McHugh von der Universität Pennsylvania, USA. Zum anderen ein Beitrag über die Frau, die in diesem Jahr ganz besonders im Fokus steht: Florence Nightingale. Der Geburtstag der Pionierin der Krankenpflege jährt sich am 12. Mai 2020 zum 200. Mal. Prof. Anne Marie Rafferty und Christophe Debout würdigen die Leistungen Nightingales und überlegen, wie sie sich wohl im Jahr 2020 für die Pflege eingesetzt hätte. So würde sie sich z.B. aus ihrer Empörung heraus an die Arbeit machen, Zeit für die Behebung des Mangels an Pflegepersonal fordern und ihn auf der internationalen politischen Agenda nach oben eskalieren lassen, indem sie ihn zum internationalen Notstand erklärt.

Der Kurzlink zum Weiterverbreiten lautet www.dbfk.de/ind2020

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Auf der Sonderseite zum Jahr der Pflegenden und Hebammen 2020 haben wir viele unterschiedliche Materialien zusammengestellt (IND-Toolkit und Poster, Originaltexte und Übersetzungen, Statements, weiterführende Infos zu Social Media Angeboten u.a.). Die Initiativen im Jahr der Pflegenden und Hebammen 2020 werden gemeinsam durchgeführt und getragen von der WHO, dem ICN und der Initiative NURSING NOW. Diese Seite bietet interessierten Redaktionen, aber auch Einrichtungen des Gesundheitswesens, die eigene Aktivitäten im Jahr der Pflegenden und Hebammen planen und vorbereiten möchten, Informationen. Die Seite wird laufend aktualisiert und ergänzt.

Der DBfK hat mit freundlicher Genehmigung des ICN als Download Auszüge aus dem diesjährigen Handbuch zum Internationalen Tag der Pflegenden ins Deutsche übersetzt.

Das vollständige 64-seitige Handbuch in englischer Sprache ist als Download verfügbar.

In diesem Zusammenhang weist der DBfK darauf hin, dass der 12. Mai (International Nurses Day) der „Internationale Tag der (professionell) Pflegenden“ ist, nicht „der Pflege“.

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Bündnis für gute Pflege: Offener Brief zum dringenden und eiligen Bedarf von Schutzkleidung in der Pflege

In einem offenen Brief haben sich am 07.04.2020 die 23 Verbände und Organisationen im Bündnis für Gute Pflege (auch der DBfK), sowie weitere Unterstützerinnen und Unterstützer, darunter Verbände der Interessenvertretung pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger, Wohlfahrts- und Sozialverbände und Gewerkschaften an die Minister Spahn und Altmaier sowie an alle Gesundheitsminister*innen der Länder gewandt, um ergänzend zu den zahlreichen Statements vieler Spitzenorganisationen auch aus diesem Zusammenschluss zu betonen, dass die Maßnahmen und Ergebnisse zur Beschaffung und Verteilung von persönlicher Schutzausrüstung seit Wochen unzureichend sind und deutlich energisches Handeln geboten ist.

Sehr geehrter Herr Bundesminister, 

Bewohner*innen in der stationären Langzeitpflege und Menschen, die von ihren Angehörigen, weiteren Pflegepersonen, Assistenzkräften oder von ambulanten Pflegediensten versorgt werden, gehören zu der Risikogruppe, die besonders gefährdet ist, an Covid-19 zu sterben.

Erste Infektionswellen in stationären Einrichtungen zeigen die fatalen Folgen von Infektionsketten, wenn es keinen umfassenden Schutz durch entsprechende Ausrüstung gibt.

Die Situation ist für die Pflegebedürftigen, deren Pflegepersonen sowie alle Beschäftigten - von der Pflege über die Betreuungskräfte bis zu Hauswirtschaft und Reinigung - gefährlich und extrem belastend. Gesundheit und Leben der Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen sind gefährdet. Deshalb appellieren wir an Sie, die Ausstattung mit Schutzkleidung in der Pflege mit höchster Priorität voranzutreiben. Zur Schutzausrüstung gehören neben Schutzmasken auch Schutzkittel, die vor allem in Quarantänesituationen in stationären Einrichtungen sowie in der häuslichen Pflege dringend notwendig sind.


Wir bitten Sie auf folgende Maßnahmen hinzuwirken:
 - die zentrale Beschaffung von Schutzausrüstung;
 - klare Zuständigkeiten und Ansprechpartner*innen in allen Ländern bzgl. der Verteilung von Schutzausrüstung;
 - die Stimulation der Produktion von Schutzausrüstung nach den Standards des Medizinproduktegesetzes in Deutschland.

Die Verpflichtung für Unternehmen, ihre Produktion umzustellen, wenn die Produktion von Schutzausrüstung technisch möglich ist, darf kein Tabu sein; fachlich abgestimmte Empfehlungen, z. B. des RKI, zu vor Ort handhabbaren Alternativen zu Einweg-Schutzausrüstung sowie der Aufbereitung von Mehrwegschutzausrüstung, die mit in den Einrichtungen und Diensten sowie Haushalten vorhandener, „normaler“ Technik umgesetzt werden können; Material, das zu überteuerten Preisen am Markt angeboten wird, muss im Rahmen der zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten in die Versorgung eingespeist werden, ohne dass dadurch den Versorgern ein wirtschaftlicher Schaden entsteht;

Eine kurzfristige Erhöhung der Pauschale für zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel gemäß §40 Abs. 1 SGBXI auf 80€.

Wir erwarten Transparenz über Art und Anzahl beschaffter Schutzausrüstung, über den Verteilungsschlüssel auf die Länder sowie die weiteren Verteilungsschlüssel auf die verschiedenen Einrichtungsarten und –träger. Darüber hinaus braucht es landesspezifische Informationen für Pflegehaushalte, in denen beschrieben ist, wo und wie Pflegehaushalte Schutzausrüstung erhalten können.

Neben der extremen gesundheitlichen Gefährdung der Pflegebedürftigen verschärfen Infizierung bzw. Erkrankung von Pflegekräften die schon vor der Krise sehr angespannte Personalsituation und gefährden die Versorgung. Da auch pflegende Angehörige von SARS-CoV-2, den Schutzmaßnahmen der Bevölkerung sowie dem Mangel an Schutzausrüstung betroffen sind, können sie diesen Mangel nicht auffangen. Vielmehr brauchen sie selbst dringende Unterstützung, damit die Versorgung in der häuslichen Pflege nicht zusammenbricht.

Wir weisen weiter darauf hin, dass auch in der Behindertenhilfe sowie bei anderen Angeboten und Hilfen für Menschen in existenziellen Notlagen Schutzkleidung und Desinfektionsmittel fehlen und Berücksichtigung in der Verteilung finden müssen.

Für das Bündnis für Gute Pflege steht fest, dass die Beschaffung von Schutzkleidung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Während einer Pandemie können einzelne Träger und Akteure keine Lösungen finden, wenn es am Markt keine Schutzausrüstung in ausreichender Menge gibt, die angebotenen Materialien zu völlig überteuerten Preisen gehandelt werden und es inzwischen zu dubiosen Geschäftspraktiken beim Handel mit Schutzausrüstung kommt.

Wir fordern Sie auf, unverzüglich dafür zu sorgen, dass schnellst möglichst Schutzausrüstung in ausreichender Anzahl und Qualität zur Verfügung gestellt wird, damit Pflegebedürftige, deren Angehörige und die Beschäftigten geschützt werden.

Mit freundlichen Grüßen, 
Im Namen des Bündnisses für GUTE PFLEGE

Zur Homepage Bündnis für Gute Pflege 

zum Dokument: https://bit.ly/2wrl6Sh

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Einrichtungsübergreifendes CIRS mit Covid-19 Bezug

In dieser herausfordernden Zeit gilt es, Kräfte zu bündeln und im Hinblick auf die Krisenbewältigung hilfreiche Tipps und Maßnahmen aber auch Risiken transparent zu machen. Deswegen hat sich das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) mit drei Mitgliedsunternehmen zusammengefunden, um Informationen und Ressourcen in einem gemeinsamen Angebot kostenfrei öffentlich zur Verfügung zu stellen. Kernstück ist ein auf Fragen rund um Corona ausgerichtetes Meldesystem für kritische Ereignisse und Hinweise auf konkrete Handlungs- und Verbesserungsmöglichkeiten (CIRS).

Zum Meldeportal: https://www.cirs-health-care.de/covid-19-cirs

Außerdem hat das APS selbst eine Seite mit Informationen und Hilfestellungen rund um Corona eingerichtet, die laufend aktualisiert wird. Zur Webseite beim APS

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DBfK-Positionen zu ‚Stärkung von Gesundheitskompetenz‘ und ‚Refinanzierung hochschulischer Pflegeausbildung‘

Aufgabe der Pflege: Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitskompetenz als Fähigkeit, gesundheitsbezogene Information finden, verstehen, beurteilen und nutzen zu können, ist eine wichtige Grundlage für den besseren Umgang mit der eigenen Gesundheit und Krankheit und ihren Folgen. Neben der Bewältigung von chronischen und akuten Krankheiten zeigt sich das auch bei unerwarteten Ereignissen, wie z.B. dem Auftreten einer Epidemie/Pandemie oder den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.
Eine hohe Gesundheitskompetenz erleichtert die Bewältigung aller gesundheits- und krankheitsbezogenen Nachwirkungen und minimiert gesundheitliche Risiken. Die Förderung der Gesundheitskompetenz muss deshalb für alle Gesundheitsprofessionen, insbesondere aber die Pflegeberufe, selbstverständlicher Bestandteil des eigenen Handelns werden.

Einer 2016 veröffentlichten Studie zufolge hat allerdings mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland erhebliche Probleme im Umgang mit gesundheitsrelevanten Fragen.
Das Positionspapier beleuchtet Hintergründe, definiert Schritte hin zu mehr Gesundheitskompetenz der Allgemeinheit und leitet Forderungen für die Rolle der Pflegeberufe hierbei ab.

Download ‚Stärkung von Gesundheitskompetenz‘ 

Literaturempfehlungen zur Vertiefung

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Refinanzierung der primärqualifizierenden hochschulischen Pflegeausbildung

Der Bedarf an hochschulqualifizierten Pflegefachpersonen ist bundesweit so hoch wie nie. Der Wissenschaftsrat empfiehlt seit Jahren, dass 10 bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs hochschulisch ausgebildet werden soll. Ebenso wurden von der AG1 der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) o.g. 10 Prozent aufgenommen mit dem Ziel, „bis zum Ende der Ausbildungsoffensive 2023 die Anzahl der Studienplätze für eine hochschulische Pflegeausbildung bundesweit deutlich zu erhöhen“.

Die primärqualifizierende hochschulische Pflegeausbildung ist kein Selbstzweck, sondern stellt insbesondere die pflegerische Versorgung angesichts der epidemiologischen und demografischen Entwicklungen sicher („komplexe Pflegesituationen“). Sie ist darüber hinaus unerlässlich, um im zukünftigen Skill- und Grademix in der Pflege Fallverantwortung zu übernehmen. Zahlreiche Studien (u.a. Aiken, L. 2014) zeigen die Bedeutung von hochschulqualifizierten Pflegefachpersonen für die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung.

Allerdings stellt die derzeit fehlende Refinanzierung eine Benachteiligung sowohl der ausbildenden Einrichtungen als auch der Studierenden dar! Dies betrifft sowohl die Praxisanleitung als auch die Vergütung/Aufwandsentschädigung für die zu leistenden Praxisstunden der Studierenden. Die Folgen: Probleme der Hochschulen bei Kooperationsvereinbarungen mit Praxispartnern der Ausbildung sowie geringe Attraktivität eines primärqualifizierenden Pflegestudiums.
Das Positionspapier liefert Fakten und Informationen, zeigt Lösungswege auf und fordert die politisch Verantwortlichen auf, die Bedingungen für das primärqualifizierende Pflegestudium schnell, einheitlich und nachhaltig zu verbessern.

Download ‚Refinanzierung hochschulischer Pflegeausbildung‘

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Geschlechtsspezifische Gewalt: „digital + real“
bff-Video-Kampagne mit Online-Aktivist*innen

Seit dem 16. März läuft die Kampagne „digital + real.“ Wöchentlich wurde eines der vier
Kampagnen-Videos veröffentlicht. Darin informiert der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe gemeinsam mit Maja Bogojević, Jasna Strick und Anne Wizorek über unterschiedliche Formen von digitaler Gewalt. Mit der Kampagne wird die Digitalisierung von (Ex)Partnerschaftsgewalt und Stalking in den Fokus gerückt.
Der bff vertritt als Dachverband rund 200 Fachberatungsstellen - diese vermerken bereits seit Jahren einen Anstieg an Beratungsanfragen zu digitaler Gewalt in Beziehungen und nach Trennungen. 

In den Videos wird diskutiert, wie eine solidarische Unterstützung von Betroffenen und ein Netz
ohne Gewalt und Diskriminierung aussehen können. Der Einsatz gegen geschlechtsspezifische digitale Gewalt muss ebenso die Verschränkungen mit Rassismen, Antisemitismus, Gewalt gegen LGBTIQA+ und Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Noch viel zu oft werden Betroffene und ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt nicht ernst genommen, die damit einhergehenden Einschränkungen, Verletzungen und Belastungen abgetan. Digitale Gewalt überschreitet in den meisten Fällen die Grenze zur Straftat, wird aber in den wenigsten Fällen strafverfolgt.

Zur Video-Kampagne digital + real 

Auf der bff-Webseite aktiv-gegen-digitale-gewalt.de können alle Informationen zu digitaler Gewalt, Technik und Beratung gefunden werden.

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Vorabveröffentlichung: Handbuch Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP)

Anlässlich der aktuellen COVID-19-Situation stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) maßgebende Teile des Handbuchs Krankenhausalarm- und -einsatzplanung bereits vor Veröffentlichung des Gesamtwerks zum Download bereit, ferner COVID-19-Planungsempfehlungen der DAKEP sowie eine Pandemie-Checkliste für Krankenhäuser.

Die Herausgabe des bereits seit längerer Zeit angekündigten Handbuchs Krankenhausalarm- und einsatzplanung (KAEP) ist für das Jahr 2020 geplant. In der aktuellen Situation sind die Vorbestellungen für das Handbuch noch einmal sprunghaft angestiegen, was den Informationsbedarf der einzelnen Krankenhäuser sowohl für KAEP im Allgemeinen als auch zur Bewältigung der aktuellen COVID-19-Lage verdeutlicht.

Zu den Downloads auf der BBK-Webseite

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ZQP bietet Corona-Dokumentation für Pflegende an

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie stehen viele professionell Pflegende vor besonders belastenden Diensten. Fachlich und emotional wird sehr viel von ihnen abverlangt. Ihre hoch relevanten Erfahrungen aus der Pflege im Zeichen der Corona-Krise dokumentiert das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Die Ausbreitung von COVID-19 in Deutschland hat erhebliche, teilweise dramatische Folgen für die Pflegesituation in Deutschland. Nicht zuletzt die Beschäftigten in der Langzeitpflege stehen vor außergewöhnlich belastenden Wochen – in einem System, das sich ohnehin schon vielerorts an den Grenzen des Zumutbaren für alle Beteiligten befindet. Was das eigentlich wirklich heißt, wird erst in einigen Monaten völlig klar sein. 

Auffällig ist aktuell aber: Viel zu selten werden bisher die Pflegenden selbst gehört. Dabei sammeln sie in der jetzigen Ausnahmesituation bedeutsame Erfahrungen und Kenntnisse in Bezug auf spezifische Versorgungsprobleme, Fehler und Lösungsansätze. Daraus muss für die Zukunft gelernt werden können. Darum ist es heute schon wichtig, dieses Wissen aus der Pflegepraxis zusammenzutragen und auszuwerten. 

Hierzu stellt die gemeinnützige Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) das Angebot „Krisenerfahrung teilen“ bereit. Pflegefachleute aber auch Pflegehilfskräfte, ehrenamtliche Unterstützer sowie pflegende Angehörige können per E-Mail an krisenerfahrung@zqp.de ganz ungefiltert mitteilen, was Sie im Kontext der COVID-19-Krise erleben, empfinden und gelernt haben. Die Inhalte werden im ZQP anonymisiert in eine Dokumentationssoftware überführt und nach Ende der Krise ausgewertet. Die ursprüngliche E-Mail wird gelöscht.

„Wir wissen, dass sich viele Pflegende am Rande der Erschöpfung befinden. Dennoch bitten wir um so viele kurze oder lange Berichtsspenden wie möglich. Dabei ist die Form nicht entscheidend. Über Formulierungsfeinheiten und Rechtschreibfehler sollte sich in dieser Lage niemand zu viele Gedanken machen“, sagt Simon Eggert, Bereichsleiter Analyse und Kommunikation im ZQP. Die Schilderungen seien in jedem Fall wertvoll. Das ZQP sieht es als gesellschaftliche Verantwortung, aus den Erfahrungen der Pflegexpertinnen und -experten in Bezug auf die COVID-19-Pandemie zu lernen. Individuelle Erlebnisberichte könnten dazu ein wichtiger Baustein sein. „Es ist wichtig, die Geschichte dieser außergewöhnlichen Herausforderung des Gesundheitssystems nicht nur aus medizinischer Sicht oder mit verengtem Blick auf das Krankenhaus zu schreiben. Denn ein Hauptakt des SARS-CoV-2-Dramas spielt sich in Pflegeheimen und Wohnungen ab. Nur verschiedene Perspektiven werden also ein ganzheitliches Bild ergeben – und darauf sind wir alle angewiesen“, so Eggert weiter.

Mehr zu diesem Angebot auf der COVID19-Infoseite des ZQP

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DIVI-Stiftung: Ausschreibung Forschungsförderung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe

Die DIVI Stiftung vergibt eine Forschungsförderung in Höhe von 5.000 Euro im Bereich der Gesundheitsfachberufe. Darunter fallen insbesondere Berufe im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Der Preis wird in Form einer einmaligen finanziellen Zuwendung zur Unterstützung von klinischen und wissenschaftlichen Projekten in der Intensivmedizin und Notfallmedizin vergeben.

Die finanzielle Zuwendung des Stipendiums dient als Beitrag für Sachmittel und/oder Aufwendungen zur Implementierung und Realisation von wissenschaftlichen Aktivitäten in den Gesundheitsfachberufen.

Der Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 31. Juli 2020.

Weitere Informationen auf der DIVI Webseite

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New Covid-19 Health Systems Response Monitor

Health systems throughout the world are facing enormous pressure from the COVID-19 pandemic. As these challenges grow, governments and policy-makers across the European Region are calling for clear and comparable health systems evidence to inform their policies and to help strengthen their capacity to respond to this unprecedented crisis.

To address this, the European Observatory on Health Systems and Policies, WHO Regional Office for Europe, and the European Commission are leading on a timely initiative to systematically monitor health system responses to the COVID-19 pandemic. The COVID-19 Health Systems Response Monitor is an innovative platform which will collect and organize up-to-date information and enable cross-country analyses and comparisons of responses to the pandemic, as well as mapping wider public health initiatives, across the European Region.

The website aims to serve as a resource for health systems decision-makers tackling the pandemic. By collating country narratives on response and impact, and providing links to key websites and essential data relevant to COVID-19, the platform will be of real value to those who across the Region who are responding to the crisis and seeking to mitigate its far-reaching consequences.

Visit the COVID-19 HSPM platform

Read the press release about the launch

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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