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Newsletter MAI 2020

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

DBfK-Aktion #PflegeNachCorona –
die Neubewertung der Pflege

Seit Beginn der Corona-Krise weiß man plötzlich: Die Pflegeberufe sind systemrelevant. Eine grundlegende Neuausrichtung des Gesundheitswesens wurde versprochen, deutlich mehr Anerkennung für pflegerische Arbeit, eine Aufwertung in mehrfacher Hinsicht soll kommen. Was die Pflegenden dahingehend erwarten und welche Schritte alle Verantwortlichen nun gehen müssen, bündelt die DBfK-Kampagne #PflegeNachCorona

Mit dem Start zum Internationalen Tag der Pflegenden 2020 bieten wir beruflich Pflegenden mit www.pflegenachcorona.de eine Plattform, auf der Forderungen an Politik und Gesellschaft u.a. zu den Themen Mitsprache, Bezahlung, Arbeitsbedingungen, Bildung und Gesundheit formuliert werden können. Aktionen in den kommenden Wochen sollen den gesammelten Forderungen bis zu einer Abschlusskundgebung im November 2020 Nachdruck verleihen, Adressaten werden u.a. die Gesundheitsministerien auf Landes- und Bundesebene, Bundeskanzlerin und Bundespräsident sein.

Zur Webseite #PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege

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DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen zur CoViD-Pandemie

Zur Unterstützung und zur Klärung mancher Unsicherheiten hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine umfangreiche Informationsseite bereitgestellt. Sie beantwortet häufig gestellte Fragen, vor allem zu Arbeitsrecht und Arbeitsschutz. In kompakter Form zusammengestellt wurden aber auch Webinare, Informationen, Tipps, hilfreiche Links und Arbeitshilfen für Unternehmer/innen, zu Hygiene, Auswirkungen der Krise auf die Ausbildung sowie weitere Themen.

DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen zur CoViD-Pandemie

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Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK:
Informationen zur CoViD-Pandemie

Der DBfK stellt im Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK wichtige und interessante Links für Leistungserbringer im SGB XI-Bereich rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 (Informationen, Risikobewertungen, Risikogebiete, Hygienemaßnahmen, Kontaktdaten und Hotlines) sowie länderspezifische Sonderseiten zur Verfügung.

Die letzten Aktualisierungen werden immer in rot dargestellt!

Zur Internetseite auf dem Portal www.dbfk-unternehmer.de

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Psychische Belastung bis Trauma beruflich Pflegender durch Corona - Live-Talk am 25.5.

Lockerungsmaßnahmen der öffentlichen Corona-Eindämmungsstrategie suggerieren eine Entspannung, die beruflich Pflegende in ihrem Alltag nicht erreicht. – Im Gegenteil. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK widmet sich dem Thema psychischer Belastung beruflich Pflegender in der Corona-Krise gemeinsam mit Psychotherapeut/innen. 

Psychologin und Traumatherapeutin Dr. Henrike Zellmann beantwortet am 25. Mai 2020 ab 17 Uhr Fragen, die vorab an nordwest@dbfk.de gesandt werden können und erläutert psychotherapeutische Unterstützungsoptionen im einem Live-Stream auf YouTube. Der Live-Talk leitet ein an beruflich Pflegende adressiertes Kooperationsangebot von Deutschem Berufsverband für Pflegeberufe DBfK und Psychotherapeut/innen ein.

YouTube Live-Talk, 25. Mai 2020, 17 Uhr
Dr. Henrike Zellmann, Klinische Psychologin / Traumatherapeutin
Drektlink zum YouTube-Live-Stream
Frageneinsendung an nordwest@dbfk.de; Betreff: „Webinar 25.5.“

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

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S.I.G.N.A.L. e.V.:
Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt in der Corona-Krise

Informationen für Fachpersonen im Gesundheitsbereich

Mit der Ausbreitung von SARS-CoV-2 und den deshalb beschlossenen Maßnahmen ist davon auszugehen, dass es durch die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens zu einer Zunahme von häuslicher Gewalt kommt. Anbei finden Sie Informationen, wie Sie diesem im Gesundheitsbereich begegnen können.

Download: Berlin - Information für Gesundheitsfachpersonen
Download: Bundesweit - Informationen für Gesundheitsfachpersonen

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Stärker als Gewalt

Die bundesweite Initiative "Stärker als Gewalt" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet Informationen für Betroffene von häuslicher Gewalt sowie zum Erkennen von Gewalt, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und nennt Hilfsangebote.

BMFSFJ-Webseite Initiative stärker als Gewalt

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S.I.G.N.A.L. - Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt e.V. engagiert sich seit 20 Jahren für eine sensible und kompetente gesundheitliche Versorgung von Erwachsenen, die von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, und ihren stets mitbetroffenen Kindern.

Zur S.I.G.N.A.L.-Webseite 

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Netzwerk Pflegeforschung im VPU:
Pflege ist systemrelevant – nicht nur in Corona-Zeiten

Gemeinsame Stellungnahme zum Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in Deutschland

Als die WHO das Jahr 2020 zum Jahr der Pflegenden und Hebammen erklärt hat, konnte noch niemand die weltweite Corona-Pandemie und die hohe Relevanz der Pflege in diesem Kontext erahnen.1 Weder die differenzierten Berichte von Fachorganisationen noch die überzeugendste Evidenz empirischer Studien konnten uns bisher die Bedeutung von Pflegefachpersonen für die Gesundheitsversorgung der Menschen so deutlich vor Augen führen. Die öffentliche Wertschätzung für diese Berufsgruppe scheint zwar gestiegen zu sein, doch ihr Rollenbild in Politik, Gesellschaft und Medien bleibt unverändert. Damit Pflegefachpersonen endlich ihren berechtigten Platz im Gesundheitssystem und Pflegewissenschaft die notwendige Anerkennung finden, müssen jetzt die Weichen gestellt werden.

Zur Stellungnahme auf der Webseite des VPU vom 12.05.2020

(Netzwerk Pflegeforschung im Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V.)

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DGP: COVID-19 und die Rolle der Pflege(wissenschaft)

Anlässlich des 200. Geburtstag von Florence Nightingale hat die WHO das Jahr 2020 zum ‚Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen‘ erklärt. Ziel speziell in den europäischen Ländern ist es, vor dem Hintergrund veränderter gesundheitlicher Bedürfnisse der Bevölkerung auf die bedeutende Rolle der Pflege im Gesundheitssystem aufmerksam zu machen und ihre Leistungen zu würdigen. Politik und Gesellschaft sollen stärker sensibilisiert werden für den Stellenwert der Arbeit von Pflegenden. Weiteres Ziel ist es, Offenheit für eine Änderung der Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass akademisch und beruflich qualifizierte Pflegende ihr jeweiliges Potential abrufen und einbringen können (WHO Regionalbüro für Europa 2020).

Wohl niemand konnte ahnen, wie eindrücklich sich schon bald mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie die Bedeutung von Pflege weltweit darstellen sollte. Vor diesem Hintergrund hat sich die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft mit dem Rollenbild von Pflege in Zeiten der Coronakrise auseinandergesetzt.

Zum vollständigen Beitrag vom 09.04.2020 auf der Webseite der DGP

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Verbändedialog der psychiatrischen Pflegeverbände:
Aufruf der Psychiatrischen Pflege

Alle Länder dieser Welt sind bezüglich der angemessenen Versorgung von bedürftigen kranken und beeinträchtigten Menschen auf professionelle Pflege angewiesen. Dies gilt auch für die psychiatrische Versorgung. Doch gerade hierzulande muss die Pflege sehr um Mindeststandards hinsichtlich Bildung und Personalausstattung sowie um attraktive Rahmenbedingungen und Anerkennung beruflicher Handlungsautonomie kämpfen, Deutschland hinkt diesbezüglich vergleichbaren Staaten deutlich hinterher.

Die im „Verbändedialog“ organisierten Verbände und Gremien der psychiatrischen Pflege bitten darum, im „Jahr der Pflege“ den Aufruf zum 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege, zu veröffentlichen und zu verbreiten – und darüber hinaus offensiv zur Situation der Pflege und aller auf Pflege angewiesenen Menschen zu berichten. Nur wenn den Forderungen der Pflege Rechnung getragen wird, können wesentliche Mängel in der Gesundheitsversorgung abgebaut werden. Bitte unterstützen Sie die Pflege! Helfen Sie den Beitrag und die Potenziale der Pflege bezüglich der psychiatrischen Versorgung sichtbar und die Versorgung besser zu machen!

Zum Positionspapier des Verbändedialogs

Zum Aufruf des Verbändedialogs

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Postkartenset "Pflege" - Siegermotive des DBfK-Wettbewerbs im Jahr der Pflegenden und Hebammen

Auf drei Postkarten sind die Siegermotive des Kreativwettbewerbs aus Anlass des Internationalen Jahres der Pflegenden und Hebammen 2020, den der DBfK vom 1. Januar bis 14. Februar durchgeführt hat.

Den 1. Preis gewann Sandra Löwel (Pflege ist Dasein, Halt, Auffangen), der 2. Preis ging an Richard Coenen (Multitasking in der Pflege) und den 3. Preis bekam Madeline Winter mit ihrem Hinweis darauf, dass nicht der Beruf an sich, sondern die Umstände problematisch sind.

Ausführliche Informationen und Ansichten der Motive in der PM vom 12.5.2020

Zur Bestellung über den DBfK Shop
Die Postkarten sind nur als Dreier-Set erhältlich.

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Manifest Equal Care -
Wege in eine fürsorgliche Demokratie

Der Equal Care Day ist eine Initiative, die auf mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam macht. Als gesellschaftliche Bewegung möchte sie Aspekte, Akteur/innen und Anliegen in ihrer Vielfalt zusammenbringen, um gemeinsam gehört zu werden. Ihr Ziel ist es, die Sorgearbeit aus der Nische des unsichtbaren Engagements herauszuholen, um Politik und Wirtschaft dafür zu gewinnen, die unterschiedlichen Bereiche von Care-Arbeit ernst zu nehmen und neu zu denken. 

2020 fanden bundesweit in über LINK20 Städten Aktionen und Veranstaltungen unter dem Dach des Equal Care Day statt. Im Zentrum stand eine zweitägige Konferenz in Bonn, bei der die Care-Situation in Deutschland diskutiert wurde, um Forderungen und Lösungsansätze für das Manifest zu erarbeiten. Das Manifest wurde am 20.05.2020 veröffentlicht. Der DBfK gehört zu den Erstunterzeichner/innen.

Zum Equal Care Manifest auf der Webseite des Equal Care Day

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Gefährdete Zielgruppen in Corona-Zeiten

Die Social Profit Agentur GmbH em-faktor hat 5 Tipps für die Kommunikation mit Menschen über 65 zusammengestellt.

Gute Kommunikation ist immer „kinderleicht” und kommt schnell zum Punkt. Menschen über 65 schätzen das besonders. Unsere fünf Tipps helfen, die größten Fehler in der Kommunikation mit dieser attraktiven und anspruchsvollen Zielgruppe zu vermeiden und einen erfolgreichen Dialog zu führen.

Mehr erfahren auf der em-faktor-Webseite

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Zur Förderung der Gesundheit älterer Menschen leistet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Programm „Gesund und aktiv älter werden“ einen wichtigen Beitrag. 

Dieses Programm umfasst Bundeskonferenzen, Regionalkonferenzen in allen Bundesländern sowie Kooperationsprojekte mit bundesweit agierenden Verbänden, Hochschulen und Vereinen. Die Webseite Gesund & aktiv älter werden bietet Daten, Fakten und fachlich geprüfte neutrale Gesundheitsinformationen rund um das Thema "Gesundes Alter“ sowie einen Überblick über Aktivitäten in den Bundesländern. Zusätzlich veröffentlicht die BZgA Studien und Fachhefte zum Thema Alter.

Mehr erfahren auf der Webseite Gesund & aktiv älter werden

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Aufruf "100 Euro mehr, sofort: Solidarisch für sozialen Zusammenhalt und gegen die Krise"

Mit der andauernden Covid-19-Pandemie verschlechtert sich die soziale Situation von einkommensarmen Menschen fortwährend. Sie sind doppelt belastet: Bei Obst, Gemüse und anderen Grundnahrungsmitteln ist ein erheblicher Preisanstieg zu verzeichnen. Notwendige Hygieneartikel und Dinge des Lebens sind zu Discountpreisen häufig nicht verfügbar, Menschen mit geringen Einkommen müssen notwendige Bedarfe mit höherpreisigen Angeboten decken. Die Ausgaben für Hygieneartikel, für Schutzkleidung und für Kommunikation steigen. Gleichzeitig sind bestehende Infrastruktur- und Hilfsangebote nur noch eingeschränkt verfügbar oder ganz weggefallen. Das betrifft das kostenlose Mittagessen für Kinder und Jugendliche in Schulen und Kitas ebenso wie Angebote der Tafeln und vergleichbarer Träger. Dennoch sind es ausgerechnet die einkommensärmsten Menschen, denen bislang keine besonderen zusätzlichen Hilfen zuteil wurden. Vorübergehende Verbesserungen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende beinhalten erleichterte Bezugsbedingungen für Menschen, die in der Krise einen Grundsicherungsbedarf entwickeln. Menschen, die bereits vorher arm waren, hilft das nicht.

Nachdem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ende April signalisiert hatte, auch künftig keine zusätzlichen Hilfen bereitstellen zu wollen, wurde Anfang Mai kurzfristig ein Aufruf initiiert, der auf eine Stärkung des sozialen Zusammenhaltes zielt. Bis zu einer tatsächlich bedarfsgerechten Regelsatzanpassung soll, so die Forderung der Aufrufenden, ab sofort ein monatlicher Zuschlag von 100 Euro für jeden Grundsicherungsberechtigten geleistet werden. Gemeinsam mit dem Paritätischen haben deshalb am vergangenen Samstag 18 Spitzenvertreter*innen aus bundesweit tätigen Organisationen der Wohlfahrtspflege, des Kinderschutzes, des Verbraucher- und Mieterschutzes und der sozialen Bewegungen diesen Aufruf unterzeichnet. 

Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK unterstützt den Aufruf. 

Zum Download über die Webseite des Paritätischen

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S1-Leitlinie „Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie“

Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP) wird derzeit eine S1-Leitlinie zur „Sozialen Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie“ entwickelt. Diese Leitlinie wird koordiniert von Prof. Dr. Daniela Holle (Leitlinienkommission der DGP) und Prof. Dr. Margareta Halek (Universität Witten/Herdecke). Beteiligt sind weitere Vertretern/innen aus relevanten Fachgesellschaften, Interessengruppen und Einrichtungen der stationären Altenhilfe, bis Mai 2020 sollen erste Handlungsempfehlungen für die stationäre Altenhilfe vorliegen. Diese multidisziplinäre Leitlinie ist die erste, von der DGP als federführende Fachgesellschaft verantwortete Leitlinie unter dem Dach der AWMF.

Neben der aktuell hochrelevanten Thematik bildet sie zugleich einen wichtigen Meilenstein in der Leitlinienarbeit der DGP ab, die seit mehreren Jahren in ehrenamtlicher Zusammenarbeit mit den Leitliniendelegierten und den Leitlinienkoordinatorinnen der DGP stetig weiterentwickelt wurde.
Nähere Informationen zur Leitlinienarbeit der DGP 

Weitere Informationen zur Leitlinie auf der AWMF-Webseite

In Vorbereitung ist zudem parallel eine S1-Leitlinie „Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der ambulanten Versorgung unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie,“ die ebenfalls innerhalb kurzer Frist erstellt werden soll. Der DBfK ist in beiden Leitlinien durch Expert/innen vertreten.

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Workshop-Dokumentation: Gesamtversorgungsverträge in der Pflege – mehr Auswahl für Pflegebedürftige, mehr Flexibilität für Einrichtungen

Wo liegen Chancen und Herausforderungen bei der erfolgreichen Umsetzung von Gesamtversorgungsverträgen in der Pflege? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Fachgespräches mit Experten und Praktikern aus ganz Deutschland, das im November 2019 auf Einladung des Bundesministeriums für Gesundheit in Bonn stattfand. Die Dokumentation des Fachaustausches wurde nun vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht. Sie enthält eine Übersicht zu Erfolgsbeispielen und Hürden sowie Anleitungen für die Umsetzung von pflegerischen Verbundkonzepten.

Was sind Gesamtversorgungsverträge?
Bereits seit dem Jahr 2008 können Träger von Pflegeeinrichtungen durch die Verknüpfung einzelner Versorgungsverträge in Absprache mit den Landesverbänden der Pflegekassen sogenannte Gesamtversorgungsverträge für selbstständig wirtschaftende und vor Ort organisatorisch verbundene Einrichtungsteile abschließen. Ziel dieser Verbundkonzepte zugelassener Pflegeeinrichtungen ist es, einen Mehrwert in der Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen durch den Ausbau des Versorgungsangebots im Quartier zu erreichen.

Gesamtversorgungsverträge sind – so das Fazit der Teilnehmenden – eine Win-Win-Situation für alle: Das Angebotsspektrum der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen im Quartier vergrößert sich. Sie erlauben es Pflegeeinrichtungsbetreibern, ihre pflegerischen Leistungsangebote flexibler, beispielsweise in der häuslichen wie auch in der vollstationären Versorgung, zu erbringen. Die Pflegekräfte eines Trägers können übergreifend in den verschiedenen Versorgungsbereichen, wie etwa in der ambulanten und in der stationären Langzeitpflege, arbeiten - alles je nach Bedarf und Wunsch vor Ort.

Zur Veranstaltungsdokumentation des BMG-Workshops „Umsetzung der Regelung des Gesamtversorgungsvertrages – aus der Praxis für die Praxis“

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Projektbüro EinSTEP: Erklärfilme zum Strukturmodell

Mit Förderung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung hat das Projektbüro EinSTEP drei Erklärfilme produziert und veröffentlicht.

Die Filme sollen praxisnah und anschaulich die komplexen Sachverhalte und Zusammenhänge erläutern und verdeutlichen, dass die Neuerungen in der Altenpflege mit dem Strukturmodell verknüpft sind und zu keinen unnötigen neuen bürokratischen Dokumentationsanforderungen führen. Ziel ist es, in animierter Form insbesondere Pflegekräften den fachlichen Zusammenhang zwischen Strukturmodell, Pflegebedürftigkeitsbegriff und den neuen Qualitätsprüfungen verständlich zu machen und unnötigen bürokratischen Dokumentationsaufwand vermeiden zu helfen:

1. Die Neuausrichtung der Pflege und das Strukturmodell (Länge 2 Minuten)
2. Dokumentieren mit dem Strukturmodell – das Konzept für die Langzeitpflege (Länge 1 Minute)
3. Die neue Pflegeausbildung und das Strukturmodell (Länge 1 Minute)

Die Filme sind auf der Website des Projektbüros EinSTEP veröffentlicht 

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DNQP: Aktualisierung des Expertenstandards
„Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege“

Aufruf zur Beteiligung an der Konsultationsphase

Das DNQP hat, gemeinsam mit einer Expertenarbeitsgruppe bestehend aus 17 Expert/innen aus Wissenschaft und Praxis sowie einer Patientenvertreterin, im Auftrag der Vertragsparteien nach § 113 SGB XI den Expertenstandard zum Thema „Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege“ aktualisiert. 

Die Expertenarbeitsgruppe unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Klaus Wingenfeld (Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld) und der Moderation von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Büscher (DNQP) hat sich mit den neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis befasst und mögliche Änderungen an Expertenstandard und Kommentierungen diskutiert. Der Entwurf zum aktualisierten Expertenstandard, die Kommentierungen sowie die neue Literaturstudie werden für acht Wochen auf der Homepage des DNQP eingestellt. Damit soll interessierten Personen aus Pflegepraxis, -wissenschaft und -politik die Möglichkeit gegeben werden, sich zum aktualisierten Expertenstandard zu äußern.

Die Konsultationsphase findet vom 02.06.2020 bis zum 31.07.2020 statt. Rückmeldungen bzw. Stellungnahmen werden bis zum 03.08.2020 schriftlich (auch per E-Mail) entgegengenommen

Die eingegangenen Hinweise werden vom wissenschaftlichen Team des DNQP und den Mitgliedern der Expertenarbeitsgruppe diskutiert und für die abschließende Bearbeitung des Expertenstandards berücksichtigt. Der konsentierte Expertenstandard wird am 31.08.2020 der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege übergeben.

Hochschule Osnabrück - Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) - 
Geschäftsstelle - Albrechtstr. 30 - 49076 Osnabrück - E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de
DNQP im Internet: http://www.dnqp.de

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Neue BIBB-Broschüre: Pflegeausbildung aktuell -
Modern, vielfältig und zukunftsfähig

Unsere Gesellschaft ist durch permanente Veränderungen geprägt. Dieser Wandel macht auch vor der Pflege nicht halt. Heutzutage leben die Menschen deutlich länger und weisen dann im hohen Alter oft verschiedene Krankheitsbilder auf. Dadurch hat sich der Pflegebedarf in Deutschland geändert. Professionell Pflegende stehen vor der Herausforderung, die vielfältigen und individuellen Bedürfnisse von pflege- und hilfebedürftigen Menschen zu (er-)kennen und diesen durch professionelle Pflege gerecht zu werden. Durch das neue Berufsbild „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ werden die Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammengeführt. Die Auszubildenden werden dazu befähigt, Menschen aller Altersstufen zu pflegen. 

Die Broschüre „Pflegeausbildung aktuell“ wendet sich an alle Ausbildungsinteressierten, erläutert den Ablauf der neuen Pflegeausbildungen, geht auf die Zugangsvoraussetzungen ein und zeigt Karrierewege auf. Die Broschüre für Ausbildungsinteressierte „Pflegeausbildung aktuell“ kann online kostenfrei heruntergeladen werden. Darüber hinaus kann die Broschüre in gedruckter Form demnächst über die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellt werden.

Veröffentlichung als kostenloser Download

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GKV-SV: Orientierungshilfen zu Finanzierungs- und Fördervorhaben

Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) sollen spürbare Verbesserungen im Alltag der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen erreicht werden. Das PpSG sieht daher einen Anspruch für vollstationäre Pflegeeinrichtungen auf Zahlung von Vergütungszuschlägen zur Finanzierung von insgesamt 13.000 zusätzlichen Pflegestellen vor. In den Jahren 2019 bis 2024 werden zudem jährlich bis zu 100 Millionen Euro bereitgestellt, um Maßnahmen der Pflegeeinrichtungen zu fördern, die auf eine bessere Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf abzielen. Darüber hinaus soll die Digitalisierung in der Pflege vorangebracht werden. Hierzu fördert die Pflegeversicherung in den Jahren 2019 bis 2021 die Anschaffung von entsprechender digitaler und technischer Ausrüstung von Pflegeeinrichtungen mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 12.000 Euro je Einrichtung.

Die Anträge auf Finanzierung zusätzlicher Pflegestellen und auf Förderung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf sowie zur Digitalisierung in der Pflege sind an die zuständigen Pflegekassen zu richten. Die Antragsformulare sowie weitere Informationen finden Sie nachfolgend zu den einzelnen Finanzierungs- und Fördervorhaben auf der GKV-Webseite. Ende März 2020 wurden zudem Orientierungshilfen vereinbart und Veröffentlicht.

Übersichtsseite beim GKV-SV zu Finanzierungs- und Fördervorhaben

Download Orientierungshilfe zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf

Download Orientierungshilfe zur Förderung der Digitalisierung

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EU-Kommission veröffentlicht Leitfaden zur Anerkennung der beruflichen Qualifikation von Gesundheitspersonal

Wie die Mitgliedstaaten den Mangel an Gesundheitspersonal, der durch die Coronavirus-Krise verursacht wurde, besser bewältigen können, hat die EU-Kommission am 7. Mai 2020 in einem Leitfaden dargelegt. Er soll helfen, berufliche Qualifikationen des Gesundheitspersonals schneller anzuerkennen und er präzisiert die Regeln, unter denen Ärzte und Krankenschwestern, die noch in der Ausbildung sind, ihren Beruf ausüben können.

Der Leitfaden befasst sich mit praktischen Fragen zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Berufsqualifikationen, die die Freizügigkeit von Fachkräften, einschließlich Ärzten und Krankenschwestern, innerhalb Europas erleichtern soll. Im Einzelnen wird in dem Leitfaden dargelegt, wie die Mitgliedstaaten die Verfahren zur Erleichterung der gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen im Einklang mit den von der Richtlinie gebotenen Flexibilität beschleunigen können.

Darüber hinaus wird klargestellt, wie die Mitgliedstaaten sicherstellen können, dass die Bestimmungen der Richtlinie über Mindestanforderungen an die Ausbildung von Ärzten und Krankenschwestern und Krankenpflegern in Fällen eingehalten werden können, in denen Studierende aufgrund von Unterbrechungen aufgrund der Coronavirus-Krise nicht in der Lage sind, ihre Ausbildung abzuschließen.

Der Leitfaden bekräftigt die Bereitschaft der Kommission, die Mitgliedstaaten und Fachkräfte bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen, ihre Rechte auf Freizügigkeit zu wahren und die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Zum Leitfaden Guidance on free movement of health professionals and minimum harmonisation of training in relation to COVID-19 emergency measures

Zur vollständigen PM der EU vom 7.5.2020

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Europäische Online-Lernressourcen für das Lernen zu Hause

Die Kommission hat am 30.03.2020 eine Website zum großen Angebot der Online-Lernmaterialien zu europäischen Themen veröffentlicht. Ziel ist es, zur Kontinuität von Bildung und Ausbildung während der aktuellen Coronakrise beizutragen. Da die meisten Schulen und Universitäten geschlossen sind, ist die derzeitige Situation eine Herausforderung für den Fernunterricht. Der Ausbruch von COVID-19 in Europa und die notwendigen nationalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung des Virus können die Bereitstellung von Bildungs-, Ausbildungs- und Mobilitätsmöglichkeiten für Lernende, Lehrer/innen und Erzieher/innen in der Europäischen Union erheblich beeinträchtigen. Um die Kontinuität der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten zu sichern, stellt die Kommission eine breite Palette von Online-Lernmaterialien zur Verfügung

Weitere Informationen zu den Portalen (deutschsprachig)

Quelle: EUFIS-Newsletter

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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