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Newsletter AUGUST 2020

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

Bündnis für Gute Pflege fordert gerechte, solidarische und nachhaltige Reform der Pflegeversicherung

Das Bündnis für Gute Pflege, ein Zusammenschluss von 23 Verbänden und Organisationen mit insgesamt rund 13,6 Millionen Mitgliedern, fordert eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung zur Finanzierung der Pflege. 

Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig eine gute pflegerische Versorgung ist. Die vergangenen Monate haben die Defizite der Pflegeversicherung mit ihrem Teilleistungsprinzip noch einmal verdeutlicht. Der Anteil, den die Pflegebedürftigen im Pflegeheim selbst zahlen müssen, liegt inzwischen bei durchschnittlich 2.015 Euro pro Monat. Davon 786 Euro für Pflege, 455 Euro für Investitionskosten und der Rest für Unterkunft und Verpflegung. Selbst mit einer auskömmlichen Rente ist dies nicht mehr zu bewältigen. So bezieht mittlerweile jede/r dritte Heimbewohner/in Sozialhilfe. Pflegebedürftigkeit ist zum realen Armutsrisiko geworden. 

Eine qualitativ hochwertige und am Bedarf orientierte Pflege setzt eine deutlich bessere Personalausstattung in der stationären und ambulanten Altenpflege voraus sowie eine angemessene tarifliche Bezahlung der Pflegekräfte. Nur so können die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert und dringend benötigte Pflegefachkräfte gewonnen werden. Die damit verbundenen Kostensteigerungen dürfen jedoch nicht einseitig zu Lasten der Betroffenen gehen. Hier besteht dringender Reformbedarf, denn Pflege geht alle an.

Deshalb fordert das Bündnis für Gute Pflege einen Systemwechsel in der Pflegeversicherung hin zu einer gerechten, solidarischen und nachhaltigen Pflegeversicherung, die alle pflegebedingten Kosten abdeckt. Das Bündnis hat dazu einen Forderungskatalog zur Reform der Finanzierung der Pflegeversicherung aufgestellt, der kurzfristig umzusetzende Maßnahmen und mittelfristige Reformvorschläge umfasst:

- die Steuerfinanzierung „versicherungsfremder“ Leistungen
- die Übernahme der medizinischen Behandlungspflege in stationären Einrichtungen durch die Krankenkassen
- die Auflösung des Pflegevorsorgefonds
- die Übernahme der Investitionskosten durch die Länder
- die Dynamisierung der Leistungen
- die Begrenzung der Eigenanteile
- ein Systemwechsel in der Pflegeversicherung hin zu einer solidarischen und paritätischen Finanzierung von Pflege

Zum Forderungspapier des Bündnis für Gute Pflege 

Dem Bündnis für Gute Pflege gehören 23 Mitgliedsverbände, so auch der DBfK, und 14 Unterstützer an, darunter Verbände des Verbraucherschutzes und der Interessenvertretung pflegebedürftiger Menschen sowie pflegender Angehöriger, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Gewerkschaften und Berufsverbände. Sie repräsentieren insgesamt 13,6 Millionen Einzelmitglieder, zu denen Hunderttausende pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige sowie beruflich Pflegende gehören.

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S 1-Leitlinie: Lebensqualität und Infektionsschutz vereinbaren

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft hat eine S 1-Leitlinie zur ‚Sozialen Teilhabe in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie‘ herausgegeben. An der Entwicklung haben zahlreiche Fachgesellschaften – darunter der DBfK – mitgewirkt.

„Die Leitlinie ist als Unterstützung für die Pflegeheime gedacht, die trotz Pandemie eine gute Versorgung gewährleisten. Die Leitlinie empfiehlt auch unter den Bedingungen der Pandemie eine person-zentrierte Pflege, um so ein Maximum an sozialer Teilhabe und Lebensqualität für Bewohnerinnen und Bewohner der stationären Altenpflege zu ermöglichen,“ sagt Dr. Martin Dichter, Mitglied des Bundesvorstandes und Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest, der der Steuerungsgruppe angehörte und den DBfK bei der Erstellung vertreten hat.

Anhand von fünf Schlüsselfragen werden auch elementar wichtige Empfehlungen zur Unterstützung von Pflegenden gegeben. So empfiehlt die Leitlinie Informationsangebote zur Selbstfürsorge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Umgang mit Stress und psychischen Belastungen sowie zu verfügbaren psychosozialen Unterstützungsangeboten. „Daneben werden psychosoziale Unterstützungsangebote ebenso empfohlen wie ein adäquater Personaleinsatz, das Vorhalten und die Nutzung von Schutzausrüstung und niedrigschwellige Schulungen zur person-zentrierten Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen. So gibt die Leitlinie eine wichtige und notwendige Orientierung bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen“, ergänzt Martin Dichter.

Nach dem System der AWMF (Arbeitsgemeinschaften der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) erarbeitet für eine S 1-Leitlinie eine repräsentativ zusammengesetzte Expertengruppe der Fachgesellschaft(en) im informellen Konsens eine Empfehlung, die vom Vorstand der Fachgesellschaft(en) verabschiedet wird.

Die Leitlinie kann bei der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft abgerufen werden

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Achter Altersbericht: Digitalisierung bietet großes Potenzial für ältere Menschen

Die interdisziplinär zusammengesetzte Achte Altersberichtskommission unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Kruse hatte den Auftrag herauszuarbeiten, welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten können. Die Kommission beendete ihre Arbeit bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Erkenntnisse der Sachverständigen sind gerade jetzt aber besonders wertvoll. Denn sie zeigen, welchen Einfluss die rasant fortschreitende Digitalisierung auf das Leben älterer Menschen hat und welche Möglichkeiten das Unterstützungspotenzial digitaler Technik gerade in Krisenzeiten bietet.

Der Achte Altersbericht der Bundesregierung befasst sich mit Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien sowie mit deren Auswirkungen vor allem in den Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, soziale Integration, Gesundheit, Pflege und auch mit dem Leben im Quartier. Darüber hinaus unterstreicht er die Bedeutung von digitaler Souveränität, die Voraussetzung ist für digitale Teilhabe. Anregungen geben die Sachverständigen auch zum Umgang mit ethischen Fragen, die beim Einsatz von digitalen Technologien entstehen können.

Weitere Informationen, Bestellung, Download, PM vom 12.08.2020 und Kurzfassung in Deutsch und Englisch auf der Webseite der Geschäftsstelle für die Altersberichte der Bundesregierung

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Studie zur Situation akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen in der Psychiatrie (AkaPP)

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim führt in Kooperation mit dem ZfP Südwürttemberg und der FH Münster eine Studie zur Situation akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen in der Psychiatrie (kurz: AkaPP-Studie) durch. 

Hierbei soll untersucht werden, wie Sie als akademisch qualifizierte Pflegefachperson im psychiatrisch-psychosozialen Kontext Ihre berufliche Situation sehen und bewerten. Neben Fragen zur Qualifizierung und Qualifikation sollen Daten zu bestimmten Aspekten der Rolle als akademisch qualifizierte Pflegefachperson (z.B. Funktionen, Tätigkeitsspektrum, Aufgabenspektrum, Arbeitskontext, Strukturen und Arbeitsprozesse sowie Rollenimplementierung) erhoben und verglichen werden. 

Somit leisten Sie einen wichtigen Beitrag dazu, die Situation der akademisch qualifizierten Pflegefachpersonen in psychiatrisch-psychosozialen Handlungsfeldern transparent darzustellen und ggf. entsprechende Fehlentwicklungen darzulegen sowie entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

Die Dauer zum Ausfüllen des Online-Fragebogens wird etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Für Fragen im Zusammenhang mit der AkaPP-Studie steht ihnen der Projektleiter, Dr. Stefan Scheydt, sehr gerne per E-Mail (stefan.scheydt@zi-mannheim.de) zur Verfügung. 

Die Teilnahme an der Studie ist über folgenden Link möglich: https://www.soscisurvey.de/AkaPP/

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Deutscher Pflegetag und Zukunftsforum Geburtshilfe
am 11.-12. November 2020 in der Station Berlin

Der Deutsche Pflegetag findet statt - entweder als Hybridveranstaltung (vor Ort UND digital), oder als reiner Digitalkongress (falls sich die Situation aufgrund von Corona erneut verschärfen sollte). Er ist für den 11. und 12. November 2020 in der STATION Berlin geplant. Die Teilnehmenden erwartet ein vielseitiges und spannendes Programm. 

Natürlich werden Erfahrungen und notwendige Lehren aus der Pandemie Thema sein. Aber ein knappes Jahr vor der nächsten Bundestagswahl wirft auch diese ihren Schatten voraus: Es werden gleich drei Bundesminister/innen erwartet. Und auch die Bundespflegekammer wird sich deutlich sichtbar zu Wort melden.

Der Veranstalter sichert die entsprechenden Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen zu und wird alles dafür tun, dass alle Teilnehmer/innen sicher und gesund den Kongress erleben können. Gleiches gilt auch für das Zukunftsforum des Deutschen Hebammenverbandes. Sollte sich die Situation verändern, werden die weiteren Planungen erneut an die neuen Gegebenheiten angepasst. 

Der Kongress und die Webseite wurden angepasst. Die Registrierung ist wieder verfügbar. Das Sicherheits- und Hygienekonzept wird dargestellt. Das Kongressprogramm wurde noch einmal komplett überarbeitet und an die veränderten Themen und Brennpunkte der Pflege aktuell angepasst. Für Altenpflegekräfte wird es einen neuen, digitalen Themenstrang geben - das DPT AltenpflegeSpezial! Die Inhalte dieses Themenstrangs werden vollständig digital zugänglich und können jederzeit ab dem 12. November 2020 abgerufen werden.

Zur Umsetzung der Änderungen gibt es einen Werkstattbericht als Video.

Mehr Informationen zu Programm und Organisation auf der Webseite.

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DNQP: Aktualisierung Expertenstandard Schmerzmanagement

Der aktuelle Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“ ist veröffentlicht. Hierzu wurden die Expertenstandards "Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ aus dem Jahre 2011 und "Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen“ aus dem Jahr 2015 aktualisiert und zusammengeführt.

Einer 15-köpfigen Expert/innenarbeitsgruppe ist es in den vergangenen Monaten unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Osterbrink (Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg) gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Team des DNQP gelungen, beide Expertenstandards zusammenzuführen und an den aktuellen Stand des Wissens zum pflegerischen Schmerzmanagement anzupassen. Hierbei konnten Gemeinsamkeiten und Unterschiede des pflegerischen Schmerzmanagements bei akuten und chronischen Schmerzen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Ab September 2020 werden im Rahmen eines Praxisprojektes in 23 Einrichtungen aus unterschiedlichen Settings die Arbeit mit dem aktualisierten Expertenstandard sowie Möglichkeiten der einrichtungsinternen Qualitätssteuerung mittels eines Expertenstandard-basierten Indikatorensets in den Blick genommen. Die Ergebnisse werden im Rahmen des 23. Netzwerk-Workshop am 28.05.2021 in Osnabrück vorgestellt und im Anschluss veröffentlicht.

Alle weiteren Informationen und Bestellung auf der Webseite des DNQP

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BMAS: Neue SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel

Die neue SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel umfasst technische Empfehlungen des Infektionsschutzes wie Lüftung der Räume und Abtrennungen zwischen den Mitarbeitern sowie organisatorische Maßnahmen - beispielsweise die Gestaltung der Arbeits- und Pausenzeiten oder die Arbeit im Homeoffice. Für Arbeitsbereiche, in denen diese Maßnahmen keinen hinreichenden Infektionsschutz bieten können, können personenbezogene Maßnahmen zum Einsatz kommen: zum Beispiel das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen. Außerdem beinhaltet die Regel Vorschläge zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Beschäftigten.

Betriebe, die die in der SARS-CoV-2-Regel vorgeschlagenen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen umsetzen, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Die Regel bietet bundesweit Handlungssicherheit im Arbeitsschutz. Für die Aufsichtsbehörden der Länder schafft sie eine einheitliche Grundlage, um die Maßnahmen in den Betrieben zu beurteilen. Die Arbeitsschutzregel kann dazu beitragen, bereits umgesetzte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten weiter zu verbessern und auszubauen.

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel tritt noch im August in Kraft und kann hier abgerufen werden Sie konkretisiert für den Zeitraum der Corona-Pandemie die zusätzlich erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen für den betrieblichen Infektionsschutz und die im SARS-VCoV-2 Arbeitsschutzstandard bereits beschriebenen allgemeinen Maßnahmen.

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Fachsymposium 360° Pflege – Qualifikationsmix im akutstationären Versorgungssektor

Die Robert Bosch Stiftung GmbH lädt ein zum Zweiten Fachsymposium 360° Pflege. Stattfinden wird die Veranstaltung online am 1. Oktober 2020, 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Der Link zur Veranstaltung wird nach der Anmeldung zur Verfügung gestellt. 

Exzellente und zukunftsfähige professionelle Pflegepraxis braucht vielfältige Kompetenzen – in allen Versorgungsbereichen! Jede Pflegefachperson kann einen unverzichtbaren Beitrag leisten: mit Bachelor-, Masterabschluss oder mit beruflicher Ausbildung in einem Pflegeberuf. 

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis haben in den vergangenen Jahren in insgesamt vier Arbeitsgruppen Strategien und Lösungen zur Umsetzung eines Pflege-Qualifikationsmix für die Versorgungssektoren akutstationäre Pflege, ambulante Pflege, stationäre Langzeitpflege und Rehabilitationspflege erarbeitet. Die Robert Bosch Stiftung GmbH fördert und begleitet derzeit im Rahmen des Förderprogramms sieben Einrichtungen aus den verschiedenen Sektoren, die sich auf den Weg gemacht haben, vor dem Hintergrund der erarbeiteten Ergebnisse einen Qualifikationsmix-Ansatz in ihren Einrichtungen umzusetzen. Das zweite Fachsymposium gibt Einblicke in das Förderprogramm mit besonderem Fokus auf die Möglichkeiten und Entwicklungen im akutstationären Sektor.

Anmeldung bis zum 24. September ausschließlich unter diesem Link (die Teilnehmerzahl ist begrenzt)

Hintergrundinformationen zum Förderprogramm 

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Destatis: Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft

Die globale Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie treffen Gesellschaft und Wirtschaft stark. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht überschaubar. Auf einer Sonderseite zeigt das Statistische Bundesamt Ergebnisse, in denen sich bereits die Auswirkungen zeigen oder in denen Auswirkungen erwartbar sind. Die Ergebnisse werden in Infografiken abgebildet und laufend aktualisiert.

Zur Sonderseite Corona-Statistiken

Dossier des Statistischen Bundesamtes mit aktuellen Statistiken zur COVID-19-Pandemie, Ausgabe 14/2020 vom 17.08.2020 (Erscheinungsfolge: monatlich, nächste Ausgabe 21.09.2020)

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Pandemie-Arbeitsschutzstandard der BGW für Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für die Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen

Wegen der Corona-Pandemie gelten zurzeit besondere Auflagen. Damit sich weder Beschäftigte noch Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus anstecken, hat die BGW einen Arbeitsschutzstandard entwickelt. Ein Standard für die ambulante Pflege wird aktuell vorbereitet. Außerdem bietet die BGW eine Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung mit Fokus auf das Thema Atemschutz sowie Antworten auf häufige Fragen.

Alle Informationen und Downloads auf der Webseite der BGW

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Abschlussbericht Umfrage zum Technikeinsatz in Pflegeeinrichtungen (UTiP)

Bislang lagen wenige Erkenntnisse zum Grad der Digitalisierung in Einrichtungen der Langzeitpflege vor. Durch eine Befragung des IGES-Instituts mittels Online-Fragebogen sollten Informationen zur Ausstattung und Nutzung von Technik in Pflegeeinrichtungen erhoben werden.

Insbesondere vor dem Hintergrund der durch im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) in Kraft getretene Regelung zur Förderung der Anschaffung digitaler und technischer Ausrüstung in Pflegeeinrichtungen (§ 8 Abs. 8 SGB XI) ist eine Bestandsaufnahme des Technisierungsgrades relevant. Mit den Befragungsergebnissen liegen erstmals belastbare Aussagen zum Umfang der Technikausstattung und -nutzung in der Pflegebranche vor.

Der Abschlussbericht zur „Umfrage zum Technikeinsatz in Pflegeeinrichtungen (UTiP)“ im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurde Ende Juli veröffentlicht.

Download Kurz- oder Langversion 

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Amtliche Realitäten in Kartenform:
Deutschlandatlas und Entgeltatlas

Der Deutschland­atlas, der gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde, bildet in insgesamt 56 interaktiven Deutschland-Karten wichtige Fakten über das Leben in Deutschland ab. Die Karten erlauben detaillierte Vergleiche zwischen den Regionen. Die Karten illustrieren wichtige Lebensbereiche der Menschen, von Infrastruktur und Demografie bis hin zu Gesundheitsversorgung und Sicherheit. Sie werden regelmäßig aktualisiert und schrittweise erweitert.

Zur Webseite Deutschlandatlas 2020: Deutschland neu vermessen

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Bereits seit 2016 wird bei der Bundesagentur für Arbeit der Entgeltatlas veröffentlicht und laufend weiterentwickelt. Die Datenbasis 2019 wird mit dem neuen Entgeltatlas 2020 in einem neuen Kleid präsentiert und ist seit Ende Juli online. Datenabfragen sind möglich zum mittleren Bruttoeinkommen nach den Merkmalen Beruf, Regionen, Altersgruppe und Geschlecht. Es wird auch eine Web-App angeboten. Die Zahlen verdeutlichen, dass die Einkommen in der Bundesrepublik Deutschland immer noch stark auseinander gehen.

Zur Webseite Entgeltatlas 2020

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Verbändebündnis fordert nationalen Strategieplan zur Digitalisierung in der Pflege

Vom steigenden Bedarf an Pflegedienstleistungen bis hin zum Fachkräftemangel – die Herausforderungen des demografischen Wandels treten im Pflegebereich schon heute deutlich zutage. Digitale Lösungen bieten ein großes Potenzial bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Sie können das Pflegepersonal von bürokratischen Tätigkeiten entlasten, eröffnen den Pflegebedürftigen neue Chancen der Teilhabe und erhöhen die Qualität und Sicherheit. Bislang bremsen ungeklärte rechtliche, technische und ökonomische Fragen die Digitalisierung in diesem Bereich jedoch aus.

Um die Entwicklung voranzutreiben, hat sich das neue Verbändebündnis „Digitalisierung in der Pflege“ gegründet und zentrale Handlungsfelder in einem gemeinsamen Grundsatzpapier zusammengefasst:

- Strategische Weichenstellungen für die Zukunft
- Technische Infrastruktur und Innovationen
- Refinanzierung von Investitionen und personellen Ressourcen
- Digitale Kompetenzen und Teilhabe fördern

Das Bündnis setzt sich zusammen aus dem Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) und dem Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) als Initiatoren sowie dem Deutschen Pflegerat (DPR), dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP), dem Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung (FINSOZ) und dem Verband für Digitalisierung der Sozialwirtschaft (Vediso).

Weitere Informationen sowie das gemeinsame Grundsatzpapier auf den Internetseiten der Verbände, z.B. beim Deutschen Pflegerat

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Antidiskriminierung: Was tun Betriebe und Arbeitgeber gegen sexuelle Belästigung?

Die Zoom – Sozialforschung und Beratung GmbH (Zoom) in Göttingen führt ab August 2020 im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Studie zur Sammlung Guter-Praxis-Beispiele gegen sexuelle Belästigung im Arbeitsleben durch. Als Ergebnis werden 20 solcher Beispiele ausgewählt und auf der Homepage der Antidiskriminierungsstelle (#betriebsklimaschutz) veröffentlicht.

Da nur ein Teil der umgesetzten betrieblichen Maßnahmen über Internet- und Literaturrecherchen zugänglich ist, ist das Team darauf angewiesen, dass sich die Suche herumspricht und möglichst viele Hinweise auf solche Beispiele bekommt. Gebeten wird um folgende Hinweise:

- Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Betriebe kennen, die aus Ihrer Sicht erfolgversprechende Ansätze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz umgesetzt haben.
- Uns interessieren alle Maßnahmen, egal ob sie sich gegen die sexuelle Belästigung durch Kolleg/innen, Vorgesetzte, Kund/innen, Patient/innen oder Klient/innen richten.
- Es ist nicht wichtig, dass es schon eine Überprüfung der Wirkung gegeben hat. Ihr Eindruck, dass der Ansatz möglicherweise erfolgversprechend sein könnte, reicht uns aus.
- Auch gemeinsame Ansätze von mehreren Arbeitgebern bzw. deren Vertretungen interessieren uns.
- Wir suchen in ganz Deutschland und nach Ansätzen aus allen Branchen und Betriebsgrößen.
- Das Spektrum möglicher Ansätzen ist groß. Es kann von Sensibilisierungsmaßnahmen über Fortbildungen bis hin zu komplexen Betriebsvereinbarungen und Beschwerdesystemen sowie der Unterstützung von Betroffenen gehen. Kleine Ansätze sind für uns genauso interessant wie umfassende Strategien.

Das Team freut sich über Anrufe, E-Mail-Kontakt oder Zusendung von Infomaterial:
Barbara Nägele, 0551 – 5084511 oder Nils Pagels 0551 – 5084510
E-Mail: kontakt@zoom-gmbh.de
Zoom – Sozialforschung und Beratung GmbH, Theaterstraße 8, 37073 Göttingen.

Informationen über die Zoom GmbH hier

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DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen
zur CoViD-Pandemie

Zur Unterstützung und zur Klärung mancher Unsicherheiten hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine umfangreiche Informationsseite bereitgestellt. Sie beantwortet häufig gestellte Fragen, vor allem zu Arbeitsrecht und Arbeitsschutz. In kompakter Form zusammengestellt wurden aber auch Online-Seminare, Informationen, Tipps, hilfreiche Links und Arbeitshilfen für Unternehmer/innen, zu Hygiene, Auswirkungen der Krise auf die Ausbildung sowie weitere Themen.

DBfK: Informationen für Pflegefachpersonen zur CoViD-Pandemie

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Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK:
Informationen zur CoViD-Pandemie

Der DBfK stellt im Portal für Unternehmerinnen und Unternehmer im DBfK wichtige und interessante Links für Leistungserbringer im SGB XI-Bereich rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 (Informationen, Risikobewertungen, Risikogebiete, Hygienemaßnahmen, Kontaktdaten und Hotlines) sowie länderspezifische Sonderseiten zur Verfügung.

Die letzten Aktualisierungen werden immer in rot dargestellt!

Zur Internetseite auf dem Portal www.dbfk-unternehmer.de

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EU Kommission: Bericht über die Auswirkungen des demografischen Wandels in Europa

Im Demografiebericht der Kommission vom 17. Juni 2020 werden die wichtigsten Triebkräfte des demografischen Wandels und seine europaweiten Auswirkungen dargelegt. Der Bericht ist Ausgangspunkt eines Reflexionsprozesses zur Ermittlung konkreter Maßnahmen und Lösungen, in den die Lehren aus der COVID-19-Krise einfließen. Ziel ist es, den am stärksten betroffenen EU-Bürger/innen, Regionen und Gemeinschaften wirkungsvoll zu helfen und sie bei der Anpassung an die sich wandelnden Gegebenheiten zu unterstützen. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen (u.a. geplantes Grünbuch zum Altern in 2021) sind auf einer Sonderseite zusammengestellt.

In Deutsch: The impact of demographic change in Europe

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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