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Newsletter NOVEMBER 2020

DER NEWSLETTER DES DEUTSCHEN BERUFSVERBANDES FÜR PFLEGEBERUFE: UNSER SERVICE- UND INFORMATIONSANGEBOT

DBfK-Kampagne #PflegeNachCorona: Lady With The Lamp

In „Lady With The Lamp“ unternimmt Florence Nightingale, deren 200. Geburtstag in diesem Jahr Anlass für das Jahr der Pflegenden und Hebammen war, eine Zeitreise. Am Ende dieser Reise steht der Appell „Raise Your Lamp!“ und tretet für euch ein.

„Gäbe es niemanden, der unzufrieden wäre mit dem, was er hat, würde die Welt niemals besser werden“, schrieb Florence Nightingale im Jahr 1860 in einem ihrer Briefe. Nightingale gilt als Begründerin der modernen Pflegeberufe. Sie ist Symbolgeberin des International Council of Nurses (ICN), der mehr als 130 nationale Verbände repräsentiert. Florence Nightingale verfasste ihre „Notes on Nursing“ Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie basierten vor allem auf den Erkenntnissen ihres Einsatzes im Krim-Krieg und drückten schon damals die Sorge vor zu wenig und nicht ausreichend qualifiziertem Pflegepersonal aus. Diese Sorge ist heute akuter denn je.

„Seit dem 19. Jahrhundert hat sich der Pflegeberuf stark verändert“ titelt eine Einblendung des Films. Man sieht, wie der Arbeitsalltag der Pflegenden heute von Hektik, Technisierung, Arbeitsverdichtung und hohen Hygienestandards geprägt wird. In weiteren Einblendungen wird auf die hohe Belastung in den Pflegeberufen eingegangen. Die Botschaft des Films ist klar: „Setzt ein Zeichen für Veränderung!“ Das betonte auch Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK und Präsident des Deutschen Pflegerates noch einmal zum Abschluss seiner Rede am Deutschen Pflegetag 2020: „Raise Your Lamp!. Lasst euer Licht scheinen, stellt es nicht unter den Scheffel. Gebt ein Signal. Weist den Weg!“

Der Film „Lady With The Lamp“ entstand im Rahmen der DBfK-Kampagne „#PflegeNachCorona“ und in Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam von STEINTAL, Regisseur Vincent Dolinsek und der Agentur mama Marketing.

Der Film ist auf YouTube abrufbar.

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Neuerscheinung: „Berufsstolz in der Pflege“
Das Mutmachbuch für Pflegende

Seit der Corona-Krise sind die Pflegenden im deutschen Gesundheitssystem schlagartig weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ihr Job ist – nicht erst seit Ausbruch der Pandemie – oft fordernd, anstrengend und zugleich ungemein wichtig für Patientinnen, Patienten und die Gesellschaft. Grund genug für Angelika Zegelin, pensionierte Pflegewissenschaftlerin der Uni Witten/Herdecke (UW/H), und German Quernheim, ihnen ein „Mutmachbuch“ zu widmen. Veröffentlicht wurde das Buch am 23. November.

Die aktuelle Neuerscheinung „Berufsstolz in der Pflege“ zeigt, wie wichtig Berufsstolz für Pflegende in Ausbildung, Lehre und Praxis ist. Die Autoren Zegelin und German Quernheim klären, welche Mechanismen und Strategien helfen, um diese Haltung zu entwickeln. Sie beschreiben die Facetten des Berufsstolzes mit Identität, Individualität, Leidenschaft, Mut, Selbstwert, Sinnhaftigkeit, Wissen und Bildung.

„Unser Ziel ist es, professionell Pflegende zu stärken und ihnen Mut zu machen, um gegen chronische Belastungen und ethische Dilemmata aktiv vorzugehen und unwürdige Situationen zu ändern“, so Prof. Zegelin. Die Autoren zeigen an Beispielen und Rollenmodellen, wie Pflegenden wieder Freude am Pflegeberuf gewinnen und Berufsstolz entwickeln können. Mit vielen realistischen Vorschlägen zum professionellen Auftreten, zu Embodiment und Anregungen zur berufspolitischen Organisation, werden Stagnation und Opferrolle durchbrochen und zu Änderungen der desolaten Arbeitsbedingungen angestoßen. Dabei kommen Praktikerinnen und Praktiker aus vielen Fachgebieten zu Wort, beispielsweise aus Onkologie, Frühchenstation, Endoskopie, Altenpflege und Intensivstation. Sie berichten über eine Schicht oder die Versorgung einer Patientin oder eines Patienten – dabei wird die hohe Kompetenz ihrer Arbeit deutlich. Zudem enthalten die Texte viele Hinweise für Lehrende und Leitende, um das Selbstbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Vorgestellt werden unter anderem Vorbilder, Diskussionsaufgaben, Recherchen und Übungen. „Nicht jammern, sondern sich organisieren – damit sich die Bedingungen verbessern. Das muss das Ziel sein“, sagt Prof. Zegelin. „Denn stolze Fachpflegende sind die besten Werbeträger für den Beruf.“

German Quernheim / Angelika Zegelin: Berufsstolz in der Pflege. Das Mutmachbuch.
Mit einem Grusswort von Jens Spahn und Geleitworten von Franz Wagner und Sophie Ley.
Hogrefe-Verlag, 344 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 978-3-456-85999-6

Blick ins Buch beim Hogrefe-Verlag

Zur vollständigen PM der Universität Witten/Herdecke vom 16.11.2020

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Reformbedarf bei Krankenhausfinanzierung: Personallücken, Pflegeengpässe, Privatisierungsdruck: Studie empfiehlt Abschaffung der DRG-Fallpauschalen

Die DRG-Fallpauschalen, über die seit gut 15 Jahren Behandlungen in deutschen Krankenhäusern abgerechnet werden, erzeugen Kostendruck ohne eine systematische Berücksichtigung von Qualität sowie intransparente, rational nicht begründete Umverteilungseffekte in und zwischen Kliniken. 

Dadurch hat das DRG-System sehr problematische Entwicklungen ausgelöst oder verstärkt. Dazu gehört die dramatische Unterbesetzung in der stationären Krankenpflege, wo mindestens 100.000 Vollzeitstellen fehlen und negative Konsequenzen für Patientinnen und Patienten dokumentiert sind. Außerdem hat das Fallpauschalen-System eine Privatisierungswelle angeschoben, durch die es erstmals in der Bundesrepublik weniger Allgemeinkrankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft gibt als Kliniken, die zu privaten, gewinnorientierten Konzernen gehören. 

Dieser Trend könnte sich wieder verschärfen, wenn Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie nicht ausreichend ausgeglichen werden und Kommunen gleichzeitig aufgrund von Steuerausfällen nicht in der Lage sind, daraus entstehende Verluste ihrer Kliniken auszugleichen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie des Gesundheitssystemforschers Prof. Dr. Michael Simon. 

Angesichts der negativen Erfahrungen empfiehlt der Wissenschaftler, die Fallpauschalen abzuschaffen. Ersetzen sollte sie ein Vergütungssystem, das von einer qualitätsorientierten staatlichen Krankenhausplanung ausgeht und die wirtschaftliche Sicherung aller Krankenhäuser gewährleistet, die auf dieser Basis als bedarfsgerecht eingestuft werden. Dazu seien in letzter Zeit durch die Ausgliederung der Pflegebudgets aus dem DRG-System erste Schritte gemacht worden, die nun fortgeführt werden sollten, analysiert der Experte von der Hochschule Hannover.

Michael Simon: Das DRG-Fallpauschalensystem für Krankenhäuser. Kritische Bestandsaufnahme und Eckpunkte für eine Reform der Krankenhausfinanzierung jenseits des DRG-Systems
Working Paper Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Nr. 196, November 2020.

Zur vollständigen PM der Hans-Böckler-Stiftung vom 12.11.2020

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Mitarbeit gesucht: Entwicklung eines eHygieneberichts

An der Hochschule Osnabrück wird ein Informationsinstrument für die Überleitung von Patientinnen und Patienten mit besonderen hygienischen Bedarfen entwickelt, der eHygienebericht. 

Dieser soll alle hygienebezogenen Informationen zeitnah übermitteln können, die bei einer Verlegung, Entlassung oder Einweisung relevant sein können. Dies gilt sowohl für Informationen bei Vorliegen einer übertragbaren Erkrankung oder problematischer Erreger, als auch für das Vorliegen einer besonderen Infektanfälligkeit. Der eHygienebericht soll bei Wechseln zwischen allen versorgenden Institutionen des Gesundheitswesens einsetzbar sein, also z. B. zwischen Krankenhaus und Pflegeheim bzw. Pflegedienst genauso wie zwischen Reha-Klinik und Arztpraxis. Der Bericht kann elektronisch übermittelt werden und als Teil der entstehenden Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen deutschlandweit dazu beitragen, die kontinuierliche Versorgung Betroffener zu gewährleisten, eine Gefährdung Dritter zu verhindern und eine Ausbreitung infektiöser Erkrankungen einzudämmen.

Mittels einer internationalen Recherche der relevanten Fachliteratur und einschlägiger Leitlinien, Vorschriften und Handlungsempfehlungen ist ein erster Datensatz für die Inhalte des eHygieneberichts entstanden. In einem weiteren Schritt sollen die enthaltenen Informationen von in der Praxis tätigen Expertinnen und Experten auf ihre Übergaberelevanz hin beurteilt und ggf. kommentiert oder ergänzt werden. Aus diesen Beurteilungen, Kommentaren und Ergänzungen wird ein neuer Datensatz erstellt, der den Expertinnen und Experten erneut zur Beurteilung zugeschickt wird, und zwar so oft, bis sich keine oder kaum noch Änderungen ergeben (sog. Delphi-Runden). Dafür sind in der Regel etwa zwei bis drei Durchgänge notwendig. Vor Beginn der Delphi-Befragung wird angeboten, in einer Video-Konferenz über den eHygienebericht, die bisher erfolgten Arbeiten und das weitere Vorgehen zu informieren.

Wer an einer beschriebenen Mitarbeit am eHygienebericht zur Verbesserung der Kommunikation im Bereich Infektion und Hygiene interessiert ist, sollte sich unter der
Email-Adresse g.schulte@hs-osnabrueck.de
oder der Telefonnummer 0541-9697066 bei
Dr. Georg Schulte von der Hochschule Osnabrück melden.

Es wird zugesichert, dass Kontaktdaten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden.

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Die Einbindung der Pflegeeinrichtungen in die Telematikinfrastruktur - Informationen und Hinweise für Pflegeeinrichtungen vom Paritätischen

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz hat der Gesetzgeber den Grundstein für die Anbindung von Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur (TI) gelegt. Diese kann als sichere und schnelle Datenautobahn des Gesundheitswesens betrachtet werden.

Innerhalb dieser Struktur sind künftig unterschiedliche Anwendungen denkbar, zum Beispiel das Versenden und Bereitstellen von E-Rezepten, E-Medikationspläne, E-Überleitungsbögen etc.. Mit der TI soll es Patient*innen ermöglicht werden, digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte zu nutzen. Für Leistungserbringer birgt sie die Chance einer gemeinsamen Informations- und Kommunikationstechnik mit Schnittstellenreduktion.

Die vorliegende Information geht – fokussiert auf Pflegeeinrichtungen – auf die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen ein, erläutert notwendige Komponenten und Begriffe, informiert über die Anwendungs- und Zugriffsmöglichkeiten und klärt über die notwendige technische Ausstattung sowie deren Finanzierung auf. Ferner werden die Schritte der notwendigen Maßnahmen für die Anbindung von Pflegeeinrichtungen an die TI erläutert, damit Pflegeeinrichtungen mit den Planungen für eine Anbindung beginnen können. Die Information liegt als reine Online-Publikation vor, aufgrund der Dynamik in diesem Feld wird eine fortlaufende Aktualisierung notwendig sein. 

Download auf der Webseite des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

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BGW: Pflege in Deutschland – 2012 bis 2018
Eine sozioökonomische Analyse von Berufsgesundheit und Ansehen

Gesundheit ist ein kostbares Gut. Im Jahr 2018 betrugen die Ausgaben für Vorsorge, Heilbehandlung und Pflege in Deutschland 391 Milliarden Euro beziehungsweise 4.712 Euro pro Einwohner. Und die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt, besonders in der Altenpflege.

Doch in welcher Situation befinden sich Pflegekräfte und wie hat diese sich in den vergangenen Jahren verändert? Um beide Fragen datenbasiert beantworten zu können, beauftragte die BGW ein wissenschaftliches Team, die Entwicklung von Berufsgesundheit und Image in Pflegeberufen von 2012 bis 2018 zu untersuchen.

Mit diesem Datenbericht möchte die BGW eine Grundlage schaffen, die Praxis, Politik und Wissenschaft Impulse liefert, um die Entwicklung der Berufsgesundheit in Pflegeberufen zu begleiten.

Zum Download auf der Webseite der BGW

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Gemeinsames Positionspapier zur Pflege: Weg vom Leben am Limit und hin zu mehr Patienten- und Bewohnersicherheit

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit und wichtige Pflegeorganisationen geben ein Positionspapier „Patientensicherheit und Bewohnersicherheit in pflegerischer Verantwortung“ heraus. 

Die Berufsgruppe der Pflege ist am Limit – und das nicht erst seit der SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie. Die zunehmend hohen Belastungen im Arbeitsalltag von Pflegefachpersonen lassen es oft nur noch zu, prioritär das Dringlichste zu erledigen. Die erforderliche und kontinuierliche Patientensicherheit leidet ebenso wie die Beschäftigten. Bessere Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Berufsgruppe Pflege sind überfällig. Hierzu legen Bundespflegekammer, Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP), Deutscher Pflegerat (DPR) und Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) pünktlich zum Deutschen Pflegetag am 12. November 2020 ein gemeinsames Positionspapier vor.

Die Sicherheit von Menschen mit Pflegebedarf zu gewährleisten ist ein inhärentes Element pflegerischen Selbstverständnisses. Die aktuellen Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit gefährden häufig die Erreichung dieser Anforderung. Dies führt zu vermeidbarem Leiden und Einschränkungen der Lebensqualität bis zum Tod von Menschen und ist eine der zentralen Ursachen für die hohen psychischen Belastungen, Berufsunzufriedenheit und Berufsflucht vieler Pflegefachpersonen. Das Positionspapier „Patientensicherheit/Bewohnersicherheit in pflegerischer Verantwortung“ umzeichnet fünf Positionen für mehr Patientensicherheit: „Die generalistische Pflegeausbildung“, „Berücksichtigung von Patientensicherheit/Bewohnersicherheit in Ausbildung und Studium“, „Personalbedarfsbemessung in der Pflege“, „Organisationskultur (Einrichtungskultur/Sicherheitskultur)“, „Aufgabe der Pflegekammern“.

Das Positionspapier steht auf der Webseite des Aktionsbündnis Patientensicherheit zur Verfügung.

(zur vollständigen PM vom 11.11.2020)

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Kompetenztraining zur Umsetzung der Bezugspflege (Primary Nursing) im akutstationären Setting

Im Januar und März 2021 beginnen die Startmodule zum Kompetenztraining zur Umsetzung der Bezugspflege (Primary Nursing) im akutstationären Setting am Kaiserswerther Diakonie Florence-Nightingale-Krankenhaus.

Die traditionell starke Aufgabenorientierung in der Organisation pflegerischer Arbeit erschwert den Aufbau einer professionellen Pflegenden-Patient-Beziehung, die jedoch Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochwertige Pflege ist. Zusätzlich führen verkürzte Liegezeiten und die Zunahme chronischer Erkrankungen im akutstationären Pflegealltag einerseits zu einem erhöhten Patientendurchlauf, andererseits zu komplexeren pflegerischen Versorgungssituationen. Primary Nursing ist eine Pflegeorganisationsform, die eine stärkere Kontinuität und Patientenorientierung im pflegerischen Versorgungsprozess ermöglicht. Jedem Patienten wird innerhalb der ersten 24 Std. seines Aufenthaltes eine verantwortliche pflegerische Bezugsperson zur Seite gestellt, die den gesamten pflegerischen Behandlungsprozess bis zur Entlassung koordiniert und in wesentlichen Teilen auch selbst durchführt. Sie steht als zentrale/r Ansprechpartnerin/-partner für den Patienten, dessen Angehörige sowie für das gesamte therapeutische Team zur Verfügung. In ihrer Abwesenheit übernimmt die stellvertretende pflegerische Bezugsperson die pflegerische Versorgung, in dem sie den begonnenen Prozess fortführt.

Das Kompetenztraining zur Umsetzung der Bezugspflege ist berufsbegleitend konzipiert und in vier Modulen aufgebaut. Ein Modul umfasst jeweils 3-4 Seminartage, wobei maximal 3 Seminartage (mit 8 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten pro Tag) én bloc stattfinden.

Die Basismodule finden vom 27.-28. Januar 2021 sowie vom 10.-11. März 2021 statt und sind Voraussetzung für die Folgemodule. Die Teilnahme für Pflegende von extern orientiert sich an der infektiologischen Gesamtsituation.

Interessierte wenden sich bitte direkt per E-Mail an die Kursleitung Frau Uta Boeckler
boeckler@kaiserswerther-diakonie.de

Download zum modular aufgebauten Bildungsangebot im Detail

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DRG-FORUM | DIGITAL, 18. und 19. März 2021

Das DRG-FORUM ist die wichtigste Diskussionsplattform für Krankenhausmanager und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. Es wird im Jahr des 20. Jubiläums erstmalig hybrid veranstaltet: zwei Tage mit zwei Bundesministern, hochkarätigen Referenten, innovativen Formaten und NetworkingMöglichkeiten.

Am 18. März werden alle Themen rund um Klinikpolitik, Finanzierung, Strategie und Controlling im KRANKENHAUSFORUM gebündelt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eröffnet das Forum mit einem politischen Auftakt zum Thema „DIE KLINIKEN IN DER CORONAKRISE“, im Anschluss diskutieren Spitzenvertreter aus dem Gesundheitswesen. Digitale Sessions zu Themen wie „Entgeltverhandlungen“, „Notfallversorgung“ oder „Zukunft der DRG“ runden die Themenvielfalt ab.

Der zweite Tag des DRG-FORUMS | DIGITAL steht ganz im Zeichen der Pflege. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird auf dem PFLEGEMANAGEMENTFORUM skizzieren, wie er die Pflegepolitik im Wahljahr und der nächsten Legislaturperiode gestalten will. Auch an diesem Tag werden in digitalen Sessions Themen wie „Personalbemessung“, „COVID-19“ und „Exzellenz in der Pflege“ aus der Sichtweise hochkarätiger Experten und Spitzenvertretern beleuchtet.

Information und Anmeldung auf der Webseite des DRG-FORUMS | DIGITAL

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Deutscher Pflegeinnovationspreis:
Selbstbestimmt, lokal, digital!

„Deutscher Pflege­inno­va­tions­preis der Spar­kassen-Finanz­gruppe“ zum Thema „Quartiers­pflege im digi­talen Wandel“.

Quartiersprojekte sind Leuchttürme der Pflegelandschaft. Denn sie machen vor, wie Pflegebedürftige durch bedarfsgerechte Hilfe-Netze selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden bleiben können. Und das ist, was wir fast alle von uns sich für ihr Alter wünschen: Zuhause bleiben können, auch wenn man auf Hilfe angewiesen ist.

Quartiersnahe Pflege sollte deshalb wesentlich verbreiteter sein als heute und mehr Menschen zugutekommen. Dazu wollen wir beitragen, indem wir den „Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe 2021“ erneut für überzeugende Quartiersprojekte ausschreiben - in diesem Jahr jedoch verbunden mit innovativem Denken auf einem weiteren Feld: Wie kann Technik in der Quartiersarbeit zugunsten älterer Menschen genutzt werden?

Mit dieser Frage beschäftigten sich auch vor Corona viele Akteure in der „Pflege im Quartier". Durch die Pandemie erleben Digitallösungen einen Schub. Digitale Anwendungen und Netzwerke können an vielen Stellen eingesetzt werden, um den Menschen besser zur Seite zu stehen und den Zusammenhalt im Quartier zu stärken. Sie unterstützen transparente Information, Kommunikation und effektivere Abläufe.

Einige Beispiele gibt es bereits: Etwa Online-Portale, die örtliche Hilfs- und Freizeitangebote auch virtuell abbilden. Oder Dorf-Chats und digitale Schwarze Bretter, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen, um sich auszutauschen. Über digitale Nachbarschaftshilfen lassen sich Einkäufe und die Begleitung zum Arzt organisieren. Digitale Lernangebote, etwa Smartphone-Kurse für ältere Menschen, befähigen diese, ihre Beziehungen zu Familie und Freunden lebendig zu halten.
Herausragende Quartiersprojekte, die auch das Potenzial digitaler Werkzeuge und Netzwerke erkannt haben, würdigen wir in dieser Ausschreibungsrunde ganz besonders. Den Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe widmen wir deshalb dem Schwerpunktthema „Quartierspflege im digitalen Wandel“.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen des Deutschen Pflegetags 2021 verliehen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und das Bewerbungsformular auf der Webseite zum Deutschen Pflegeinnovationspreis 2021

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Vielfalt Pflegen – eLearning Plattform ist gestartet

Die Zahl der Menschen, die pflegebedürftig sind und eine Migrationsgeschichte haben, steigt. Mit der eLearning-Plattform „Vielfalt Pflegen“ wollen wir transkulturelle Kompetenzen in der Pflege stärken. Entwickelt hat das Bundesministerium für Gesundheit die Plattform in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule Paulo Freire im Zentrum ÜBERLEBEN in Berlin.

Ziel des Weiterbildungsprogramms ist es, Erkenntnisse der transkulturellen Pflege zu vermitteln, unterschiedliche Erfahrungen und Bedürfnisse aus der Praxis zu schildern und Lösungsansätze zu bieten.

Das Angebot richtet sich an alle, die in der Pflege arbeiten. In 14 digitalen Modulen bekommen die Teilnehmenden einen Einblick in unterschiedliche Bereiche: Wie berücksichtigt man bei der Ernährung den kulturellen Hintergrund eines Pflegebedürftigen? Wie kann ein erfolgreiches Schmerzmanagement gelingen, wenn der oder die Pflegebedürftige eine andere Sprache spricht?

Nachdem die Teilnehmenden diese und weitere Schwerpunkte in jeweils vier Arbeitsebenen (Thema, Theorie, Praxis und Test) erfolgreich durchlaufen haben, erhalten sie ein Zertifikat.

Zur kostenlosen eLearning-Plattform Vielfalt Pflegen des Bundesgesundheitsministeriums

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CoronaCare - Auswirkungen der politischen und sozialen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie auf die „soziale Gesundheit“

Was ist CoronaCare? Das Projekt untersucht gesellschaftliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Diese hat unser alltägliches Leben maßgeblich verändert. Die politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beeinflussen die Art und Weise, wie wir unseren Alltag leben. Dazu gehören zum Beispiel das Einhalten der „Nies-Etikette“ und das Entstehen neuer Begrüßungsformen. Die Rahmenbedingungen unserer Beziehungen, unserer Arbeit, unserer Pläne und gesellschaftlichen Erwartungen verändern sich. Welche Strategien wenden Menschen an, um mit diesen Veränderungen umzugehen? Wie erhalten sie ihre soziale Gesundheit?

Wen suchen wir? Für unsere Studie suchen wir Menschen, die bereit sind, uns von ihrem Alltag während der Covid-19-Pandemie zu berichten. Teilnehmen können grundsätzlich alle, die ihren regelmäßigen Wohnsitz in Deutschland haben und über 18 Jahre alt sind. Wenn Sie mehr über die Studie erfahren wollen, rufen Sie an unter 03381/ 41-1294 oder schreiben Sie eine E-Mail an
corona.sozepi@mhb-fontane.de

Wer fördert das Projekt? Wer sind wir? Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es wird vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin und Gesundheits-systemforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt.

Weiterführende Informationen auf der Webseite CoronaCare der Medizinischen Hochschule Brandenburg

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Schaffung einer europäischen Gesundheitsunion: Stärkung der Krisenvorsorge und -reaktion für Europa

Am 11.11.2020 hat die Europäische Kommission die ersten Schritte zur Schaffung einer europäischen Gesundheitsunion veröffentlicht, wie Präsidentin von der Leyen sie in ihrer Rede zur Lage der Union angekündigt hatte. Die Kommission legte eine Reihe von Vorschlägen für den Ausbau des EU-Rahmens für Gesundheitssicherheit und für eine Stärkung der Rolle wichtiger EU-Agenturen bei der Krisenvorsorge und -reaktion vor. Eine intensivere Bekämpfung sowohl der COVID-19-Pandemie als auch künftiger Gesundheitskrisen bedarf einer engeren Koordinierung auf EU-Ebene. Die Vorschläge enthalten Lehren aus der Krise und sorgen für eine stärkere Vorsorge- und Reaktionsfähigkeit in der heutigen aber auch in künftigen Gesundheitskrisen.

Zur vollständigen PM vom 11.11.2020 mit weiterführenden Informationen auf der Webseite der EU in Deutsch

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Kommission und deutsche EU-Ratspräsidentschaft unterstreichen die Bedeutung des europäischen Gesundheitsdatenraums

Am 11.11.2020 haben die Kommission und der deutsche EU-Ratsvorsitz auf der virtuellen hochrangigen Konferenz „Digital Health 2020 - EU on the Move“ ihre Absicht bekundet, im Hinblick auf eine sichere und patientenorientierte Nutzung von Gesundheitsdaten für Europa eng zusammenzuarbeiten und gleichzeitig eine EU-weite Kooperation in diesem Bereich durch einen europäischen Gesundheitsdatenraum für ein besseres Gesundheitswesen, bessere Forschung und eine bessere Gesundheitspolitik angekündigt. Die Einrichtung des europäischen Gesundheitsdatenraums wird integraler Bestandteil des Aufbaus einer europäischen Gesundheitsunion sein, ein Prozess, den die Kommission heute mit einem ersten Paket von Vorschlägen zur besseren Vorsorge und Reaktion in Gesundheitskrisen eingeleitet hat. Dies ist auch eine direkte Folgemaßnahme zur Datenstrategie, die die Kommission im Februar dieses Jahres angenommen hat und in der sie bereits die Bedeutsamkeit der Schaffung europäischer Datenräume, auch im Gesundheitswesen, betonte.

Zur vollständigen PM vom 11.11.2020 mit weiterführenden Informationen auf der Webseite der EU in Deutsch

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Musiktherapie: Paula Be - Reach Out Your hand

Anlässlich des Europäischen Tages der Musiktherapie 2020 am 15. November hat das Nordoff/Robbins Zentrum Witten ein Informationsvideo zur #Musiktherapie veröffentlicht.  In drei Minuten informiert es über die Potenziale der Musik in der Therapie.

"Make a melody". Das diesjährige Motto des Europäischen Tags der Musiktherapie hat zwei ECHO-Preisträger und einen OSCAR-Gewinner angeregt den Song "Reach out your hand" zusammen mit der Sängerin Paula zu produzieren. In dem ergreifenden Song wird beschrieben, wie Menschen mit persönlicher Zuwendung in schwierigen Situationen einander helfen können. Gerade in Corona-Zeiten kann der Appell für ein symbolisches "Hände reichen" nicht aktueller sein und wird immer wichtiger - unabhängig von jeder Philosophie oder Religion.

Kiko Masbaum (Echo-Preisträger und Produzent von Unheilig, Roger Cicero u.a.) und Musiktherapeut Lutz Neugebauer (Echo-Preisträger in der Kategorie soziales Engagement und Leiter des Wittener Zentrums für Musiktherapie) wollen auch darauf aufmerksam machen, dass Musiktherapie als Teil der Künstlerischen Therapien bei der Versorgung von behinderten, psychisch oder an Demenz erkrankten Menschen eine unverzichtbare Rolle spielt. Neugebauer freut sich über das von Oscargewinner und Dokumentarfilmer Stefan Gieren produzierte Video: "Musik kann vieles bewirken: Sie macht Mut, gibt Hoffnung, bereitet Freude und stärkt Beziehungen. Als Musiktherapie kann sie dort wirksam sein, wo sich Menschen mit Worten nicht ausreichend verständigen können."

Der Film ist auf youtube abrufbar. 

Aktuelle Informationen zur Arbeit des Nordoff/Robbins Zentrum Witten und auf Facebook 

Der Europäische Musiktherapieverband (EMTC) sowie die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG) verfolgen mit dem europäischen Tag der Musiktherapie das Ziel, die hilfreichen Angebote der Musiktherapie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Damit soll auch die Anerkennung und die Einbindung von Musiktherapie im jeweiligen Gesundheitswesen der europäischen Länder verbessert werden. Musiktherapie ist in vielen Bereichen - auch in der Bundesrepublik - auf Spenden und private Förderungen angewiesen.

Zur vollständigen PM vom 13.11.2020 auf presseportal.de

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v.i.S.d.P.:

Peter Tackenberg BScN, MScN | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | newsletter@dbfk.de

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