DBfK Nordost unterstützt den Streik: Die Charité braucht mehr Pflegende

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23.06.2015

 

An der Charité läuft seit 22.06.2015 ein unbefristeter Streik für bessere Arbeits- und Pflegebedingungen. Ulla Rose, Geschäftsführerin, sprach zu Beginn vor Ort zu den Streikenden: „Wir sind völlig einig mit ver.di: So geht es nicht weiter. Wir brauchen in der Pflege eine komfortable Personaldecke, um gute Pflegequalität und optimale Patientensicherheit sicherstellen zu können. Nur so kann die Charité, ebenso wie alle anderen Krankenhäuser Deutschlands, ihren Versorgungsauftrag erfüllen.“

Rose weiter: „Die Belastungen, die Pflegende auszuhalten haben, müssen sich auch auf mehr Schultern verteilen. Beruflich Pflegende sollen bis zur Rente in dem Beruf bleiben können, den sie hoch motiviert ausgewählt haben und engagiert ausüben. Wir rufen den Charité-Vorstand auf, mit den Pflegenden gemeinsam eine Lösung zu finden!“

Der Streik für einen Tarifvertrag über einen verbindlichen Personalschlüssel ist nicht nur ein Charité-Problem. Der Personalmangel in den deutschen Krankenhäusern hat strukturelle und finanzielle Gründe, das ist Konsens auf der Bundesebene von DBfK und ver.di. Sie unterzeichneten daher am vorigen Donnerstag die Gemeinsame Erklärung „Patienten brauchen Sicherheit und mehr Pflegepersonal“.

Der Stellenabbau in deutschen Krankenhäusern ist belegt. Die gesetzliche Untergrenze in der Personalbemessung wurde vor 20 Jahren abgeschafft. Heute sind Pflegende in deutschen Krankenhäusern viel stärker belastet als solche in Vergleichsländern. Belege liefert unter anderem die bekannte RN4CAST-Studie, anschaulich gemacht in www.pflege-wandert-aus.de  Das Verhältnis Patienten zu Pflegeperson ist hierzulande 10:1. In Norwegen ist es 4:1 und in der Schweiz 6:1. Das wird als sinkende Versorgungsqualität wahrgenommen und steigert die Unzufriedenheit der Pflegenden. Die Aufgabenstellung für die Politik ist damit klar.

Der DBfK Nordost beteiligt sich auch an der heutigen Demo von der Charité zum Bundesgesundheitsministerium. Minister Gröhe wird aufgefordert, die Ressourcen für den Versorgungsauftrag bereitzustellen!

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