DBfK unterstützt BMG-Initiative ‚Generalistik jetzt‘

Share
FacebookTwitterShare on Google+Diesen Beitrag per E-Mail empfehlen/versenden

25.02.2016

 

Der DBfK fordert all diejenigen, die weiterdenken und Pflege als Beruf der Zukunft stärken wollen, auf, die laufende Gesetzesinitiative zur generalistischen Ausbildung nach Kräften zu unterstützen!

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) setzt sich seit vielen Jahren aus gutem Grund für eine Reform der Pflegeausbildung im Sinne der Generalistik ein. Daher unterstützen wir ausdrücklich die heute begonnene Initiative ‚Generalistik jetzt‘ von Staatssekretär Karl-Josef Laumann. „Die generalistische Pflegeausbildung ist kein Niemandsland, das jetzt unvorbereitet und blauäugig betreten werden soll. Sie ist in zahlreichen Modellschulen seit Jahren gängige Praxis und erprobt. Weltweit ist sie die Regelqualifikation mit guten Erfahrungen und Ergebnissen“, stellt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner dazu fest. „Pflegeschülerinnen und –schüler haben das Recht auf eine Berufsausbildung, die sie fundiert auf ein langes Verbleiben im Beruf vorbereitet, auf umfassendes Basis- und Fachwissen, das ein breites Tätigkeitsfeld eröffnet, Wechsel und Aufstiegsperspektiven im Laufe des Berufslebens offenhält. Berufsbiografien verlaufen in aller Regel nicht linear, sondern kalkulieren von vornherein Brüche und Querumstiege mit ein. Ein langes Erwerbsleben – und der gesetzliche Renteneintritt verschiebt sich demografiebedingt immer weiter nach hinten – stellt höhere Anforderungen an die Berufsqualifikation. Die kurze Berufsverweildauer in den Pflegeberufen, vor allem in der Altenpflege, ist ein Warnsignal. Die Gründe dafür liegen einerseits in den unattraktiven und belastenden Arbeitsbedingungen, die schnellstens und spürbar verbessert werden müssen. Zu den Ursachen zählt aber auch, dass die heutigen Pflegeausbildungen den Anforderungen des Berufsalltags nicht mehr entsprechen und vielfach kaum Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung bieten. Eine moderne Ausbildung muss auch die Möglichkeit einschließen, vorübergehend oder auf Dauer im europäischen Ausland tätig zu werden. Auf all dies legen junge Menschen Wert, wenn sie sich für einen Berufsweg entscheiden“, so Wagner. Der DBfK fordert deshalb all diejenigen, die weiterdenken und Pflege als Beruf der Zukunft stärken wollen, auf, die laufende Gesetzesinitiative zur generalistischen Ausbildung nach Kräften zu unterstützen!

Pflegeschülerinnen und –schüler sind während ihrer Ausbildung keine billigen Arbeitskräfte, sondern Lernende. Sie haben ein vertragliches Recht auf qualifizierte Anleitung, Üben unter Aufsicht, Zeit zum Kennenlernen und Ausprobieren der Kompetenzen, die im Beruf gebraucht werden. Sie haben ebenso Anspruch auf Praxisanleiter, die für diese Aufgabe qualifiziert und für die Anleitung von anderer Arbeit freigestellt sind. Praktische Ausbildung erfordert Vor- und Nachbereitung, Planungssicherheit, Zeit für Feedbackgespräche. All dies ist seit Jahren vernachlässigt worden.

Die deutsche Pflege verliert zusehends an Boden im Branchenwettbewerb um gut qualifizierte Schulabgänger. Alles beim Alten zu belassen wäre für etliche Arbeitgeberverbände und einige andere Gruppen im System bequem – auch deshalb sind sie Gegner der Reform. Das Pflegeberufsgesetz bietet aber endlich die Chance, Pflege von Grund auf neu und für die Zukunft gut aufzustellen. Die darf nicht verspielt werden!

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V.

Bundesverband

Inforeihe
Pflegeberufegesetz

Pflegeberufegesetz

Mitglied werden

Wie das geht und warum es sich lohnt ... mehr Infos

Junge Pflege

Reinschauen und dabei sein

Selbstständige/ Unternehmer/innen

Angebot für Pflegeunternehmer

Allgemeines zum Pressebereich

Zur Aufnahme in unseren Presseverteiler melden Sie sich hier an.
Für Informationen, Anfragen und Interviewpartner zu eher  regionalen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Presse-Verantwortlichen unserer Regionalverbände.

Ihre Ansprechpartnerin

Inhalt rechts

Knüppel, Johanna

Bundesverband

Referentin
Presse

DBfK Bundesgeschäftsstelle
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
030 / 219157-0
030 / 219157-77
presse@dbfk.de