Nein zum Pflegering: Pflegeverbände sagen Beteiligung an Gründungskonferenz ab

28.01.2016

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) als Vertreter der professionell Pflegenden erteilt dem Pflegering, wie ihn die Bayerische Regierung mit der Gründungskonferenz am heutigen Donnerstag in die Tat umsetzen möchte, nochmals eine klare Absage.

 „Dieses Modell hat nicht die Zustimmung der professionell Pflegenden in diesem Land. Wir stehen zu unserem Wort und setzen uns weiter für die Pflegekammer ein“, sagte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. Der Bayerische Landespflegerat, in dem neben dem DBfK die 14 Pflegeverbände in Bayern organisiert sind, hat der Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml und damit der konstituierenden Sitzung eine Absage erteilt.

Hauptkritikpunkt ist, dass der Pflegering keine Pflichtregistrierung vorsieht. „Eine wirkungsvolle Standesvertretung hat aber nur dann ein demokratisches Votum und kann für die Berufsgruppe sprechen, wenn alle Pflegefachpersonen Mitglied sind, daher ist eine Registrierung aller Pflegefachpersonen Grundvoraussetzung für eine schlagkräftige Organisation“, so Dr. Biederbeck. Der DBfK befürchtet zudem, dass mit dem so genannten Pflegering eine Organisation konstruiert wird, bei der hauptsächlich Träger- und Arbeitgeberinteressen im Vordergrund stehen. „Wir kämpfen für eine echte Interessensvertretung, bei der die Pflege den Hut aufhat und auf Augenhöhe mit den Akteuren im Gesundheitswesen verhandeln kann.“

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