DBfK Nordwest fordert CDU und FDP in Niedersachsen zum Umdenken bei der Pflegeberufekammer auf

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18.08.2017

 

(Hannover) Der DBfK Nordwest e.V. hat sich in einem Brief direkt an die Mitglieder der CDU und der FDP-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag und die Spitzenkandidaten der CDU und FDP gewandt und sie deutlich dazu aufgefordert ihre aktuellen Positionen zur Pflegeberufekammer in Niedersachsen zu überdenken. Beide Fraktionen haben sich in ihren Leitanträgen zu den Wahlprogrammen für die bevorstehende Landtagswahl im Oktober 2017 gegen die Pflegeberufekammer in ihrer bislang geplanten Form ausgesprochen.

„Die aktuelle Position von CDU und FDP lehnen wir als größter deutscher Berufsverband für Pflegefachpersonen sehr eindeutig ab“, erklärt der Vorsitzenden des DBfK Nordwest Martin Dichter. Deshalb haben wir die Politiker auf die Willensbekundung der niedersächsischen Pflegefachpersonen rund um den Jahreswechsel 2012/13 verwiesen. Im Ergebnis haben sich 67 Prozent der Pflegefachpersonen in Niedersachsen in einer unabhängigen und repräsentativen Befragung für die Einrichtung einer Pflegeberufekammer mit Pflichtmitgliedschaft ausgesprochen. Dies ist ein sehr eindeutiges Ergebnis. „Mit ihren Plänen die Pflegeberufekammer und hier vor allem die Pflichtmitgliedschaft erneut auf den Prüfstand zu stellen ignorieren beide Parteien den Willen der Berufsgruppe und widersprechen ihren eigenen Aussagen die Berufsgruppe der Pflegenden stärken zu wollen“, so Dichter weiter.

Wir Pflegenden wollen das Gesundheitswesen auf Augenhöhe mit den anderen Heilberufen gestalten und das aus guten Gründen: Wir brauchen eine für alle Pflegefachpersonen verbindliche Pflegeberufekammer in Niedersachsen, um so ein Berufsregister für die Planung von Ausbildungs- und Weiterbildungsplätzen zu schaffen und um eine Berufsordnung die von uns Pflegenden selbst erarbeitet und gelebt werden kann zu entwickeln. Dies verändert und stärkt unser berufliches Selbstverständnis und trägt zur Emanzipation sowie Politisierung des Berufs bei. Wir brauchen die Kammer damit Pflegefachpersonen einbezogen werden, wenn es darum geht, welche Qualitätsstandards z.B. im Hinblick auf Mindestpersonalvorgaben erfüllt werden müssen. Das oberste Ziel einer Kammer ist es, eine fachgerechte und professionelle Pflege der Bevölkerung sicherzustellen und das ist nur mit ausreichend gut qualifiziertem Personal möglich.

Die aktuell entstehende Pflegeberufekammer Niedersachsen ist eine Heilberufekammer die nach der Wahl der 1. Vertreterversammlung im kommenden Jahr genau dieses Ziel verfolgen und die damit verbundenen Aufgaben wahrnehmen wird. Ohne Pflichtmitgliedschaft wird es keine Heilberufekammer und damit keine Beteiligung von Pflegefachpersonen auf Augenhöhe geben.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Nordwest e.V.

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