DBfK Nordwest weist auf die Wichtigkeit der Fachkraftquote in der Altenpflege hin

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06.09.2017

 

(Hannover) Schon heute sind rund zwei Millionen Menschen in Niedersachsen älter als 60 Jahre, das sind 25 Prozent der Gesamtbevölkerung. Und die Zahl der alten Menschen steigt weiter, bis 2050 auf knapp 2,6 Millionen und 33 Prozent. Dies besagen Zahlen des Niedersächsischen Sozialministeriums. Ähnlich sieht es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg aus.

Eine gute personelle Ausstattung in der Altenpflege wird daher künftig noch wichtiger werden, als sie es heute bereits ist. Die Personaldecke weiter auszudünnen kommt deshalb nicht in Frage. Die Forderungen des DBfK Nordwest sind daher klar: Für Veränderungen an der Fachkraftquote müssen die gleichen Maßstäbe gelten wie für die Einführung des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) und die Entwicklung von Personalbemessungsinstrumenten. Sie müssen auf der Basis wissenschaftlicher evidenzbasierter Erkenntnisse erfolgen. Bis diese vorliegen ist eine Reduzierung der Fachkraftquote undenkbar.

Die Diskussion um die Fachkraftquote verhindert Maßnahmen zur Steigerung der Ausbildungskapazitäten und zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tarifliche Entlohnung sowie neue Arbeitszeitmodelle. All das ist aber notwendig um ausreichend Pflegenachwuchs zu gewinnen. Durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnten zudem versteckte Ressourcen, also Teilzeitbeschäftigte, die dann eher bereit sind mehr zu arbeiten und Pflegende die den Beruf verlassen haben, für einen Vollzeitjob in der Pflege zurück gewonnen werden.

Außerdem bedeutet eine Absenkung der Fachkraftquote unkalkulierbare Risiken für die Pflegequalität und für die Gesundheit der zu Pflegenden. Ernstzunehmende internationale Studien weisen daraufhin, dass mit zunehmendem Bildungsniveau auch die Pflegequalität steigt.

Die Wichtigkeit unserer Forderungen wird unter anderem auch durch die Äußerungen von MDB Erwin Rüddel (CDU) deutlich. Dieser möchte die Fachkraftquote in der Altenpflege von 50 auf 40 Prozent absenken und die dann fehlenden 10 Prozent durch Pflegekräfte mit zweijähriger Ausbildung ersetzen.

„Mit dieser Aussage outet sich der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion Rüddel endgültig als „Scherge“ der privaten Arbeitgebervertreter in der Altenpflege“, sagt der DBfK Vorstandsvorsitzende Martin Dichter. „Herr Rüddel und die privaten Arbeitgebervertreter handeln fahrlässig und verantwortungslos gegenüber den pflegebedürftigen Menschen und den Pflegenden in der stationären Altenpflege. Die von ihnen geführte Diskussion führt zudem nur dazu, dass sich noch mehr Pflegende von ihrem Beruf abwenden und frustriert aufgeben und junge Menschen keine Zukunft in dem Beruf sehen“, so Dichter weiter.

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