Der DBfK Nordwest e.V. zur Zukunft der Altenpflegeausbildung in Schleswig-Holstein

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12.10.2017

 

(Kiel) Der DBfK Nordwest e.V. begrüßt die Pläne von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP), die Zahl der landesfinanzierten Ausbildungsplätze in der Altenpflege in Schleswig-Holstein zu erhöhen. „Es ist gut, dass die neue Landesregierung in die Qualität der Ausbildung investiert. Allerdings können schon jetzt nicht alle landesgeförderten Schulplätze besetzt werden. Um die Versorgung einer alternden Bevölkerung in Schleswig-Holstein langfristig sicher zu stellen, ist die kurzfristige Erhöhung der Ausbildungskapazitäten ein zu kurz gedachter Ansatz“, erklärt Swantje Seismann, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DBfK Nordwest e.V.

„Als Berufsverband sprechen wir uns für eine Durchlässigkeit des Bildungssystems aus, fordern aber, dass bezüglich der Ausbildung von Pflegefachpersonen eine Zielgruppe angesprochen wird, die mindestens einen mittleren ‚qualifizierten‘ Bildungsabschluss hat, d.h. eine Durchlässigkeit hin zur Klasse 11“, so Seismann weiter. Gleichzeitig muss das bisherige Konzept zur Qualifizierung von pflegerischem Assistenzpersonal auf den Prüfstand. Um die Versorgung sicherzustellen, brauchen wir gut ausgebildetes Assistenzpersonal. Assistenzausbildungen sollen nicht dazu dienen, Personen mit einer unzureichenden Schulausbildung den Weg in die Fachkraftausbildung zu bahnen. Wichtig ist, dass gut ausgebildetes Assistenzpersonal, das angemessen vergütet wird und langfristig unter der Anleitung und Delegation von Pflegefachpersonen eine Säule der pflegerischen Versorgung bildet.

Wir begrüßen zudem die Förderung von akademischen Qualifizierungen in der Pflege. Im Gegensatz zur Position des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) geht es dabei aus unserer Sicht aber nicht um die akademische Qualifizierung von Leitungspersonen. Wir sind der Ansicht, dass pflegewissenschaftlich ausgebildete Pflegefachpersonen für die Versorgung im direkten Kontakt mit pflegebedürftigen Menschen benötigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass in den Einrichtungen entsprechend dotierte Stellen angeboten und von den Kostenträgern refinanziert werden.

„Altenpflege muss ein Beruf sein, in dem man sich weiterentwickeln kann. Die dreijährige Ausbildung darf nicht in erster Linie das Endziel einer Entwicklung für Personen mit niedriger Schulbildung sein, sondern der Anfang eines – auch akademischen – Entwicklungsweges. Nur dann wird sich die professionelle Pflege im Wettbewerb mit anderen Berufen im Dienstleistungsbereich und Gesundheitswesen behaupten können“, sagt Seismann. Der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein kommt an dieser Stelle zukünftig eine wichtige Aufgabe zu, wenn es um die Erhebung der Bedarfe an Pflegefachpersonen in allen Regionen Schleswig-Holsteins geht.

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