Saarbrücken – Pressemitteilung zur Personalmindestausstattung im Krankenhausplan lässt aufhorchen

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20.01.2017

 

Die Landesregierung des Saarlandes beabsichtigt, in den Krankenhausplan für die Planungsperiode 2018 bis 2025 Vorgaben für eine Mindestausstattung von Pflegefachpersonen und Ärzten in den sensitiven aber auch den bettenführenden Bereichen der Krankenhäuser aufzunehmen.

Das Saarland wäre damit an der Spitze in der Bundesrepublik bei der Umsetzung dieser langjährigen Forderung des Berufsverbandes. Vorgeschaltet wird ein Gutachten, das Personalanhaltszahlen ermittelt und konkrete Zahlen für den Krankenhausplan vorschlagen wird. Der Krankenhausplan soll 2018 in Kraft treten. Unklar ist allerdings die Finanzierung der Stellen sowie die Beteiligung der Bundesregierung an dem Vorhaben.

Der DBfK weist seit Jahren auf die desolaten Rahmen- und Arbeitsbedingungen, unter denen Pflegefachpersonen täglich ihre verantwortungsvolle Aufgabe zu erledigen haben hin. Der Schlüssel zur Verbesserung der Situation ist eine bessere personelle Ausstattung. Fatal wären Richtgrößen, die keine wirkliche Verbesserung darstellen würden. Deshalb wird es nun darum gehen, die konkrete Umsetzung der Vorgaben in die Krankenhausplanung konstruktiv zu begleiten. Der DBfK Südwest e.V. fordert, dass dabei nicht nur kaufmännische oder gewerkschaftliche sondern zuvorderst pflegerische Expertise eine Rolle spielt. Maßgaben für derartige Mindeststandards kennen wir bisher nur aus anderen Ländern. So gelten in Nordamerika beispielsweise seit 2004 verpflichtende Nurse-to-Patient ratios . Für eine bettenführende Innere oder Chirurgische Station gilt dort: Eine Pflegefachperson für fünf Patienten. In Deutschland sind wir davon weit entfernt. Im Saarland besteht nun die realistische Chance, hier Maßstäbe zu setzen.


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