„Stellenwert der Frauenberufe verbessern“

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17.03.2017

 

Der DBfK appelliert zum Equal Pay Day, Maßnahmen zur Aufwertung des Pflegeberufs endlich anzugehen / Lohnlücke zu vergleichbaren Männerberufen liegt weit unter der Norm

München – „Die Politik muss sich intensiver um den Stellenwert der Frauenberufe insgesamt kümmern“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. anlässlich des Equal Pay Day an diesem Samstag. Seit vielen Jahren unterstützt der DBfK diese Initiative, welche die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen sichtbar macht. Das Bewusstsein für diese Ungleichbehandlung ist mittlerweile in der Gesellschaft und in der Politik angekommen. Doch wenn es um die sozialen Berufe geht, hat sich kaum etwas verbessert. „Die politischen Maßnahmen in den Pflegeberufen greifen nicht oder es fehlt hier offenbar der Wille, die typisch weiblich geprägten Berufe weiterzuentwickeln“, so Dr. Biederbeck.

Fakt ist, dass wenig getan wird, um beispielsweise dem dramatischen Pflegepersonalmangel entgegenzuwirken. Um mehr Frauen und Männer in den Beruf Pflege zu bringen ist die Reform der Ausbildung unabdingbar. Leider stockt die Umsetzung im politischen Prozess seit Monaten. Was den Verdienst in den Pflegeberufen anbelangt, ist die Bezahlung insgesamt im Vergleich zu gleichwertigen Männerberufen weiter inakzeptabel und befindet sich sogar weit unter der Norm. Die Lohnlücke liegt hier sogar bei rund 40 Prozent (beispielsweise im Vergleich zum Elektrotechniker oder Bankkaufmann).

Andererseits haben es Frauen in der Pflege mit einem Berufsbild zu tun, das geprägt ist von harter körperlicher und psychischer Belastung. In vielen Vergleichen wird sogar die Baubranche herangezogen. Eine Folge davon ist, dass viele Pflegende in Teilzeit arbeiten. Hier hat sich in den vergangenen Jahren leider nichts geändert, das beweist auch die aktuell in diesem Jahr veröffentlichte Pflegestatistik: Nach wie vor arbeiten beispielsweise 69 Prozent in der ambulanten Pflege in Teilzeit und 63 Prozent in der stationären Pflege. Wenn über die Hälfte der Pflegenden in Teilzeit arbeitet, öffnet sich die Gehaltsschere sogar noch weiter.

Der DBfK fordert:

• Eine Reform der Ausbildung, mit dem Ziel, den Pflegeberuf für die Zukunft zu wappnen, ihn attraktiver zu machen und mehr Personal insgesamt zu gewinnen.

• Verbindliche Personalbemessungsinstrumente, die sich am tatsächlichen Pflegeaufwand orientieren und es ermöglichen, qualitativ hochwertig zu pflegen.

• Eine mit typisch männlichen Arbeitsfeldern vergleichbare Bezahlung für einen Beruf, der für die Gesellschaft von hoher Relevanz ist.


DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Edelsbergstraße 6
80606 München
Tel. (089) 179970-0
Fax (089) 1785647
suedost@dbfk.de

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