Streik der Pflegenden beendet - neues Personal fehlt zur Stellenbesetzung

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06.10.2017

 

Pflegende der Charité in Berlin haben den Streik beendet. Mindestbesetzungen sind gesichert. Doch woher sollen die vielen Pflegekräfte kommen? Es herrscht Pflegenotstand!

Der neu verhandelte Tarifvertrag „Gesundheit“ beinhaltet Mindestpersonalbesetzungen in zahlreichen Abteilungen der Charité. Mehr Pflegepersonal soll in der nächsten Zeit einge-stellt werden. Allerdings ist es schwierig zum aktuellen Zeitpunkt Pflegepersonal zu finden. Bundesweit fehlen zwischenzeitlich unzählige Pflegekräfte. Aktuell müssen rund 4000 Stellen in der Pflege in Berlin neu besetzt werden. Diese Zahl wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit bekannt gegeben.

Die Arbeitssituation für Pflegende in Berliner Krankenhäusern hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch verschlechtert. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes kamen auf eine Pflegefachkraft durchschnittlich 63 Fälle und somit fast doppelt so viele wie im Jahr 1991. Dies zeigt eine deutliche Zunahme der Arbeitsverdichtung und –belastung für Pflegekräfte.

Im deutschlandweiten Vergleich hat sich die Situation der Pflegefachkräfte in keinem an-deren Bundesland so verschlechtert wie in Berlin. „Berlin hatte nach der Wende eine be-sondere Bedeutung. Es wurde von der Politik versäumt Maßnahmen gegen den drohen-den Pflegenotstand einzuleiten“, bekräftigt Franziska Rahmel, Geschäftsführerin des DBfK Nordost e.V..

Der Pflegenotstand ist bereits seit vielen Jahren bekannt und nichts Neues. Maßnahmen gegen einen Mangel an Pflegenden hätten rechtzeitig eingeleitet werden müssen. Verbindende Dienstpläne, langfristig wirkende Konzepte bei Personalausfällen und flexible Arbeitszeiten sind Möglichkeiten, die eine höhere Arbeitszufriedenheit bei Mitarbeitenden in der Pflege bewirken.

DBfK Nordost e.V. | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin
Fon: 030 / 208 98 72 -60
Fax:030 / 208 98 72 -89
www.dbfk.de

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