Wir müssen reden!

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14.09.2017

 

Am Sonntag, 17. September, ist Internationaler Tag der Patientensicherheit. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat ihn in diesem Jahr unter das Motto gestellt: "Wenn Schweigen gefährlich ist - Kommunikation im Gesundheitswesen". Aus gutem Grund, denn die Qualität und Verlässlichkeit der Kommunikation lässt im deutschen Gesundheitswesen noch viel zu wünschen übrig, für Patientinnen und Patienten ein großes Risiko. Der DBfK fordert, guter Kommunikation wieder den erforderlichen Stellenwert zu geben.

Am kommenden Sonntag ist Internationaler Tag der Patientensicherheit; Thema: „Wenn Schweigen gefährlich ist – Kommunikation im Gesundheitswesen“. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist seit vielen Jahren Mitglied im Aktionsbündnis für Patientensicherheit und kämpft aktiv für größtmögliche Sicherheit im Gesundheitssystem. „Wir fordern deshalb anlässlich dieses Tages nicht nur Pflegefachpersonen, sondern die Angehörigen aller Professionen im Gesundheitswesen ausdrücklich auf, ihren Beitrag zu einer echten und sicheren Kommunikation in allen Einrichtungen und Diensten zu leisten. Eine offene, verständliche, kontextbezogene und leistungsfähige Kommunikation auf allen Ebenen und zwischen allen Beteiligten ist das A und O jeder Gesundheitsversorgung, reduziert Fehler, baut Ängste ab, verhindert Missverständnisse und Konflikte, spart Zeit und Kosten und führt am Ende zu den bestmöglichen Outcomes. Daran muss allen gelegen sein“, sagte heute DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel in Berlin. „Für gelingende Kommunikation benötigt man fachliche und soziale Kompetenz, sie muss bereits in der Ausbildung vermittelt werden. Gute Kommunikation braucht Augenhöhe und eine Arbeitsplatzkultur, die Hinterfragen nicht nur zulässt, sondern als Chance zur Weiterentwicklung ausdrücklich will“, fordert Knüppel.

Die Kommunikation von Mensch zu Mensch hat leider im deutschen Gesundheitssystem erheblich an Stellenwert eingebüßt. Man optimiert, verkürzt und beschleunigt die Prozesse, rationalisiert, digitalisiert – und vergisst dabei, dass der direkte Dialog mit Patienten und Bewohnern, das gemeinsame Suchen nach guten Lösungen und Therapiekonzepten, das Gespräch auf Augenhöhe, um zu einer informierten gemeinsamen Entscheidung zu gelangen, einfach unverzichtbar sind. Kommunikation wurde nach für nach wegdelegiert: an die Patientenakte bzw. Pflegedokumentation, an Informationsblätter und –broschüren, an digitale Technik. Gespräche und Diskussionen werden auf ein Minimum reduziert, denn im Verständnis von Ökonomen gelten sie als kostspieliger Leerlauf. Die gemeinsame Visite von Ärzten und Pflegefachpersonen fiel dem Zeitdruck zum Opfer, ungestörte Mitarbeiterrunden und Übergabegespräche haben Seltenheitswert. Interprofessionelle Fallbesprechungen, in denen man gemeinsam nach der besten Lösung sucht, kommen allenfalls noch in psychiatrischen Abteilungen vor, organisiert wird per IT und nicht durch Absprachen. Der hilfebedürftige und hilfesuchende Mensch bleibt aber ein vulnerables Individuum, das darauf angewiesen ist, im Krankenhaus oder im Heim keinen vermeidbaren Schaden zu erleiden; seine individuellen Bedürfnisse sind selbstverständlich zu berücksichtigen, er soll im Mittelpunkt stehen. Dafür gibt es hierzulande allerdings noch viel zu tun.

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