Zukunft der Pflegeberufe im Fokus: Junge-Pflege-Kongresse in Jena und Erding

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26.11.2018

 

„Gemeinsam Pflege aufwirbeln“: Unter diesem Motto kommen Auszubildende der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zu den Junge-Pflege-Kongressen in Jena (20.11.) und Erding (27.11.) zusammen. Die Kongresse des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) sind Diskussionsforen für aktuelle Themen; Referate aus den Bereichen Ausbildung und Pflegepraxis runden den Tag ab. Auch Aussteller und künftige Arbeitgeber präsentieren sich den angehenden Pflegefachpersonen.

Der eklatante Personalengpass in allen Bereichen der Pflege trifft selbst die Auszubildenden, denn sie müssen nicht selten auf Station Fachkräfte ersetzen. „Weil die Personaldecke so dünn ist, werden Auszubildende wie selbstverständlich auf den Dienstplan eingerechnet. Nachweislich kommt es zu Überforderung und aufgrund des Praxisschocks nicht selten zum Berufsausstieg. Auszubildende brauchen in ihrer Ausbildung mehr Zeit zum Lernen und eine bessere Anleitung in der Praxis“, so Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost Bayern-Mitteldeutschland e.V. Derzeit fehlen rund 100 000 Pflegende, 500 000 werden es laut Bertelsmannstudie bis zum Jahr 2030 sein.
Gemessen am Bedarf an Pflegefachpersonen beginnen derzeit zu wenige junge Menschen eine Pflegeausbildung. Große Veränderung wird die Reform der Pflegeausbildung mit sich bringen, die ab 2020 ansteht. Neben einer neuen Berufsbezeichung gibt es erstmals so genannte vorbehaltene Tätigkeiten in der Pflege. Diese Aufgaben dürfen dann nur Pflegefachpersonen mit einer bestimmten Qualifikation übernehmen. Mit der Reform der Ausbildung werden übrigens die Praxisanleitung und somit die Lern- und Übungsphasen in der praktischen Ausbildung verbindlich festgelegt. „Wichtig ist auch, dass die Qualifizierung an Hochschulen ausgebaut wird, damit wir auch für Abiturientinnen und Abiturienten, die einen Hochschulabschluss anstreben, attraktiver werden“, so Dr. Biederbeck weiter. Es gibt auch einen weiteren Grund, weshalb das Niveau in der Pflege angehoben werden sollte: Internationale Studien belegen beispielsweise, dass je besser Ausbildung und Personalausstattung sind, desto niedriger ist das Sterberisiko der Patienten/innen (z.B. RN4Cast-Studie).

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