Neue DBfK-Positionspapiere: Fachweiterbildung und Fachpflegequote

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30.05.2018

 

Zu den sogenannten "Funktionsdiensten" in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zählen Bereiche wie der OP, die Notaufnahmen, Intensivstationen oder auch Endoskopieabteilungen. Sie erbringen wesentliche - und aus ökonomischer Sicht erlösbringende - Leistungen in Diagnostik und Therapie. Aber es sind auch Hochrisikobereiche, in denen für die Patientensicherheit viel auf dem Spiel steht. Zwei neue Positionspapiere der DBfK-BAG 'Pflege im Funktionsdienst' richten den Blick auf Problemlagen und Regelungsbedarfe im Funktionsdienst.

Mit zwei neuen Positionen weist die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflege im Funktionsdienst im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf Regelungsbedarf hin.

  1. Durch zunehmende Beschäftigung fachfremden bzw. nicht qualifizierten Personals in den Funktionsbereichen geraten Patientensicherheit und Versorgungsqualität in Gefahr. Eine patientenorientierte professionelle Pflege nach neuesten pflegewissenschaftlichen und bezugswissenschaftlichen Erkenntnissen erfordert eine Fachpflegequote im Funktionsdienst. Die „Funktionsdienste“ sind in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen Bereiche wie z.B. Notaufnahmen, OP-Bereiche, Intensivstationen oder Endoskopieabteilungen. Sie erfüllen für Diagnostik und Therapie wesentliche Funktionen, zählen aber auch zu den Hochrisikobereichen. Für Ärzte besteht die Regelung, dass bestimmte Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten ausschließlich dem Facharzt vorbehalten sind. Im Sinne der Weiterentwicklung und Spezialisierung der Pflege im Funktionsdienst müssen diese fachlichen Anforderungen analog dem Facharztstandard angepasst werden. Wie bereits Linda Aiken und Kolleg/innen (2014) in ihrer umfassenden Studie nachgewiesen haben, ist die Sterbe-, Infektions- und Komplikationsrate geringer, je höher der Anteil an qualifizierten Pflegefachpersonen ist.
  2. In einer weiteren Position fordert die BAG eine bundesweite Anerkennung und Harmonisierung der Weiterbildungen. In der Praxis zeigt sich, dass im föderalen System nach Länderrecht bestimmte Weiterbildungen nicht anerkannt werden bzw. die Inhalte nicht deckungsgleich für dasselbe Tätigkeitsspektrum sind. Die Möglichkeit der staatlich anerkannten Fachweiterbildung in den Funktionsdiensten stellt ein zusätzliches Element der Qualitätssicherung dar, um die pflegerische Versorgung der Patienten in diesen speziellen Bereichen auf einem hohen Niveau zu halten. Diese Spezialisierung wird durch die stetige Weiterentwicklung des Wissens und Könnens in den Fachbereichen auch in Bezug auf die Patientensicherheit zwingend erforderlich. Hierdurch wird die Entscheidung für den Pflegeberuf positiv beeinflusst und dessen Attraktivität gesteigert.


Beide Positionspapiere sind als Download abzurufen. Die darin erhobenen Forderungen gehen einerseits an die Adresse der Politik, andererseits an Unternehmensleitungen, Vorgesetzte in den Funktionsdiensten sowie an Tarifpartner.

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