Wechsel in Leiharbeitsfirmen keine Berufsflucht

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28.06.2018

 

Für viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen gehört es zum Normalfall, dass Leiharbeitsfirmen Pflegefachpersonen stellen, um Arbeitsspitzen oder den Ausfall von Kolleginnen und Kollegen aufzufangen. Den Qualitätsanforderungen an die pflegerische Versorgung kann dies auf Dauer nicht gerecht werden, denn gute pflegerische Versorgung braucht Kontinuität und Verbindlichkeit. Darauf verweist der DBfK Nordwest angesichts einer Medienberichterstattung in Schleswig-Holstein zur Situation der Leiharbeit im Norden.

Jedoch sind Leiharbeitsfirmen für immer mehr Pflegefachpersonen der attraktivere Arbeitgeber – und das, obwohl die von Leiharbeitsfirmen gestellten Pflegenden oft in Einrichtungen arbeiten, die ihrerseits wiederum Schwierigkeiten haben, Pflegende zu halten. Der Wechsel in die Leiharbeit ist also keinesfalls eine Berufsflucht, sondern in erster Linie ein Arbeitgeberwechsel.

"Leiharbeit ist eine gute Option für Pflegefachpersonen, denen Selbstbestimmtheit über ihre Arbeits- und Freizeitgestaltung ein hohes Gut ist. Leiharbeitsfirmen können diesen Anspruch bedienen durch geregelte Arbeitszeiten, und häufig gut organisierte Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und darüber hinaus bieten sie ein höheres Gehalt“, sagt Martin Dichter Vorsitzender des DBfK Nordwest.

In der Konsequenz heißt dies, dass Einrichtungen im Gesundheitswesen, die in zunehmenden Maß Pflegefachpersonen über Leiharbeitsfirmen anfordern müssen, dringend handeln müssen, um selbst zu attraktiven Einrichtungen für Pflegende zu werden.  "Um Pflegefachpersonen in der eigenen Einrichtung zu halten oder für diese zu gewinnen, müssen die Bedürfnisse von Pflegenden endlich ernst genommen werden. Arbeitgeber müssen passgenaue Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorhalten, Arbeitszeiten und Schichtmodelle müssen unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben auf die Bedürfnisse der Pflegenden zugeschnitten werden. Zudem müssen den Pflegenden ganz klare berufliche Perspektiven aufgezeigt werden können. Dies beinhaltet sowohl Möglichkeiten zur Karriere im Beruf Pflege als auch die Möglichkeit gesund im Beruf zu alten“, so Dichter.

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