Landtagswahlen in Bayern: "Gesundheitsversorgung steht auf dem Spiel"

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10.10.2018

 

DBfK fordert für die professionelle Pflege analytisches Personalbemessungsverfahren, das sich am Bedarf der Patienten orientiert / Dr. Biederbeck: „Bestrebungen nach einer Absenkung der Fachkraftquote unterbinden“

„Es steht nichts weniger als die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung auf dem Spiel“, mahnt Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost e.V. im Vorfeld der Landtagswahlen am kommenden Sonntag. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert die Politiker dazu auf, die Pflege nun endlich ernst zu nehmen. „Alleine über 100 000 Unterschriften im Rahmen des Volksbegehrens ´Stoppt den Pflegenotstand in Bayerischen Krankenhäusern` haben gezeigt, dass die gesundheitliche Versorgung in Bayern an einem Wendepunkt steht. Berichte von Betroffenen und zahlreiche Studien legen offen, dass die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger akut gefährdet ist. Pflegende brauchen unbedingt mehr Zeit und genügend qualifizierte Kolleginnen und Kollegen. Der DBfK als Interessensvertretung der professionellen Pflege fordert dazu ein analytisches Personalbemessungsverfahren, das sich am Bedarf der pflegebedürftigen Menschen ausrichtet. Außerdem müsse gesetzlich sichergestellt werden, dass die Pflege durch ausreichend qualifizierte Fachkräfte ausgeführt wird. „Die derzeit diskutierten Untergrenzen für den Pflegedienst in Krankenhäusern sind viel zu niedrig angesetzt. Untergrenzen machen auch nur dann Sinn, wenn sie für alle Versorgungsbereiche gelten, damit es nicht zu einer Verschiebung des Personals aus anderen Bereichen kommt“, so Dr. Biederbeck. 


Die Initiativen der Politik wertet der DBfK also Schlupflöcher, um das Niveau der Pflege weiter abzusenken. Auch mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz, das unter anderem 13 000 zusätzliche Stellen für die stationäre Pflege vorsieht, soll es in Einrichtungen nun offenbar möglich sein, notfalls auf Pflegehelfer/innen zurückzugreifen, wenn sich keine Fachkräfte finden. Der DBfK warnt ausdrücklich vor diesem Schritt. Für die anspruchsvolle und komplexe Versorgung von älteren Menschen mit zum Teil Mehrfacherkrankungen sei hervorragend ausgebildetes Personal dringend nötig, gerade auch in der Altenpflege. Pflegefachpersonen sehen sich einer Steigerung der beruflichen Anforderungen ausgesetzt, bei einer gleichzeitig weiter sinkender Zahl von Pflegefachpersonen, skizziert der DBfK die derzeitige Lage. Nachweislich belegen viele Studien einen Zusammenhang zwischen Versorgungsqualität und Anzahl hoch qualifizierter Pflegekräfte.

• Der DBfK fordert die Parteien in Bayern auf, ein analytisches Personalbemessungsverfahren auf Grundlage des Pflegebedarfs der Patienten/innen einzuführen und die Bestrebungen nach einer Absenkung der Fachkraftquote zu unterbinden.
• Mehr Pflegefachpersonen und damit mehr Zeit für die Pflege heißt auch, endlich in die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen zu investieren. „Unser Ziel ist, dass gut ausgebildete Pflegefachpersonen bis ins hohe Alter im Beruf bleiben. Sie sind unser größtes Gut, wenn es um die Versorgung der Menschen geht“, so Dr. Biederbeck.
• Und weiter: „Nehmen Sie die Pflegenden ernst und schaffen sie endlich eine starke Interessensvertretung für die Pflege, eine Pflegekammer, die diesen Namen auch verdient.“

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