Pflegefachpersonen in Baden-Württemberg sprechen sich für Pflegekammer aus

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04.06.2018

 

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hat heute mitgeteilt, dass sich 68 % der befragten Pflegefachpersonen für die Errichtung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg ausgesprochen haben. Mit der repräsentativen Umfrage hat die Landesregierung den im Koalitionsvertrag fest-gelegten ersten Schritt zur Errichtung einer Pflegeberufekammer abgeschlossen.

„Wir sind sehr erfreut über die Nachricht, dass eine große Mehrheit unserer Kolleginnen und Kollegen für die Errichtung einer Pflegeberufekammer in Baden-Württemberg votiert hat.“ kommentiert Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest e.V., die Nachricht zum vorliegenden Ergebnis der repräsentativen Befragung. Nach Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wird nun Baden-Württemberg ein weiteres Bundesland mit einer Pflegeberufekammer sein. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe setzt sich bundesweit seit Jahrzehnten für die Professionalisierung und die Aufwertung der Pflegeberufe ein. Pflegeberufekammern, sind demokratisch legitimiert und werden ausschließlich von Angehörigen der Berufsgruppen gebildet und gestaltet.
Pflegefachpersonen haben eine derart wichtige Aufgabe in der Versorgung der Bevölkerung, dass es unabdingbar ist, relevante Fragen der Berufsausübung von Experten der eigenen Berufsgruppe erarbeiten zu lassen. Daher ist auch die Pflichtmitgliedschaft Zeichen des professionellen Handelns der gesamten Berufsgruppe.
Die Verbandsvorsitzende spannt den Bogen über die lange Geschichte der Selbstverwaltung: „Damit erreichen wir ein wesentliches Ziel, welches uns unsere Gründerin Agnes Karll bereits 1903 ins Stammbuch geschrieben hat. Wir selbst sollen unseren Beruf in die Hand nehmen und ihn gestalten.“
Die Berufsangehörigen haben nun auch in Baden-Württemberg, wie zuvor in vielen anderen Bundesländern, die Haltung des Berufsverbandes gestützt. Das Ministerium hat bereits zugesagt, umgehend die Voraussetzungen für die Errichtung einer Pflegekammer zu schaffen. Laut Ministerium wird die vollständige Auswertung der zwanzig Fragen der repräsentativen Umfrage Ende Juni / Anfang Juli vorliegen.
„Wir freuen uns, den weiteren Errichtungsprozess als Berufsverband mit zu gestalten. Ziel ist es, mit den anderen Akteuren eine starke Pflegeberufekammer aufzubauen.“ blickt die Vorsitzende Andrea Kiefer in die Zukunft.


Zum Hintergrund
Der Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg sieht eine Befragung der Berufsgruppe vor, die als erster Schritt zur Errichtung einer Pflegekammer gewertet werden darf. Die repräsentative Befragung wurde vom Institut Kantar Deutschland durchgeführt und von einem Beirat des Ministeriums für Soziales und Integration vorbereitet. Der Beirat bestand aus Befürwortern und Gegnern von Pflegeberufekammern. Laut Berichten des Ministeriums für Soziales und Integration votierten 68 % für die Errichtung einer Pflegeberufekammer. Das Ministerium für Soziales und Integration wird nun die nächsten Schritte zur Errichtung der Kammer vorbereiten.


Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Südwest e.V.
Geschäftsstelle Eduard-Steinle-Straße 9, 70619 Stuttgart, Tel.: 0711 / 47 50 61
Fax: 0711 / 478 02 39
Regionalvertretung Gärtnergasse 3, 55116 Mainz, Tel.: 0711 / 47 50 61
suedwest@dbfk.de www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Ge-sundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen, nationalen und regionalen Netzwerke können Sie auf der Homepage www.dbfk.de nachlesen. Falls Sie Interview-wünsche haben oder noch mehr Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an sued-west@dbfk.de oder ruf

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