Ein wichtiger erster Schritt, dem schnell weitere folgen müssen!

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17.05.2018

 

Heute wurde bekannt, dass der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung eine Reihe von Vorschlägen macht, wie der Verbleib im und die Rückkehr in den Pflegeberuf verbessert und der Beruf wieder attraktiver werden kann. Dabei geht es beispielsweise um ein Prämiensystem als Anreiz, aber auch um die Übertragung eines schwedischen Modells zur Arbeitszeitverkürzung auf 80 Prozent bei vollem Lohnausgleich. Der DBfK bewertet die Initiative grundsätzlich positiv, erwartet aber noch deutlich mehr.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sieht in diesem Vorstoß grundsätzlich einen wichtigen ersten Schritt, um dem Pflegenotstand zu begegnen. „Der DBfK begrüßt diese Initiative zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „In Verbindung mit den weiteren Vorschlägen für ein umfassendes Ausbildungskonzept, Förderung von Best-Practice bei der Arbeitsgestaltung und mehr Verantwortung – also Autonomie – kann dies ein wichtiger Baustein für eine Kehrtwende beim Exodus aus den Pflegeberufen sein. Um, wie Herr Westerfellhaus betont, die ‚Vertrauenskrise‘ in der Pflege zu beenden, braucht es aber erheblich mehr. Solange die professionell Pflegenden nicht in ihrem Alltag eine spürbare positive Veränderung und Entlastung erleben, werden sie politischen Ankündigungen nicht vertrauen. Nur für Geld kommen sie nicht zurück an die Arbeitsplätze, aus denen sie wegen der chronischen Überlastung und dem geringen Stellenwert von Pflege im Gesundheitssystem geflüchtet sind. Da muss deutlich mehr getan werden.“

Parallel dazu muss u.a. dringend die Personalausstattung in allen Versorgungssektoren deutlich verbessert werden, sonst verpuffen die guten Vorschläge des Pflegebevollmächtigten. Mit einer Prämie können keine Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz, kein Verlust an befriedigendem Privatleben, keine verloren gegangenen sozialen Kontakte kompensiert werden - alles Gründe, warum beruflich Pflegende ihren Beruf verlassen. Und ob die Geldprämie für Arbeitgeber, die zusätzlich Fachpersonal einstellen, der richtige Anreiz ist und den beabsichtigten Zweck erfüllen wird, bleibt abzuwarten.

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