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Bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Pflege sind besser als jede Imagekampagne

05.04.2018

 

(Braunschweig) In Südostniedersachsen will das regionale Netzwerk zur Fachkräftesicherung in der Pflege, das unter anderem aus Kommunen und Verbänden besteht, mit Hilfe einer Imagekampagne Pflegefachpersonen nach Südostniedersachsen locken. Die Kampagne mit dem Titel „Ich pflege gern“ soll die gewachsene Professionalität der Pflegeberufe und Berufseinstiegs- und Karrierewege in der Pflegebranche darstellen. Neben Werbefilmen und Plakaten soll es Diskussionsveranstaltungen und Weiterbildungsangebote geben, mit denen die hohe berufliche Motivation und das ausgeprägte Berufsethos der Beschäftigten weiter gestärkt werden soll.

„Eine Imagekampagne allein ist keine Lösung für den Fachkräftemangel in unserer Branche. Viel wichtiger ist es, dass Politik und Arbeitgeber vorher für gute Arbeitsbedingungen, eine gute Ausbildung und eine angemessene Vergütung in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege sorgen und so die aktuelle Situation deutlich verbessern. Das ist extrem wichtig, denn das Problem des Pflegefachpersonenmangels wird sich weiter verschärfen, unter anderem weil die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter steigt“, sagt Martin Dichter, Vorstand des DBfK Nordwest.

Bis 2030 werden in der Region Braunschweig nach Angaben des Netzwerkes zur Fachkräftesicherung in der Pflege 6.000 Pflegefachpersonen fehlen, auf ganz Niedersachsen bezogen werden es bis zu 51.000 sein, so schätzt die Niedersächsische Landesregierung. Dem gegenüber steht eine wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen. Nach Angaben des niedersächsischen Landesamtes für Statistik aus dem Januar 2017 erhielten zum Stichtag des 15. Dezember 2015 mehr als 300.000 Personen Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI). Im Vergleich zum Dezember 2013 ein Anstieg um 10,2 Prozent.

Der große Bedarf an Pflegefachpersonen bewirkt bisher leider keine Verbesserung der Bezahlung für die Berufsgruppe - eher im Gegenteil – in Niedersachsen werden Pflegefachpersonen im Nordwesten sogar besonders schlecht bezahlt, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Januar 2018 gezeigt hat. Niedersachsen ist Schlusslicht im Nordwesten. Hier verdienen Pflegefachpersonen in der Altenpflege beispielsweise 382 Euro weniger brutto pro Monat als ihre Kolleginnen und Kollegen in Hamburg, in der Krankenpflege sind es 228 Euro brutto weniger als in Bremen.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf damit die Schere aus Pflegebedarf und Pflegefachpersonen nicht weiter auseinander geht. Der Pflegeberuf muss attraktiver gestaltet und Pflegefachpersonen verantwortungs- und leistungsgerecht tariflich angemessen entlohnt werden. Nur so holen wir die Pflegenden, die aktuell in Teilzeit arbeiten oder gar den Beruf gewechselt haben wieder zurück in die Pflege und machen den Beruf auch für Berufseinsteiger/innen wieder attraktiver“, so Dichter weiter.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Nordwest e.V.

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