Nordwest: Bis zu 830 Euro Gehaltsdifferenz zwischen Alten- und Krankenpflege

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19.01.2018

 

(Hannover) Auch Pflegefachpersonen im Nordwesten werden noch immer nicht verantwortungs- und leistungsgerecht tariflich entlohnt. Dazu bestehen große Unterschiede bei den Löhnen zwischen den verschiedenen Pflegeberufen und den Regionen in Deutschland. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Diese traurige Tatsache ist so nicht länger hinnehmbar. Die bisherigen Pläne auf bundespolitischer Ebene die Pflege zu stärken reichen bei Weitem nicht aus, um eine Lohngerechtigkeit für alle beruflich Pflegenden herzustellen. Es besteht ein deutlich größerer Handlungsbedarf, damit Pflegefachpersonen aller Pflegebereiche bundesweit leistungs- und verantwortungsgerecht bezahlt werden“, fordert Martin Dichter, Vorstandsvorsitzender des DBfK Nordwest.

Zwar sind die Löhne in der Pflege seit 2012 laut IAB entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen, das Gefälle der Löhne zwischen der Kranken- und der Altenpflege ist jedoch weitestgehend konstant geblieben. Dabei stellt das IAB fest, dass Fachkräfte in der Altenpflege durchschnittlich 16 Prozent weniger verdienen als die Beschäftigten in der Pflege insgesamt. Die Differenz zwischen der Bezahlung einer Fachkraft in der Altenpflege und einer Fachkraft in der Krankenpflege liegt in Bremen beispielsweise bei 831 Euro brutto im Monat.

„Das sind alarmierende Zahlen, an denen die Politik dringend arbeiten muss. Angesichts des Fachpersonenmangels in der Pflege ist es längst überfällig den Beruf attraktiver zu gestalten und Pflegefachpersonen verantwortungs- und leistungsgerecht tariflich angemessen zu entlohnen“, so Dichter weiter.

Auch die regionalen Unterschiede bei der Entlohnung sind noch immer deutlich. Schlusslicht im Nordwesten ist hier Niedersachsen. Hier verdient eine Fachperson in der Altenpflege laut der Studie monatlich nur 2.424 Euro brutto, eine Fachperson in der Krankenpflege nur 3.191 Euro brutto. Dem gegenüber liegt das monatliche Bruttogehalt bei einer Fachperson in der Altenpflege in Hamburg bei 2.806 Euro, das einer Fachperson in der Krankenpflege in Bremen bei 3.419 Euro. In der Altenpflege variieren die Löhne im Nordwesten damit um 382 Euro brutto pro Monat, in der Krankenpflege um 228 Euro brutto pro Monat.

Bereits im Oktober 2017 hat der DBfK Nordwest deshalb mit einem Positionspapier der Forderung Nachdruck verliehen, dass die Zahlung angemessener Gehälter und gute Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege nicht länger vom Engagement einzelner Akteure abhängen dürfen. Deshalb fordern wir weiterhin, dass verbindliche Strukturen geschaffen werden, die professionelle Pflege angemessen vergüten und eine Berufsausübung ermöglichen, die unserem fachlichen und ethischen Anspruch gerecht werden.

Unser Positionspapier aus dem Oktober 2017 finden Sie hier.

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