Der Ansatz von Arbeitgebern: Fachkraftquote unterlaufen

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23.08.2018

 

Ein Vorstoß des Arbeitgeberverband Pflege sorgt für hohe Wellen: 15.000 Pflegehilfskräfte sollten mit 188 Stunden Qualifizierung versehen und anschließend auf die Fachkraftquote angerechnet werden können.

Ein weiterer Versuch der Arbeitgeberseite, die ungeliebte Fachkraftquote zu unterlaufen. Der Verband möchte diese Idee in die Konzertierte Aktion Pflege der Bundesregierung einspeisen.

Der DBfK nimmt mit dem folgenden Statement klar dazu Stellung:
„Natürlich kann jeder Vorschläge in die Arbeitsgruppen der Konzertierten Aktion einbringen. Es wird Aufgabe der Akteure dort sein, Sinnvolles von Sinnlosem oder gar Gefährlichem zu trennen. Dieser Vorschlag ist ein durchsichtiges Manöver nach dem Muster ‚Aushöhlung der Fachkraftquote‘ und somit eine weitere Variante zur Dequalifizierung der Altenpflege. Und das alles um Geld zu sparen - bemäntelt als Heilmittel für den selbst mitverschuldeten Fachpersonalmangel in der Pflege.

Das BMG hat mit der (Teil-)Finanzierung der Behandlungspflege in der stationären Langzeitpflege einen Weg gefunden, die dringend erforderliche bessere Personalausstattung mit Pflegefachpersonen zu finanzieren. Der Vorschlag, Pflegehelfer in Blitzkursen für die Behandlungspflege zu qualifizieren und sie zur ‚Fachkraft light‘ zu erklären, zeigt wieder einmal, dass fachliche Standards, Qualität der Versorgung und somit Sicherheit der Bewohner/innen im Denken und Planen gewisser Gruppen im System kaum noch eine Rolle spielen. Als Mittel gegen den Personalmangel die Bildungsstandards in der Langzeitpflege abzusenken hat sich schon in den vergangenen Jahren als Fehlschlag erwiesen, aus solchen Fehlern sollte eigentlich gelernt werden.“

Zur Fachkraftquote hat der DBfK im Juni 2018 ein Positionspapier veröffentlicht:

Erhalt der aktuell geltenden Pflegefachkraftquote im SGB XI-Bereich

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V.

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