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Pflegende in Brandenburg sind für eine Landespflegekammer

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20.12.2018

 

Brandenburger Pflegefachkräfte haben sich bei der Befragung zur Errichtung einer Landespflegekammer mit 56 % für eine Kammer ausgesprochen. Der DBfK Nordost e.V. sieht darin ein klares Votum für die Selbstverwaltung. Die Befragung lief bis zum 12. Oktober 2018. An der offenen Online-Befragung nahmen 466 Pflegende teil, in Telefoninterviews wurden 1224 Teilnehmende befragt.

Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Susanna Karawanskij, präsentierte die Ergebnisse der repräsentativen Befragung am 20. Dezember 2018 der Öffentlichkeit. Bereits im Jahr 2015 ist die Landesregierung mit dem „Dialog Pflegekammer“ beauftragt worden. „So ist es in Brandenburg gelungen, für eine qualifizierte Wissensbasis bei der Pflege zu sorgen, auf deren Grundlage dann die Befragung stattfand,“ so Marian Mihelic, Managing Director Psyma Health & CARE GmbH, Beauftragter Dienstleister der Landesregierung. Die befragten Pflegefachkräfte möchten eindeutig eine wirkungsvolle Interessenvertretung. Gut informierte Pflegende befürworten in der Regel eine Pflegekammer. Die zahlreichen Informationsveranstaltun-gen des DBfK Nordost e.V. haben sicherlich einen positiven Beitrag dazu gebracht.
Die Landesregierung in Brandenburg hat sich mit dem Befragungsdesign sehr differenziert befasst, so haben sich Pflegende aus allen Pflegebereichen an der Befragung beteiligt. Pflegekräfte haben sich unabhängig von ihrem Arbeitsplatz mehrheitlich für eine Pflegekammer ausgesprochen. Auch wenn das Thema Pflichtbeitrag weiterhin sensibel bleibt, so sprechen sich die Pflegenden dennoch klar für eine unabhängige Interessenvertretung aus.
„Bei der Interpretation der Ergebnisse werden wir sehr genau darauf achten, dass in den Empfehlungen der Landesregierung an den Landtag tatsächlich der Wunsch der professionell Pflegenden abgebildet wird,“ so Franziska Rahmel, Geschäftsführerin des DBfK Nordost e.V.
Der Abschlussbericht wird erst im neuen Jahr vorliegen können. Die Ministerin wird diesen dem Landtag mit einer Handlungsempfehlung vorlegen. Vor den Landtagswahlen 2019 ist voraussichtlich keine Entscheidung zu erwarten. Unabhängig vom Ergebnis der Befragung entscheidet final der Landtag über die Errichtung einer Landespfle-gekammer in Brandenburg. Der Dialog geht also weiter.

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