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Altenpflegerinnen und Altenpfleger sind Verlierer bei Lohngefüge

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03.04.2019

 

Keine Trendwende bei den Gehältern: Laut einer aktuellen Studie der Hans Böckler Stiftung hinken die Gehälter in der Altenpflege weiterhin deutlich denen in der Gesundheits- und Krankenpflege nach. Besonders deutlich auch in Niedersachsen, wo der Unterschied im Durchschnitt bei 735 EUR im Monat liegt. Die Forderung des DBfK ist so eindeutig wie die Maßnahme einfach: Gehälter auf Tarifniveau anheben, und zwar flächendeckend und sofort.

Während Gesundheits- und Krankenpflegende in Niedersachsen im Durchschnitt 3.278,00 EUR verdienen, müssen Altenpflegende mit 2.543,00 EUR auskommen. Das ist schlechter als in Gesamtdeutschland, wo die Differenz aber auch immer noch 593,00 EUR beträgt (Krankenpflege 3.337,00 EUR, Altenpflege 2.744,00 EUR). Ähnlich schlecht verhält es sich für Altenpfleger*innen in Schleswig-Holstein, wo der Gehaltsunterschied 705,00 EUR beträgt. Hamburg (424,00 EUR) und Nordrhein-Westfalen (552,00 EUR) stehen zwar etwas besser im Bundesdurchschnitt da, die Ungerechtigkeit bleibt aber bestehen. Für Bremen liegen keine Vergleichszahlen vor.

"Wenn alle Beteiligten ihre Forderungen nach Wertschätzung der Pflegenden ernst nehmen, muss dieses Gehaltsgefüge als Skandal betrachtet werden." sagt Dr. Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. Es müsse das Ziel aller gesellschaftlichen Kräfte sein, die Vergütung für Altenpflegende, Gesundheits- und Krankenpflegende sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende mindestens auf dem Niveau des TVöD zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund müssen sich Arbeitgeber, Politik und Gewerkschaften sofort auf einen Weg einigen, auch Altenpflegende gerecht zu entlohnen.

"Wenn Pflegende aufgrund der miserablen Vergütung für sich persönlich einen Ausweg im Ausland, in der Freiberuflichkeit oder in der Leiharbeit suchen, ist das nur allzu verständlich. Es gibt keine Ausreden mehr. Wenn es uns nicht gelingt, Pflegefachpersonen angemessen zu bezahlen, werden wir niemanden für diese anspruchsvolle und gesellschaftlich zwingend notwendige Arbeit gewinnen können." so Dichter. Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, dafür die Mittel bereit zu stellen. Die Forderung nach Lohngerechtigkeit ist nicht neu: bereits im Frühjahr 2018 hat der DBfK Nordwest auf die großen Unterschiede in der Bezahlung von Pflegefachpersonen hingewiesen. Passiert ist indes nur wenig. Gleichzeitig nimmt der Mangel an Pflegefachpersonen täglich zu. Es ist also dringend notwendig, jetzt zu handeln.

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