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Ergebnisse der Meinungsumfrage zu guter Dienstplanung in der Pflege

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09.04.2019

 

Von Oktober bis Dezember 2018 hat der DBfK eine Initiative "Mein Beruf: Pflegen" mit wechselnden Schwerpunktthemen durchgeführt: Thema im Dezember: Arbeitszeit und Dienstplan; ein Thema, das beruflich Pflegende ganz besonders stark betrifft und sich bis weit hinein in ihr Privatleben auswirkt. Über einen Zeitraum von ca. sechs Wochen haben wir dazu eine Meinungsumfrage durchgeführt und nach den Erwartungen an gute Dienstplanung gefragt. Die Ergebnisse sind jetzt ausgewertet und sollten Arbeitgebern und Führungskräften zu denken geben.

Parallel zu seiner Aktion „Mein Beruf: Pflegen“ hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) vom 1. Dezember 2018 bis 16. Januar 2019 eine Online-Meinungsumfrage durchgeführt. Wir wollten von den beruflich Pflegenden wissen, welche Erwartungen und Wünsche sie an Dienstplanung haben und welche Kriterien aus ihrer ganz persönlichen Sicht einen guten und nachhaltigen Dienstplan ausmachen. Angesprochen wurden diejenigen, für die ein Dienstplan erstellt wird, weil sie beispielsweise in wechselnden Schichten arbeiten. Die Umfrage war vollständig anonymisiert.

Die erste und zentrale Frage adressierte die Erwartungen an die Dienstplanung, die sich auf ausreichendes Personal, eine frühzeitige, verlässliche, faire Planung und auf die Berücksichtigung von Wünschen, Pausen und begleiteten Ausbildungszeiten bezogen. Acht weitere Fragen enthielten Angaben zu Charakteristika der Befragten wie Geschlecht, Alter, Qualifikation, Art und Größe der Einrichtung, berufliche Position, Dauer der Berufspraxis, Umfang der Berufstätigkeit sowie die Schichtform. Die letzte Frage adressierte schließlich die Häufigkeit, mit der die Befragten im Laufe der letzten 12 Monate daran gedacht haben, ihren Arbeitgeber bzw. –bereich zu wechseln oder den Pflegeberuf aufzugeben.

Bis zum Ende der Befragung haben 2373 beruflich Pflegende teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen eine sehr eindeutige Hierarchie der Kriterien, die aus Sicht von Pflegenden für einen guten und nachhaltigen Dienstplan gelten müssen:

  1. Genügend Personal, um das Arbeitsaufkommen angemessen abdecken zu können.
  2. Mindestens vier Wochen Vorlauf vor erstem Geltungstag.
  3. Integrierter Puffer für kurzfristigen Personalausfall.
  4. Verlässlichkeit.


Die Antworten auf die Frage nach Wechselgedanken zeigen eine deutlich abnehmende Arbeitgeber- und Berufsbindung. Das ist ein wichtiges Alarmsignal an Arbeitgeber und Führungskräfte, zumal in Zeiten eines flächendeckenden Fachkräftemangels und zum Teil aggressiven Wettbewerbs der Träger untereinander um die begehrten Pflegefachpersonen. Wer jetzt nicht in Mitarbeiterbindung investiert, hat schon verloren!

Die Ergebnisse im Detail gibt es als Download.

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