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Ja zum neuen Prüfsystem, aber bitte mit Augenmaß!

02.10.2019

 

Lange hat es gedauert, jetzt kommt es endlich: das neue Prüfsystem für Qualitätsprüfungen in der stationären Pflege. Die Einführung und Umsetzung wird Zeit erfordern. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die ohnehin unter dem Pflegepersonalmangel leidenden beruflich Pflegenden nicht noch mehr belastet werden und der bürokratische Aufwand nicht wieder zunimmt.

In stationären Pflegeeinrichtungen kommt seit dem 1. Oktober 2019 ein neues Prüfsystem zur Anwendung. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert das seit langem, hat an der Entwicklung mitgearbeitet und begrüßt ausdrücklich, dass es jetzt in die Umsetzung geht. Das Konzept dazu ist gut und pflegewissenschaftlich fundiert. Damit bietet sich eine angemessene Methode, die tatsächliche Versorgungsqualität in der Pflege festzustellen. Im Prinzip ist damit auch eine gute Basis für die Verbraucher bei der Entscheidung für eine Einrichtung geschaffen. Allerdings ist angesichts der Komplexität von die Qualität beeinflussenden Faktoren und der Versorgungssituation ein solches Instrument nicht automatisch nutzerfreundlich. Aber anstelle einer nicht aussagekräftigen Verkürzung - wie sie das alte Notensystem hatte - sollten Verbraucher jetzt ein Angebot erhalten, mit dem die Prüfergebnisse aufbereitet, gut verständlich und zugänglich werden. Ein „Wahlomat“ für Qualitätsberichte?

Die Pflegeeinrichtungen arbeiten schon heute mit einer prekären Pflegepersonalausstattung, viel zu wenige Pflegende müssen viel zu viele Bewohner/innen versorgen. Die Einführung des neuen Systems erfordert aufwändige Anpassungs- und Lernprozesse. Das darf nun keinesfalls dazu führen, dass den Pflegenden durch die Prüfungen noch weniger Zeit für ihre Pflegeaufgaben zur Verfügung steht. Qualität entsteht nur durch eine ausreichende Zahl gut ausgebildeter Pflegender. Das ist eine Binsenweisheit, die aber leider immer wieder betont werden muss.

„Kontraproduktiv ist auch, wenn die Kassen über die externen Prüfinstanzen von MDK und PKV mit ihrem Prüfgebaren die Philosophie des neuen Qualitätssystems unterlaufen. So ist die Ankündigung am Wochenende für eine Prüfung am Montag eine völlig unnötige Verschärfung der Belastungssituation leitender Pflegefachpersonen“, erklärt DBfK-Referentin Carola Stenzel-Maubach. „Ob die Gleichwertigkeit von Dokumentation und Fachgespräch wirklich in die Realität umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Erste Anzeichen sprechen dafür, dass im Prüfkontext wieder mehr Bürokratie aufgebaut wird. Das ist unbedingt zu vermeiden!“

Qualität ist das gemeinsame Ziel aller Beteiligten. In diesem Sinne sollte partnerschaftlich an einer Verbesserung der Qualität gearbeitet werden. Nur durch eine Investition in Personal wird auch die Qualität besser!

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V.

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