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Mehr Tempo und mehr Konsequenz für die Gleichberechtigung!

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06.03.2019

 

Am Freitag ist Weltfrauentag. Obwohl er bereits seit 1921 alljährlich im Kalender steht und an gleiche Rechte und Chancen für Frauen und Männer erinnert, ist diese Gleichberechtigung in Deutschland noch lange nicht erreicht. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) verweist auf zahlreiche Benachteiligungen von Frauen in der Gesellschaft und im Arbeitsleben - gerade im Frauenberuf Pflege - und fordert von der Politik in Bund und Ländern, sich deutlich wirksamer für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

„Nach wie vor übernehmen Frauen einen weitaus größeren Anteil an Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen als Männer. Auch dann, wenn sie einem Beruf nachgehen. Diese Sorge-Aufgaben für die Familie sind in der Regel nicht vergütet und erbringen kaum Rentenpunkte, verhindern Mitsprache und politische Einflussmöglichkeiten und fördern auch keine Karrieren“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

„In kaum einem anderen Industrieland der Welt erleben Frauen nach der Geburt eines Kindes einen so drastischen Karriereknick wie in Deutschland. Dieser Rückstand kann im späteren Berufsleben in der Regel auch nicht wieder aufgeholt werden. Die Folge: geringere Aufstiegschancen, niedrigeres Gehaltsniveau, Einbrüche bei Rentenerwartungen. Das seit Jahrhunderten überlieferte konservative Rollenmodell, dass Männer in erster Linie für das Geld und das Ansehen einer Familie zu sorgen haben, Frauen dagegen für den Haushalt, die Kinder und die Alten, gehört endlich in die Mottenkiste. Frauen sind heute häufig besser ausgebildet als so mancher Mann gleichen Alters, sie haben ein Recht auf gleiche Chancen und gleiche Wertschätzung. Das Grundgesetz verpflichtet staatliche Organe mit Artikel 3 (2) dazu, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken. Hier ist deutlich mehr Enthusiasmus und Konsequenz zu fordern und in den eigenen Reihen zu beginnen. Denn auch in Parlamenten und bei politischen Ämtern verteilen Männer oberhalb der „gläsernen Decke“ lukrative und einflussreiche Posten am liebsten unter sich. Für die Wirtschaft – auch die Gesundheitswirtschaft – gilt das erst recht,“ so die DBfK-Präsidentin.

Dass zahlreiche Studien belegen, wie hoch der Mehrwert gemischtgeschlechtlicher Teams – gerade in Leitungsfunktionen – für Unternehmen ist, hat an der Schieflage hierzulande nichts geändert. Das Potenzial kluger und kompetenter Frauen nicht zu nutzen ist allerdings – auch ökonomisch betrachtet – am Ende kurzsichtig und dumm. Auch in Deutschland gilt: Keine Branche kann es sich leisten, auf das Wissen, die Arbeitskraft und die Kompetenz von Frauen zu verzichten. Auf allen Ebenen, aber insbesondere ganz oben im Unternehmen. Dafür muss als Anschub womöglich auch die verordnete Parität bzw. die Frauenquote eingeführt werden.

Der größte Erfolg des Weltfrauentags wäre, eines Tages überflüssig zu sein!

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