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Tarifabschluss ist ein Signal der Anerkennung an die Pflegenden

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04.03.2019

 

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt die am vergangenen Samstag erzielte Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder - Gehaltszuwächse von ca. 8% in drei Stufen bei einer Laufzeit von 33 Monaten und rückwirkend ab 1. Januar 2019. Für Pflegekräfte gibt es zusätzlich 120,- Euro pro Monat.

„Das ist zwar ein überfälliges Signal der Anerkennung an die beruflich Pflegenden, in der Höhe aber nicht spektakulär. Die sozialen Berufe haben, was das Gehaltsniveau angeht, noch immer viel aufzuholen, und in etlichen Industriebranchen sind vergleichbare Tarifabschlüsse in den letzten Jahren deutlich höher ausgefallen“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

„Die Zugeständnisse der Arbeitgeberseite sind in erster Linie dem immensen Fachkräftemangel in der Pflege geschuldet. Ohne einen deutlichen Zuwachs in der Lohntüte hätten die Pflegeberufe noch mehr an Attraktivität eingebüßt, das kann sich eine alternde Gesellschaft auf gar keinen Fall leisten. Mehr Gehalt allein wird jedoch keine qualifizierte Pflegefachperson an ihren Arbeitsplatz binden oder in ihren Beruf zurückholen. Dreh- und Angelpunkt und deutlich verbesserungswürdig bleiben weiterhin die spürbare Arbeitsbelastung in der Pflege, der tägliche Umgang mit den Fachkräften und die Unternehmenskultur, die Qualität und Nachhaltigkeit der Ausbildung, die Durchsetzung geltenden Arbeitsrechts sowie die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Dass Betriebe außerhalb des öffentlichen Dienstes bei ihren Gehältern für Pflegende jetzt schnellstens nachziehen und sich dabei mindestens an dem neuen Tarifabschluss orientieren, muss selbstverständlich sein. Angesichts des bevorstehenden Weltfrauentags und des Lohnrückstands der Frauenberufe darf gern auch noch etwas draufgelegt werden“, bekräftigt die DBfK-Präsidentin.

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