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Frauen erwarten mehr als Gleichstellungsfortschritte im Schneckentempo

06.03.2020

 

Übermorgen ist der Internationale Tag der Frauen. Er soll darauf hinweisen, dass gleiche Rechte für Frauen und Männer noch lange nicht umgesetzt sind, in fast allen Bereichen des täglichen Lebens. Deutschland kommt dabei - so die jüngsten Studien und statistischen Daten - besonders langsam voran. Das kann so nicht akzeptiert werden.

Der Dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist seit April 2019 in Vorbereitung, große Fortschritte für die Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland wird er allerdings kaum verkünden können. Aus Anlass des Weltfrauentags am 8. März weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf die nach wie vor großen gleichstellungspolitischen Defizite und die inakzeptable Benachteiligung von Frauen in Deutschland hin. „Obwohl Frauen bei Bildung, Erwerbsbeteiligung und Sicherung im Alter in den vergangenen Jahren aufgeholt haben, ist die Gerechtigkeitslücke noch lange nicht geschlossen. Die Arbeit in typischen Frauenberufen – u.a. der Pflege - ist nach wie vor erheblich schlechter bezahlt als in männlich dominierten Branchen. Traditionelle Rollenmuster prägen den Alltag und führen dazu, dass unbezahlte Sorgearbeit für Haushalt, Kinder und hilfebedürftige Angehörige vor allem von Frauen geleistet wird. Um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können, arbeiten Frauen viermal so häufig in Teilzeit wie Männer. Und steuern so beinahe zwangsläufig auf Karrierenachteile und unzureichende finanzielle Absicherung im Alter zu. Es ist eine Schande, dass wir in Deutschland im Jahr 2020 noch immer in der Gleichstellungsfrage kaum vorangekommen sind“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.
Um die Entwicklung hin zur Geschlechtergerechtigkeit wirksam zu beschleunigen, sind zu fordern:

  • Konsequenter Abbau von Diskriminierung
  • Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
  • Zugang zu guter Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur
  • Investitionen in Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Soziale Absicherung für unbezahlte Sorgearbeit
  • Auflösung von Geschlechterstereotypen
  • Verpflichtende Vorgaben für Geschlechteranteile in Vorständen, Aufsichtsräten und im Top-Management, auch von Einrichtungen des Gesundheitswesens.

2005 legte der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD erstmals fest, dass in jeder Legislaturperiode ein „Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ erstellt werden soll. Das Gutachten der ersten Sachverständigenkommission zusammen mit einer Stellungnahme der Bundesregierung bilden den Ersten Gleichstellungsbericht, der mit dem Titel „Neue Wege – Gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“ im Juni 2011 veröffentlicht wurde.

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