Presse
 
 

Mehr Teilhabe durch mehr Schutz? – Der DBfK Nordost zum Positionspapier Kalaycis

11.12.2020

 

In dem am 09.12.2020 veröffentlichten Positionspapier von Senatorin Kalayci stecken zwar viele gute Ansätze, trotzdem greift es laut des DBfK Nordost zu kurz und lässt viele Fragen offen. Richtig sei, dass wir nur gemeinsam diese sich aktuell verschärfende Krise bewältigen können.

Ist es aber beruhigend, dass erkannt wurde, dass der Personalmangel in der Pflege nicht erst jetzt entstanden sei? Dass die Personalsituation in allen Pflegesettings derart auf Kante genäht wurde, sei ein eindeutiges Zeichen dafür, wie viel die pflegerische Unterstützung und Versorgung einer zunehmend pflegebedürftigen Gesellschaft eben dieser Gesellschaft wert ist. Und keinesfalls gehe es um „zufriedene Pflegende“! Es geht um fach- und sachgerechte Ausführung der Pflegearbeit.

Die Entwicklung des Personalnotstandes wurde sehenden Auges seit vielen Jahren provoziert.

„Und nun noch weitere Mehrarbeit in Kauf zu nehmen, bedeutet auch das in Kauf nehmen einer weiteren Reduzierung der erforderlichen Pflegearbeit und Begleitung der Pflegebedürftigen“, sagt Swantje Kersten, Vorstandsvorsitzende des DBfK Nordost. Die Pflegenden seien stark belastet und diese Belastung würde in den nächsten Wochen und Monaten durch die bevorstehende Impfkampagnen noch verstärkt, so Kersten weiter. Auch die Umsetzung der Besuchsregelungen, die als Musterkonzepte verfügbar seien, erfordere einen „hohen zeitlichen und personellen Mehraufwand für die Pflegenden“ – wie mit dieser Belastung umzugehen sei, bleibt unerwähnt. Der Hinweis, dass Pflegebedürftige sich auch vor und nach Weihnachten über Besuch freuen würden, ist durchaus richtig, hätte aber schon viel früher öffentlich gesagt werden können. Denn noch sind die angekündigten Lockerungen zur Weihnachtszeit mit genau dem Anliegen, wenigstens in dieser besinnlichen Zeit Besuche zu ermöglichen, nicht zurückgenommen.

Den Pflegebedürftigen digitale Möglichkeiten der Kommunikation näher zu bringen, ist durchaus im Sinne der Kontaktreduzierung, wohl aber müssen dafür die Geräte vorhanden sein. Die Einrichtungen und die Pflegenden unterstützen dabei so gut sie können.

Kersten betont, dass sich die berufliche Pflege in einem erheblichen Dilemma befindet, bestehend aus der Verpflichtung den Schutz der zu Pflegenden zu gewährleisten, sie gleichzeitig aber in ihrer Teilhabe zu unterstützen. Das eine scheint aber zurzeit nur mit Einschränkung des anderen möglich zu sein, Teilhabe sei aber tatsächlich nur durch Schutz möglich, bestätigte Kersten.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Nordost e.V.

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