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Positionen zu ‚Stärkung von Gesundheitskompetenz‘ und ‚Refinanzierung hochschulischer Pflegeausbildung‘

16.04.2020

 

Auch wenn die CoViD-19-Pandemie seit Wochen das öffentliche wie das persönliche Leben ausbremst und zentrales Thema der Medien ist, gibt es im Gesundheitswesen noch andere Aspekte, die beachtet und geregelt werden müssen. Dazu gehören u.a. die Umsetzung des seit 1. Januar geltenden Pflegeberufegesetzes und die Frage der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Zu beiden Themen hat der DBfK jetzt jeweils ein Positionspapier veröffentlicht.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weist auf zwei kürzlich veröffentlichte Positionspapiere hin, die als Downloads aufzurufen sind:

1. Aufgabe der Pflege: Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitskompetenz als Fähigkeit, gesundheitsbezogene Information finden, verstehen, beurteilen und nutzen zu können, ist eine wichtige Grundlage für den besseren Umgang mit der eigenen Gesundheit und Krankheit und ihren Folgen. Neben der Bewältigung von chronischen und akuten Krankheiten zeigt sich das auch bei unerwarteten Ereignissen, wie z.B. dem Auftreten einer Epidemie/Pandemie oder den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.
Eine hohe Gesundheitskompetenz erleichtert die Bewältigung aller gesundheits- und krankheitsbezogenen Nachwirkungen und minimiert gesundheitliche Risiken. Die Förderung der Gesundheitskompetenz muss deshalb für alle Gesundheitsprofessionen, insbesondere aber die Pflegeberufe, selbstverständlicher Bestandteil des eigenen Handelns werden.
Einer 2016 veröffentlichten Studie zufolge hat allerdings mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland erhebliche Probleme im Umgang mit gesundheitsrelevanten Fragen.
Das Positionspapier beleuchtet Hintergründe, definiert Schritte hin zu mehr Gesundheitskompetenz der Allgemeinheit und leitet Forderungen für die Rolle der Pflegeberufe hierbei ab.

2. Refinanzierung der primärqualifizierenden hochschulischen Pflegeausbildung

Der Bedarf an hochschulqualifizierten Pflegefachpersonen ist bundesweit so hoch wie nie. Der Wissenschaftsrat empfiehlt seit Jahren, dass 10 bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs hochschulisch ausgebildet werden soll. Ebenso wurden von der AG1 der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) o.g. 10 Prozent aufgenommen mit dem Ziel, „bis zum Ende der Ausbildungsoffensive 2023 die Anzahl der Studienplätze für eine hochschulische Pflegeausbildung bundesweit deutlich zu erhöhen“.
Die primärqualifizierende hochschulische Pflegeausbildung ist kein Selbstzweck, sondern stellt insbesondere die pflegerische Versorgung angesichts der epidemiologischen und demografischen Entwicklungen sicher („komplexe Pflegesituationen“). Sie ist darüber hinaus unerlässlich, um im zukünftigen Skill- und Grademix in der Pflege Fallverantwortung zu übernehmen. Zahlreiche Studien (u.a. Aiken, L. 2014) zeigen die Bedeutung von hochschulqualifizierten Pflegefachpersonen für die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung.

Allerdings stellt die derzeit fehlende Refinanzierung eine Benachteiligung sowohl der ausbildenden Einrichtungen als auch der Studierenden dar! Dies betrifft sowohl die Praxisanleitung als auch die Vergütung/Aufwandsentschädigung für die zu leistenden Praxisstunden der Studierenden. Die Folgen: Probleme der Hochschulen bei Kooperationsvereinbarungen mit Praxispartnern der Ausbildung sowie geringe Attraktivität eines primärqualifizierenden Pflegestudiums.
Das Positionspapier liefert Fakten und Informationen, zeigt Lösungswege auf und fordert die politisch Verantwortlichen auf, die Bedingungen für das primärqualifizierende Pflegestudium schnell, einheitlich und nachhaltig zu verbessern.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V.

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