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Schutzausrüstung wird dringend benötigt - Besonders die stationäre und ambulante Pflege brauchen jetzt Material!

27.03.2020

 

Der Mangel an persönlicher Schutzausrüstung wird immer drängender - ganz besonders in der stationären Langzeitpflege und bei ambulanten Pflegediensten. Aber auch diese Bereiche sind systemrelevant und ihre Beschäftigten und ihre Klienten haben ein Recht, wirksam und verlässlich vor Infektionen geschützt zu werden.

„Vorräte bei ambulanten Pflegediensten werden knapp“, „Den Einrichtungen fehlt es an der notwendigen Schutzausrüstung“ - diese und ähnliche Schlagzeilen fallen täglich ins Auge, der Appell von Langzeitpflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten wird immer eindringlicher. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe hat bereits mehrfach deutlich und mit Nachdruck auf die sich zuspitzende Situation hingewiesen und Landesregierungen und Kassen zur raschen Unterstützung aufgefordert.

Die WHO hat 2020 als das Jahr der Pflegenden und Hebammen ausgerufen zu einem Zeitpunkt, als noch niemand die Corona-Krise auch nur erahnte – selten zuvor wurde der Gesellschaft so deutlich und unmittelbar vor Augen geführt, dass Pflege ganz ohne Zweifel systemrelevant ist.

Pflegende stellen sich den physischen und psychischen Anforderungen der Krise mit Professionalität und Engagement. Sie freuen sich über die vielen Zeichen der Solidarität, Anerkennung und Wertschätzung, von kreativen Aktionen vieler bis hin zum spontan spendierten Kaffee in einer Bäckerei für den Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes.

Allerdings ist die Ausstattung der Mitarbeiter/innen des Gesundheitswesens mit Schutzausrüstung elementar und die offensichtlich gewordenen Defizite werden zu den Themen gehören, die auch nach Corona nicht von der politischen Agenda verschwinden dürfen. Die Schutzausrüstung ist jetzt akut das Wichtigste, um das sich die Verantwortlichen in Ministerien kümmern müssen. Es braucht dringend zentrale Ansprechpartner und die zentrale Verteilung des Materials, besonders auch an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen.

„Selbstverständlich steht die verantwortungsvolle Bewältigung der Krise und die Unterstützung der Pflegefachpersonen, auch bei ihren vielen jetzt auftauchenden Fragen und konkreten Anliegen, an erster Stelle.“ erklärt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest e. V. „Dennoch, Pflege nach Corona wird eine andere sein als zuvor, und wir werden uns intensiv dafür einsetzen, dass die Lehren aus der Pandemie in politische Entscheidungen für alle Berufsgruppen der Pflege überführt werden.“

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK Südwest e.V.

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