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Zum Zerreißen gespannt: die Situation beruflich Pflegender vor der nächsten Welle

19.08.2020

 

Protestaktion am Landtag NRW in Düsseldorf

Die COVID-19-Pandemie hält an und durchzieht in Wellenbewegungen unser Land. Mit diesem Symbolbild präsentierten beruflich Pflegende eine Auswahl von drängenden Forderungen aus der Kampagne #PflegeNachCorona vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Dort tagte am 19.08.2020 der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales – ein passender Adressat für die Botschaft: Politisch nicht ernstgenommen und mit mangelhaften Arbeitsbedingungen konfrontiert sehen beruflich Pflegende sich selbst und die ihnen Anvertrauten gefährdet.

„Wir haben als Gesellschaft mit der COVID-19-Pandemie eine Steilvorlage geliefert bekommen, um die hohe Bedeutung der Pflegeberufe endlich zu erkennen und die Bedingungen für die Berufsausübung nachhaltig zu verbessern. Die erste Welle war ein deutliches Warnsignal, denn im Gegensatz zur Situation in anderen Ländern mangelte es in Deutschland nicht an Betten, sondern schlicht an Pflegefachpersonen. Dass wir immer noch keine ernsthaften Maßnahmen im Hinblick auf eine verbesserte pflegerische Versorgung sehen, erschüttert uns – und stellt beruflich Pflegende vor eine Zerreißprobe“, sagt Martin Dichter, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe DBfK Nordwest e.V. „Woher sollen sie die Motivation zum Durchhalten bei der nächsten großen Welle nehmen, wenn sie das Gefühl haben, politisch abermals fallen gelassen zu werden und sich bei Coronatests hinter Urlaubern anstellen zu müssen?“, fragt Dichter.

Testmöglichkeiten für Pflegefachpersonen sind nach wie vor nicht flächendeckend gegeben, oft müssen sie privat über den eigenen Hausarzt eingefordert und dann teils auch noch selbst finanziert werden. Etliche Kliniken und Pflegedienste befürchten zudem Engpässe bei einigen Artikeln der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), was das Sicherheitsgefühl von Pflegenden zusätzlich erschüttert.

„Wenn Politikerinnen und Politiker die Pflegeberufe ernsthaft aufwerten und für den Nachwuchs attraktiver machen möchten, sind gravierende Investitionen genau jetzt angebracht. Das Bild einer im Krisenfall durch Worte und vor allem Taten wertgeschätzten Pflegefachperson scheint mir zur Nachwuchsgewinnung deutlich geeigneter als Kündigungen und Reduzierung von Stellenanteilen von Pflegefachpersonen, die einfach nicht mehr können oder nicht mehr wollen“, so Dichter.

Die Kampagne #PflegeNachCorona wurde im Mai durch den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe ins Leben gerufen, um Pflegefachpersonen eine Plattform für ihre Forderungen an die Politik zu bieten.Weit mehr als tausend Einträge verzeichnet die Aktionswebsite www.pflegenachcorona.de. Umgesetzt wurden bisher kein einziger davon.

Die nächste Aktion ist für den 30. September 2020 in Düsseldorf geplant.

Foto zur Aktion

Forderungen Pflegender aus NRW

Die Pressemitteilung als PDF

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