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Pflegeverband ruft zur Impfung auf: Reaktion auf das Bekanntwerden von COVID-Ausbrüchen

02.11.2021

 

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe im Nordosten reagiert auf Ausbrüche in Heimen und Krankenhäusern.

In den vergangenen zwei Wochen ist es in mehreren Pflegeheimen und Krankenhäusern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu großen COVID-Ausbrüchen gekommen. Zahlreiche hochbetagte und schwerkranke Menschen, die aufgrund von Alter und Vorerkrankungen keine ausreichende Immunantwort entwickeln konnten, sind trotz Impfung erkrankt, viele deshalb vorzeitig verstorben. Hinzu kommen mehrere Dutzend erkrankte und infizierte Pflegefach- und -hilfspersonen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost e.V. nimmt diese Ausbrüche zum Anlass, noch einmal nachdrücklich zur Impfung gegen das Coronavirus aufzurufen:

"Widersprüchliche Meldungen in den Medien, aber auch die Aussagen mancher ärztlicher Kolleg:innen, haben auch Angehörige unserer Berufsgruppe verunsichert. Die Datenlage ist aber eindeutig: Die zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 sind sicher. Das lässt sich nach Millionen verabreichter Impfdosen mit Gewissheit sagen. Langfristige Nebenwirkungen gibt es bei Impfstoffen nicht: Sie verschwinden aus dem Körper. Zurück bleibt lediglich die Immunantwort, die uns sehr gut vor Ansteckung und vor schweren Verläufen schützt. Eine Infektion mit COVID-19 hingegen hat unkalkulierbare Verläufe und Langzeitwirkungen", so Professorin Anja Katharina Peters, die an der Evangelischen Hochschule Dresden Pflege und Pflegewissenschaft lehrt und Mitglied im Vorstand des Berufsverbands im Nordosten ist.

Ihr Vorstandskollege Markus Lauter, Gesundheits- und Krankenpfleger und Politikstratege, stimmt Ihr zu und ergänzt: "Unsere Kolleg:innen auf den Intensiv- und COVID-Stationen sind erschöpft. Wir dürfen aber auch allen, die in stationären Pflegeeinrichtungen leben und arbeiten, nicht noch einen Winter mit vielen verstorbenen Bewohner:innen, Nachbar:innen und Freund:innen zumuten. Wenn wir uns als Pflegefachleute impfen lassen, sind wir auch solidarisch mit den Kolleg:innen in den besonders belasteten Bereichen, aber auch mit den Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Jeder und jede von uns mit Impfschutz trägt dazu bei, dass das Gesundheitswesen nicht zusätzlich belastet wird." Es seien aber auch die Arbeitgeber in der Pflicht, weiterhin niedrigschwellig Impfangebote vorzuhalten. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost e. V. ruft alle Pflegefachpersonen dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen: aus Solidarität, aber vor allem zum Eigenschutz.

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