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Im Dienst der Gesellschaft: 10-Euro-Sammelmünze Pflege ausgegeben

12.05.2022

 

Mit der 10-Euro-Sammelmünzen-Serie „Im Dienst der Gesellschaft“ würdigt das Bundesministerium der Finanzen (BMF) Berufsgruppen, deren Leistung für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind. Die erste Münze der Serie ist den Pflegenden gewidmet und wurde am 12. Mai 2022, dem Internationalen Tag der Pflegenden, erstmals ausgegeben.

In einem Festakt, der vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), der B. Braun-Stiftung und dem Bundesministerium der Finanzen ausgerichtet wurde, wurde die Münze an vier Pflegende für ihre besonderen Leistungen in der Pandemie, den Künstler Peter Lasch, der die Münze entworfen hat, Prof. Patrick Jahn für seine Forschungsleistungen im Bereich „Pflege im Krankenhaus“ sowie den DBfK, der in der Pandemie für die beruflich Pflegenden eingetreten ist, um Gesundheitsschutz, Aufklärung und Entlastung einzufordern.

Für die B. Braun-Stiftung gratulierte Patrick Jahn in seiner Laudatio den Ausgezeichneten: „Eine Zielstellung der Braun Stiftung, war und ist beruflich Pflegende durch Weiterbildung zu fördern. Viele Kolleg:innen wurden dabei durch die Stiftung in ihrer Entwicklung unterstützt und haben die Arbeit bereichert. Es war daher der Stiftung besonders wichtig diese Initiative der Sammelmünze zu unterstützen, weil damit vier Kolleg:innen geehrt werden, deren Leistungen - die Beispielgebend sind für die essenziellen Beiträge - die durch Pflegende in den verschiedenen Settings geleistet werden und die pflegende Angehörige partnerschaftlich integriert. Die Anerkennung durch die Ehrung mit dieser Münze ist auch ein Bild, dass darauf hinweist, dass es auch Investitionen, bspw. in Personalausstattung bedarf, damit die Ehrung nicht als Geste verbleibt, sondern auch eine nachhaltige Perspektive bekommt.“

Die vier Pflegenden, die mit der Münze ausgezeichnet wurden, stehen auch stellvertretend für all jene beruflich Pflegenden und pflegenden Angehörigen in den unterschiedlichen Pflegesettings.

Sabine Drexler ist Pflegeexpertin APN und Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie am Universitätsklinikum Freiburg. Sie hat die Standards für die Bauchlage der Intensivpatient:innen in der ersten Covid-19-Welle 2020 maßgeblich weiterentwickelt und unter anderem als Leiterin der Intensiv-AG die Implementierung evidenzbasierter Standards vorangetrieben.

Burkhart Valentin arbeitet an der KJF Klinik Josefinum in Augsburg. Er erhält die Münze für seinen außergewöhnlichen Einsatz in Versorgungsspitzen durch die erforderliche psychiatrische Betreuung von Kindern und Jugendlichen bei gleichzeitiger Umsetzung der herausfordernden Hygieneauflagen. Sein Engagement steht auch stellvertretend für die Leistungen der Pflegenden in der Pädiatrie und Psychiatrie.

Insbesondere in der ersten Pandemie-Welle waren die beruflich Pflegenden in der Langzeitpflege extrem belastet, da sie mit vielen Krankheits- und Todesfällen umgehen und die Isolation der Menschen mit Pflegebedarf kompensieren mussten. Sigrid Chongo von der Caritas Altenhilfe Berlin war maßgeblich an der Ausarbeitung eines Corona-Schutzkonzepts beteiligt und hat einen Dialog angestoßen, um für die Bewohner:innen Alltagsnormalität in dieser Zeit möglich zu machen.

Es sind aber nicht nur die professionell Pflegenden, die durch die Münze gewürdigt werden sollen, sondern auch die vielen pflegenden Angehörigen. Für sie erhält stellvertretend Frank Struck die Sammelmünze. Er pflegt seit sechs Jahren seine 92jährige Mutter und sagt über seine Motivation: „Es ist unzweifelhaft der Gesichtspunkt, innerhalb der Familie füreinander einzustehen, soweit dies möglich und zumutbar ist. Gerade in Zeiten wie den zurückliegenden war es auch mein Antrieb gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, die für Menschen mit Pflegebedarf oft schon zuvor beschränkt war.“

In ihrer Rede zur Münzverleihung betonte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein, dass es richtig sei, die Pflegenden zu würdigen und ihre Leistungen nicht nur während der Pandemie anzuerkennen. „Die Kolleg:innen in allen pflegerischen Bereichen haben Außerordentliches geleistet und Kompetenz braucht Anerkennung“, so Bienstein. „Dass Anerkennung notwendige und langfristige Investitionen in die Profession nicht ersetzen kann und soll, ist allen klar. Die Münze ist nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern sicher auch eine gute Erinnerung daran, welche Bedeutung Pflegende für unsere Gesellschaft haben und dass gute Pflege auch eine Aufgabe für das Bundesfinanzministerium ist.“

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