Aufbruchsstimmung beim Landespflegetag Baden-Württemberg

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09.05.2018

 

Bei aller Misere, in der sich die beruflich Pflegenden befinden, ist doch deutlich ein Aufbruch in eine andere Zeit zu spüren. Die Probleme sind in der Politik und zunehmend in der Gesellschaft angekommen. Die langjährige berufspolitische Arbeit trägt Früchte.

Andrea Kiefer, Vorsitzende, begrüßte die Teilnehmer des Landespflegetages und wies darauf hin, wie wichtig der Dialog miteinander und mit der Politik sei. Es sei daher eine hohe Wertschätzung, dass Staatssekretärin Bärbl Mielich den Landespflegetag bereits zum dritten Mal mit mehr als nur einem Grußwort unterstütze, sondern sich den Fragen der Anwesenden stelle.
Prof. Dr. Astrid Elsbernd eröffnete den Reigen der Vortragenden mit dem Thema Pflegeberufegesetz und dem kürzlich veröffentlichten Referentenentwurf zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung. Sie zeigte sich erfreut, dass die hochschulische Ausbildung nun endlich in geordnete Bahnen gelenkt wird. Offenkundig ist aber auch, dass die Hochschulen nun intern dicke Bretter bohren müssen. Gleichwohl stellte sie klar: „Neues ist keine Abqualifizierung des Bestehenden.“
Staatssekretärin Bärbl Mielich thematisierte in ihrem Statement zur Pflegepolitik in Baden-Württemberg die drei großen aktuellen Herausforderungen: die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes, die Mindestpersonalbemessung und das Befragungsergebnis zur Gründung einer Pflegeberufekammer. Denn, so ist sich Mielich sicher, mit besseren Arbeitsbedingungen werden auch wieder mehr Menschen für den Beruf gewonnen bzw. zurückgewonnen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung referierten Prof. Dr. Rothgang von der Uni Bremen und Irene Maier, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates, zur Frage der Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege und der Akutpflege im Krankenhaus. Prof. Dr. Rothgang zeigte den Weg auf, der nun in Richtung Personalbemessungsinstrument gegangen wird, machte aber auch deutlich, dass es sich erst einmal nur um Entwicklung und Erprobung eines Instrumentes handelt. Weiter wollte die Politik noch nicht gehen.
Irene Maier stellte die aktuelle Entwicklung zur Frage der Personalbemessung im Krankenhaus dar und machte deutlich, dass die Verbände sehr genau hinschauen werden, welche Kompromisse seitens DKG und GKV-SV bezüglich der sogenannten pflegesensitiven Bereiche gefunden werde. Ein Gegeneinander-Ausspielen von Bereichen werde man nicht hinnehmen.
Mit Rolf Heine, Geschäftsführer der Akademie für Pflegeberufe an der Filderklinik, endete der Landespflegetag mit einer Betrachtung zu unterschiedlichen Wertedimensionen unseres Berufes und schloss somit den Bogen zur Begrüßung von Andrea Kiefer, die davon sprach, dass wir einen so schönen Beruf mit vielen Perspektiven haben.

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