Unsere Haltung zum Pflegeberufereformgesetz

Generalsitik

Nun ist es da, das neue Gesetz: Am 22.6.2017hat der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG) angenommen. Sofern der Bundesrat am 7.7.2017 keinen Einspruch einlegt, ist das Gesetz verabschiedet. Endgültig in Kraft treten wird es allerdings erst zum 1. Januar 2020 (ursprünglich war der Start für 2018 vorgesehen). Und das ist nicht die einzige Änderung gegenüber dem am 15. Januar 2016 von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf. Der DBfK ist in dem langwierigen Gesetzgebungsprozess stetig für eine moderne und pflegefachlich sinnvolle Pflegeausbildung eingetreten. 


Im Ergebnis kommt die generalistische Pflegeausbildung - auch! Vorgesehen ist eine mindestens zweijährige generalistische Ausbildung mit einer möglichen einjährigen „Vertiefung“ in den Bereichen Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Wer die generalistische Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr fortsetzt, erwirbt den Abschluss zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Diejenigen, die ihren Schwerpunkt im dritten Ausbildungsjahr in der Pflege alter Menschen oder in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen wählen, schließen ihre Ausbildung als Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in ab.

Nach zwei Dritteln der Ausbildung wird eine Zwischenprüfung abgelegt, deren Bestehen jedoch keine Voraussetzung zur Fortführung der Ausbildung ist. Die Ausbildung wird zukünftig für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos. Das bislang noch in manchen Bundesländern erhobene Schulgeld wird endlich abgeschafft, was als Erfolg zu bewerten ist! Zudem ist positiv, dass die Finanzierung der Ausbildung vereinheitlicht wird und eine Fachkommission einheitliche Rahmenlehrpläne erarbeiten wird. Deutliche Verbesserungen wird es auch bei der Praxisanleitung geben: Einrichtungen müssen künftig mindestens 10 % der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit als Praxisanleitung gewährleisten. Darüber hinaus wird sich auch die Qualifikation der Praxisanleiterinnen und -anleiter erweitern.

Ergänzend zur beruflichen Ausbildung wird die hochschulische Pflegeausbildung, die ausschließlich generalistisch ausgerichtet ist, endlich vom Modell in den Regelbetrieb überführt - ein Meilenstein für unseren Beruf. Ein weiterer Meilenstein ist die Definition vorbehaltener Tätigkeiten, die Formulierung selbstständiger Kompetenzprofile und die Erweiterung dieser Profile auf heilkundliche Aufgaben. Das bedeutet, dass nun auch im Gesetz festgeschrieben ist, dass wir als beruflich Pflegende selbstständig und verantwortlich den Pflegeprozess gestalten.
Der erste Ausbildungsjahrgang soll 2020 beginnen. Geplant ist zudem , dass nach sechs Jahre nach Beginn der neuen Ausbildung (2026) überprüft werden soll, ob für die gesonderten Abschlüsse in der Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege weiterhin Bedarf besteht.

Die aktuellen Berufsbezeichnungen behalten weiter ihre Gültigkeit, sodass hier keine Benachteiligungen zu erwarten sind (Bestandsschutz). Für alle begonnenen Ausbildungen nach den bisher gültigen Berufsgesetzen gilt, dass diese nach altem Recht abgeschlossen werden. Die Möglichkeit der Überleitung in die neue Ausbildung wird im Einzelfall von den Schulen mit den zuständigen Behörden abgestimmt.


Unsere Info-Veranstaltungen ab Herbst 2017 - alle Termine, alle Orte

Flyer Generalistik

Unser Flyer mit den wichtigsten Informationen rund um die Generalistik - als PDF auch zur Verteilung über soziale Netzwerke und per E-Mail.

Poster Generalistik

Alles zur Generalistik auf einen Blick - unser Poster im A2-Format zum Aushängen. Bei Interesse bitte eine Nachricht an nordwest@dbfk.de, Betreff "Generalistik"

 

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